Losgröße 1 als Strategie

| Redakteur: Dr. Anna-Lena Gutberlet

Herr Köpper und Herr Mück von Beflex zusammen mit Mirko Cygon, Essemtec Service, in der Beflex Fertigung.
Herr Köpper und Herr Mück von Beflex zusammen mit Mirko Cygon, Essemtec Service, in der Beflex Fertigung. (Bild: Beflex / Essemtec)

Die Vision, eine fertige Leiterplatte innerhalb einer Woche auszuliefern hat Beflex nun umgesetzt. Digitalisierte Unternehmensprozesse sowie eine hochflexible Fertigung sind dabei wichtige Werkzeuge.

Die Kleinserienproduktion reizt EMS-Dienstleister heutzutage wenig. Lieferfristen von vielen Wochen sind bei der Fertigung von Prototypen oft normal und eine Handbestückung ist wegen den immer kleiner werdenden Bauteilen kaum mehr möglich. Diese Umstände führen in ein Dilemma und Entwicklungs­firmen können dies nur schlecht akzeptieren. Eine Investition in den entsprechenden Maschinenpark ist meistens unumgänglich, auch wenn dies nicht zum Core Business dieser Firmen gehört.

Beflex Electronic hat diese Problematik erkannt und für ihre Kunden gelöst: Sie bietet die Prototypenfertigung (inklusive der Materialbeschaffung) innerhalb von fünf Arbeitstagen von der Bestellung bis zur Lieferung an. Um diese große Herausforderung zu meistern, wurden alle Elemente in der gesamten Firmenstruktur und Wertschöpfungskette auf dieses Ziel ausgerichtet.

Innerhalb von 24 Stunden nach der Kundenanfrage

Den Anfang machen bereits die Softwaretools für die Angebotsabgabe. Innerhalb von 24 Stunden nach der Kundenanfrage wird das Angebot übermittelt. Es geht weiter mit der Beschaffung der Leiterplatten. Nur einige europäische Zulieferer, welche innerhalb weniger Tage die Produkte in hoher Qualität und zuverlässig liefern können, kommen da in Frage.

Eine der größten Herausforderungen ist das Management der SMD-Komponenten. Die richtigen Komponenten müssen an Lager und bei Bestellungen muss vorab klar sein, wo die entsprechenden benötigten Bauteile mit kürzester Lieferfrist beschafft werden können.

Bei der Bewältigung dieser Herausforderung hilft der Firma Beflex ein ausgeklügeltes Logistikmanagementsystem, das über viele Jahre und mit großer Erfahrung entstanden ist. Die interne Organisationsstruktur ist so aufgebaut, dass ein Beflex-Projektmanager den Kunden von der ersten Kontaktaufnahme bis hin zur Auslieferung betreut.

Hochflexible Fertigung

Zum Konzept gehört auch eine hochflexible Fertigung. Deshalb produziert Beflex an den drei Standorten Frickenhausen, Witten und München auf den flexiblen Essemtec-Bestückungs­automaten des Typs „Cobra“ und seit neustem auch auf einer „Puma“.

Neben der Anforderung, dass pro Modul über 200 Feederplätze sowie ein hochflexibles Software- und Rüstkonzept zur Verfügung stehen, werden bei Beflex schon heute Bauteile der Größe 01005, sowie hochkomplexe, große BGA’s und FC in der Serie eingesetzt.

Alle drei Standorte greifen auf die gleiche Datenbank zu. Somit ist sichergestellt, dass Aufträge bei Bedarf an andere Fertigungsstandorte verschoben werden können. Die Essemtec Systeme passen bestens in das Prototypen- und Kleinserienumfeld, welches Beflex bedient, und unterstützen die Anforderung: Die gewünschte Leiterplatte ist in einer Woche ausgeliefert.

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