Meilensteine der Elektronik

Lösungen für die Zukunft der Elektrotechnik

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Fertigungstiefe und Knowhow im eigenen Hause

Als global agierendes Unternehmen produziert Phoenix Contact außer in Deutschland und den USA in weiteren acht Ländern. Das Spektrum der rund 60.000 Produkte umfasst Komponenten und Systemlösungen für die Energieversorgung inklusive Wind- und Solarenergie, für den Geräte- und Maschinenbau sowie für den Schaltschrankbau. Ein vielfältiges Programm von Reihen- und Spezialklemmen, Printklemmen und Steckverbindern, Kabelanschlusstechnik und Installationszubehör umfasst zahlreiche innovative Komponenten.

Elektronische Interfaces und Stromversorgungen, Automatisierungssysteme auf Basis von Ethernet und Wireless, Sicherheitslösungen für Mensch, Maschine und Daten, Überspannungsschutz-Systeme sowie Software-Programme und -Tools bieten Errichtern und Betreibern von Anlagen sowie Geräteherstellern umfassende Systeme. Die Märkte der Automobilindus­trie, der regenerativen Energien und der Infrastruktur werden durch ganzheitliche Lösungskonzepte inklusive Engineering-, Service- und Trainingsleistungen gemäß ihrer spezifischen Bedürfnisse betreut.

Was Phoenix Contact von vielen Marktbegleitern unterscheidet, ist die hohe Fertigungstiefe und das damit einhergehende breite Knowhow im eigenen Hause. Die Strategie, über Jahrzehnte mehr auf In- als auf Outsourcing zu setzen, hat sich in vielfacher Hinsicht als richtig erwiesen. So verfügt das Unternehmen über einen eigenen Werkzeug- und Maschinenbau. Von den Schrauben für Reihenklemmen über Kunststoff- und Metallteile bis hin zur hochautomatisierten Montagemaschine wird alles in hoher Qualität selbst gefertigt. „So sichern wir einerseits unsere wirtschaftliche und technologische Unabhängigkeit und erhalten den Gestaltungsraum“, so Josephs. „Andererseits gewährleisten wir, wofür Phoenix Contact steht: hohe Qualität bis ins kleinste Detail.“

Durch die hohe Fertigungstiefe ergeben sich vielfältige Aufgaben und interessante Fragestellungen innerhalb des Unternehmens. Gerade im Hinblick auf Industrie 4.0 ist dieser Aspekt von großer Bedeutung – Phoenix Contact ist dabei Anwender und Anbieter gleichermaßen. Josephs: „Was wir in unserem weltweiten Produktions-Netzwerk auf eigenem Knowhow und mit eigenen Produkten entwickeln und einsetzen, können wir als industrielle Lösung schneller und besser am Markt verkaufen.“

Die Automatisierung der Automatisierung

So sieht sich Phoenix Contact gut aufgestellt – in einer Welt, die sich immer schneller verändert, die digitaler, intelligenter und flexibler wird. Dabei weisen Initiativen wie Industrie 4.0, Industrial Internet Consortium (IIC) oder China Manufacturing 2025 wichtige Wege, wie sich die Digitalisierung für das Unternehmen auswirken wird. Neu ist das Thema dort nicht – im Bereich Automatisierungstechnik wurde schon vor mehr als zehn Jahren der Slogan „IT-powered Automation“ geprägt. Schon seinerzeit war man überzeugt, dass die Steuerungstechnik wesentliche Aspekte der Digitalisierung unterstützen müsse.

Zudem müsse sie neben der klassischen SPS-Funktionalität Kommunikationsschnittstellen bieten, über die sie nahtlos in IT-Strukturen integriert werden kann. „Intern kursierte auch der Begriff von der Automatisierung der Automatisierung, und seitdem sehen viele Kollegen den enormen Produktivitätsschub, den die Digitalisierung hier mit sich bringt“, erinnert sich Josephs. „In gewisser Weise schließt sich hier ein Kreis, weil die Digitalisierung selbst ja auch als Automatisierung begonnen hat – als Automatisierung der Rechenoperationen.“

Um die Digitalisierung in die intelligente Produktion von morgen zu wandeln, ist Phoenix Contact in der Plattform Industrie 4.0 von Beginn an aktiv. Dieses Gemeinschaftsprojekt der deutschen Wirtschaftsverbände BITKOM, VDMA und ZVEI setzt das Zukunftsprojekt der Bundesregierung um. In weiteren Technologienetzwerken und international führenden Gremien gestaltet das Unternehmen zentrale Themen mit. Außerdem wurde das Thema frühzeitig vom Kopf auf die Füße gestellt – etwa im Technologienetzwerk Smart Engineering and Production 4.0: Die Firmen Eplan, Rittal und Phoenix Contact erarbeiten den durchgängigen, automatisierten Prozess vom digitalen Artikel über das Engineering bis hin zur Produktion. Denn die Basis für die intelligente Produktion von morgen ist die Verwendung einer einheitlichen digitalen Beschreibung.

Im Rahmen des Spitzenclusters it‘s OWL entstand die „Automation für wandlungsfähige Produktionstechnik“ (AWaPro). Die individuelle Bestückung von Tragschienen mit Reihenklemmen passt sich flexibel an sich ändernde Herstellungsverfahren an. Die Datendurchgängigkeit vom Engineering-Tool bis zur Qualitätskontrolle sowie die wandlungsfähige Produktion machen alle Vorteile der Massenfertigung für die individuelle Produktion nutzbar – bis hinunter zur Stückzahl eins.

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