Medical-PC Lüfterloses System für den aseptischen Einsatz

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Einen Medical-PC für den aseptischen Einsatz bringt Penta heraus: Das Gerät wird passiv gekühlt und ist somit komplett geschlossen. Im System arbeitet ein Core2Duo, den es in zwei Varianten gibt. Bedient werden kann der Computer über einen 19"-Bildschirm.

Anbieter zum Thema

Mit dem Hercules Medical Express bringt Penta einen Medical-PC heraus, der die Energieeffizienz der Intel Core2Duo-Prozessoren für den Einsatz in aseptischen Bereichen tauglich macht. Der lüftlerlose Medical-PC in einem komplett geschlossenen Gehäuses integriert.

Im Rechner selbst arbeitet ein Intel Core2Duo-Prozessor, den es in zwei Versionen gibt: Intel SL 9400 mit 1,86 GHz, 6 MByte L2 Cache und 1066 MHz FSB oder Intel SU9300 mit 1,2 GHz, 3 MByte L2 Cache und 800 MHz FSB. Beide Versionen bieten einen Grafikspeicher von 1024 MByte und Arbeitsspeicher bis 8 GByte DDR.

Laut Hersteller soll er ideal für digitale Medical-Imaging-Verfahren wie Endoskopie, minimalivasive Chirurgie, Röntgen, Ultraschall oder CT sowie für das Echtzeit-Vitaldaten-Monitoring und die Dokumentation auf Intensivstation oder im OP eingesetzt werden können. Dank Multicoretechnologie kann das nach EN60601-1 und EN60601-1-2 zertifizierte System auch als kombinierter Steuerungs- und Visualisierungsrechner in OEM-Geräten eingesetzt werden.

Gehäuse komplett verschlossen

Das PC-System wird passiv gekühlt, worauf auf Lüfter und Lüftungsschlitze verzichtet werden kann. Das dadurch komplett geschlossene Gehäuse (IP65) bietet keinerlei Einfallstore für Flüssigkeiten und Keime, lässt sich problemlos desinfizieren und ist somit auch in aseptischen Arbeitsbereichen einsetzbar. Aufgrund fehlender Lüftergeräusche ist der Hochleistungs-PC auch für geräuschsensitive Bereiche geeignet.

Der Verzicht auf störungsanfällige Lüftersysteme sowie der Einbau zuverlässiger Automotive-Festplatten oder Solid State Drives bietet das in der Medizin erforderliche Maß an Zuverlässigkeit. Die 1,86-GHz-Version kommt auf eine Leistungsaufnahme von 17 W, die 1,2-GHz-Version auf 10 W. Für die Prozessoren garantiert Intel eine Langzeitverfügbarkeit von sieben Jahren, was die langfristige Austausch- und Skalierbarkeit ermöglicht.

Für PACS- und KIS-Netzwerke

Daten werden durch frei belegbare Funktionstasten oder einen optionalen, abnutzungsresistenten Touchscreen eingeben, der auch mit OP-Handschuhen bedienbar ist. Über sechs USB-2.0-Anschlüsse finden unterschiedliche Peripheriegeräte wie Endoskope Anschluss. Via standardmäßigem 10/100 MBit Ethernet oder optionalen WLAN wird das Gerät in PACS- oder KIS-Netzwerke eines Krankenhauses integriert.

Das System verfügt über einen integrierten 19-Zoll-Bildschirm. Im Dual-Head-Betrieb mit einem zusätzlichen zweiten Monitor lassen sich mehrere Applikationen gleichzeitig anzeigen, wodurch der parallele Betrieb mehrerer PCs überflüssig wird. Das flexible Montagesystem nach VESA 100 Norm garantiert die sichere Installation an OP-Ampeln oder als Deckeneinheit.

Der Penta Hercules Medical Express unterstützt alle gängigen Linux Distributionen sowie Windows XP, Windows 2000, XP Embedded und Win CE Embedded.

(ID:303050)