LoRa-IoT-Software wird Open-Source – zumindest teilweise

| Redakteur: Michael Eckstein

Schneller mit Open-Source: Die Basics-Module der LoRa-Software sollen kleinen IT-Abteilungen das Entwickeln von IoT-Applikationen erleichtern.
Schneller mit Open-Source: Die Basics-Module der LoRa-Software sollen kleinen IT-Abteilungen das Entwickeln von IoT-Applikationen erleichtern. (Bild: Semtech)

Semtech veröffentlicht einen Teil seiner Software für die IoT-Funktechnik LoRa als Open Source. Die kostenlosen „LoRa-Basics“-Module sollen Entwicklern helfen, LoRa-basierte IoT-Anwendungen schneller auf den Markt zu bringen.

LoRa-Chip-Hersteller Semtech hat LoRa Basics veröffentlicht – einen ersten Teil von Open-Source-Code, den das Unternehmen entwickelt, um Anwendern das Entwickeln von LoRa-basierten „Low Power Wide Area“-(LPWA)-Netzwerken zu erleichtern. Gleichzeitig startet das Unternehmen ein dediziertes Entwicklerprogramm. Ziel ist es, die Nutzerbasis der lizenzfreien IoT-Funktechnik schneller auszubauen. Alle LoRa Basics Releases werden auf Semtechs LoRa Developer Portal als Open Source verfügbar sein.

LPWA-Netzwerke sind eine Alternative zu WLAN- oder Bluetooth-Funkverbindungen, zielen jedoch mit deutlich größeren Reichweiten mehr auf professionelle IoT-Industrieanwendungen wie Güter-Tracking. Die jetzt veröffentlichte Software „LoRa Basics Station“ besteht aus Code für Linux-Gateways, während „LoRa Basics MAC“ Firmware für Hochfrequenzmodule in IoT-Endknoten enthält. Für die Zukunft plant Semtech zudem, Open-Source-Software für Over-the-Air-Firmware-Updates auf MAC-Basis sowie ein Code-Paket zur Unterstützung der Datenanalyse freizugeben.

Wer die LoRa-Open-Source-Pakete nutzt, soll ein LoRa-Netzwerk ohne Programmierung in Embedded-C aufbauen können, verspricht Semtech. Dies soll besonders kleine IT-Abteilungen entlasten.

Vollständig kompatibel mit LoRa Alliance

„Um LoRa-basierte Lösungen schneller auf den Markt zu bringen, können Entwickler die kostenlosen, unterstützten und einfach zu bedienenden LoRa-Grundlagen von Semtech nutzen“, sagte Steven Hegenderfer, Senior Director of the Developer Ecosystem in der Wireless Sensing and Products Group von Semtech. LoRa Basics sei vollständig kompatibel mit den Vorgaben der LoRa Alliance und ermögliche sowohl Entwicklern als auch Unternehmen eine schnelle Entwicklung ihrer Anwendungen.

Die Idee hinter LoRa Basics ist es, die gemeinsamen LoRaWAN-Funktionen, die alle Entwickler von Endgeräten, Gateways oder LoRaWAN-basierten Lösungen implementieren und bereitstellen müssen, als kostenlose, unterstützte und spezifikationskonforme Open-Source-Software bereitzustellen. Die Bausteine stellen laut Semtech Best Practices für die Implementierung von LoRaWAN-basierten Technologien dar. „Entwickler können sich auf die Entwicklung ihrer Lösungen konzentrieren und gleichzeitig ihre Anwendungen schneller und kostengünstiger auf den Markt bringen“, ist Hegenderfer überzeugt.

LoRa Basics Station und MAC auf GitHub erhältlich

Der erste Software-Baustein, die LoRa Basics Station, hatte Semtech bereits im Januar 2019 auf GitHub veröffentlicht. LoRa Basics Station ist laut Hersteller eine neue, LoRaWAN-basierte Gateway-Paketweiterleitung mit sicherer und robuster Datenkommunikation und Remote Gateway-Management-Protokollen, die sowohl für Linux-basierte Gateways als auch für ressourcenbeschränkte Embedded-Gateways eignen sollen.

LoRa Basics MAC, der zweite grundlegende Baustein, besteht aus Firmware, die Endgeräteentwickler benötigen, um LoRaWAN-basierte Funkgeräte in Betrieb zu nehmen. Neben einem vollständig LoRaWAN-konformen Protokollstapel bietet es nach Angaben von Semtech eine ereignisgesteuerte Laufzeitumgebung mit Power-Management, Timer-Handling und eine flexible Simulationsumgebung mit Logiktaktgeber, um Debugging und Regressionstests zu erleichtern.

„Zukünftige Schwerpunkte der LoRa Basics Suite sind Firmware-Updates over the air (FUOTA), sowohl auf dem Endgerät als auch auf dem Backend-Server, sowie Data-Science-Notebooks für die Offline-Performance-Analyse“, sagt Hegenderfer.

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