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Mensch-Maschine-Schnittstellen

Low-Power und viel Grafik für extrem mobile Tablets

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Wie können OEMs aber nun diese Prozessoren möglichst effizient in eigene Tablet-PC- und mobile HMI-Designs integrieren, ohne alles von Grund auf entwickeln zu müssen? Ideal ist hier ein modularer Ansatz mit fertig entwickelten Zukaufkomponenten. Darüber lassen sich einzelne Funktionsblöcke, wie zum Beispiel Prozessoreinheit, individuelle externe Schnittstellen sowie Energie- oder Batterieversorgung individuell zusammenstellen. Als Kernkomponente bieten sich hier extrem kompakte, standardisierte Computer-on-Module an.

Computer-on-Module-Konzept – die ideale Plattform

Bild 2: COM - Computer-on-Module-Konzept mit conga-QG AMD G-Serie SoC
Bild 2: COM - Computer-on-Module-Konzept mit conga-QG AMD G-Serie SoC
(Bild: VBM-Archiv)
Das Computer-on-Module- oder COM-Konzept dient der Entwicklung interoperabler, austauschbarer und aufrüstbarer Hardware. Es ist ideal für die Integration der SOCs in industrielle Tablet PCs. Will man die Vorteile der modularen Computertechnologie in diesen Anwendungen einbringen, muss man neben den technischen Anforderungen auch die Benutzererwartungen berücksichtigen.

Während modulare Computer aufgrund ihrer inhärenten Flexibilität und Leistungsfähigkeit sogar den höchsten technischen Anforderungen gerecht werden, dürfen die Vorteile der einfachen Entwicklung eines kundenspezifischen Systems durch simple Modifizierung des Carrier Board nicht übersehen werden.

Die wichtigsten Parameter, die diese grundlegenden Ziele des COM-Konzept beeinflussen, sind durch branchenweite, international anerkannte Standards geregelt. Eine solche Standardisierung bietet gleichermaßen Vorteile für die COM-Anbieter – wie z.B. congatec, ein Mitglied der COM Express Alliance, Gründer der Qseven Technology Alliance und Redakteur der PICMG – wie für die Hersteller von industriellen Anlagen und liefert gleichzeitig eine Roadmap für zukünftige Leistungsverbesserungen.

Ein aktuelles Beispiel dafür, wie die COM-Gemeinschaft auf neue Anforderungen reagieren und neue Technologien aufnehmen kann, ist die Entwicklung des Qseven COM-Formfaktors. Qseven ist als kostengünstiger Standard für energiesparende mobile Plattformen konzipiert.

Tablet-PC Demonstrator für industrielle Anwendungen

congatec hat anhand des Tablet-PC Demonstrators jetzt gezeigt, wie schnell und problemlos sich mit dem COM-Ansatz ein industrieller Tablet PC entwickeln lässt. Der Demonstrator besteht komplett aus Standardkomponenten und umfasst neben einem kompakten Carrier-Board, ein AMD GX-Series SOC Qseven, ein congatec SMART Battery Board, wie auch einem Smart Touch-Display. Da der Demonstrator in der Praxis zum Einsatz kommt, wurde ein Betriebssystem portiert und ein mechanisches Gehäuse gestaltet.

Anschliessend musste dieses in den COM-Ansatz integriert werden, um einfache und kostengünstige Kundenmodifikationen durch simples Aufrüsten der Trägerplatte zu ermöglichen. Dieses Vorgehen hat gezeigt, dass ein COM-Ansatz erfolgreich beim Design mobiler Geräte angewendet werden kann, wobei gleichzeitig die Design-Komplexität und das Risiko, ein Time-to-Market-Fenster zu verpassen, reduziert wird.

Bild 3: congatec AMD G-Serie SoC Qseven-Board
Bild 3: congatec AMD G-Serie SoC Qseven-Board
(Bild: VBM-Archiv)
Derzeit bietet congatec insgesamt drei Prozessoren der AMD Embedded G-Series SOC Plattform auf Qseven an: den AMD GX-210HA 1.0 GHz Dual Core (L2 cache shared 1MB) mit 9 W TDP und den AMD GX-210JA 1.0 GHz Dual Core (L2 cache shared 1MB) mit Thermal Design Power (TDP) 6 W und einem zu erwartenden Durchschnittsverbrauch von 3 W. Für extreme Umweltbedingungen ist das Modul auch im erweiterten Temperaturbereich erhältlich mit der APU AMD GX-209HA 1.0 GHz Dual Core (L2 cache shared 1MB)

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