LNF2018: Wie bestückt man ein Staubkorn?

Redakteur: Dr. Anna-Lena Gutberlet

Am 13. April 2018 öffnen zahlreiche Forschungsinstitute und Unternehmen in Österreich im Rahmen der Langen Nacht der Forschung ihre Türen. So auch Ginzinger electronic systems. Dort erfahren Interessierte vieles über die Entstehung von komplexer Elektronik.

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Dank der neuen Bestückungslinie von Fuji kann Ginzinger electronic systems Bauteilgrößen von 0,2 x 0,1mm bestücken.
Dank der neuen Bestückungslinie von Fuji kann Ginzinger electronic systems Bauteilgrößen von 0,2 x 0,1mm bestücken.
(Bild: Ginzinger)

Von der Produktentwicklung, über die Bestückung und Montage, bis hin zum Testen der Baugruppen vor dem Versand - das "Rundum-Sorglos-Paket", das Ginzinger electronic systems gewöhnlich für seine Kunden schnürt, dient den Besuchern als Wegweiser durch das Firmengebäude. An verschiedenen Stationen werden Einblicke in die Welt der Elektronik ermöglicht.

Highlights werden dabei vor allem die Bereiche mit den neuesten technischen Schmankerln sein. Dazu gehört ein Röntgengerät, welches zu den besten seiner Klasse gehört und mit einer 6,7 Megapixel Kamera und einer Auflösung von 0,1 μm ermöglicht, versteckte Lötstellen oder vergossene Bauteile auf relevante Qualitätsmerkmale zu überprüfen.

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Richtig schnell und richtig winzig wird es dann in der Produktion. Die stetig fortschreitende Miniaturisierung von elektronischen Komponenten erfordert immer kleinere Bauteile. Dank der neuen Bestückungslinie von Fuji bestückt Ginzinger electronic systems ab sofort Bauteilgrößen von 0,2 x 0,1mm, also kleiner als ein Staubkorn. Und das mit einer Geschwindigkeit von bis zu 70.000 Teilen pro Stunde.

Am Ende des Rundgangs, wenn die Baugruppen vor dem Versand entsprechend der Anforderung des Kunden getestet und geprüft werden, erhält jeder Besucher als Geschenk ein elektronisches „4-Gewinnt“-Spiel. Dieses wurde eigens für die Lange Nacht der Forschung entwickelt und produziert. Ein bisschen was dafür tun muss man allerdings schon: Nach erfolgreichem Test und Zusammenbau kann das Souvenir vom Besucher als Erinnerung mit nach Hause genommen werden.

Bereits zum achten Mal findet das große österreichische Forschungsevent statt. Alle zwei Jahren können sich Besucherinnen und Besucher bei freiem Eintritt mit aktuellen Themen, die viele Lebensbereiche betreffen und die Zukunft beeinflussen, auseinandersetzen. Damit bietet die LNF18 Gelegenheit, spannende Entwicklungen und neueste Technologien hautnah zu erleben.

Das von den österreichischen Bundesministerien für Wissenschaft und Technologien finanzierte Event soll bei Schülern, Familien und der regionalen Öffentlichkeit Interesse für Grundlagenforschung und Technologien von Morgen wecken.

Die Lange Nacht der Forschung findet am Freitag, den 13. April von 17:00 bis 23:00 Uhr statt. Für den Besuch der teilnehmenden Institute und Unternehmen stehen kostenlose Shuttle-Busse zur Verfügung.

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