Mercedes Lkw-Bremsassistenzsystem mit dem FuturAuto-Award ausgezeichnet

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Das Sicherheitssystem „Active Brake Assist 2“ des Mercedes-Benz Actros wurde von belgischen Motorjournalisten mit dem renommierten Preis „FuturAuto 2011“ ausgezeichnet.

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FuturAuto-Award 2011: Peter Brock, Mercedes-Benz-Chef Belgien/Luxemburg Peter Brock (links) nimmt die begehrte Auszeichnung vom BJAP/UJPA-Präsidenten Jan Muyaert entgegen (Bild: Daimler)
FuturAuto-Award 2011: Peter Brock, Mercedes-Benz-Chef Belgien/Luxemburg Peter Brock (links) nimmt die begehrte Auszeichnung vom BJAP/UJPA-Präsidenten Jan Muyaert entgegen (Bild: Daimler)

Der FuturAuto-Award wird jährlich für innovative Entwicklungsleistungen auf dem Sektor Fahrzeugsicherheit, Kraftstoffreduzierung, Umweltschutz und Fahrzeugkomfort vergeben. Insgesamt sind dieses Jahr 17 Vorschläge eingereicht worden, wovon fünf von der Jury nominiert wurden.

Bremsassistent macht Lkws noch sicherer

Anlässlich der Preisverleihung bezeichnete Hubertus Troska, Mercedes-Benz Lkw-Chef, die zweite Generation des Active Brake Assist als einen weiteren konsequenten Entwicklungsschritt in Richtung erhöhte Verkehrssicherheit: „Mit diesem Assistenzsystem, das nun sowohl vorausfahrende als auch stehende Hindernisse erkennen kann, haben wir unseren Actros, den sichersten Lkw der Welt, noch sicherer gemacht.“

Unfallrate im Feldversuch um 50 Prozent reduziert

Bereits die erste Generation des Active Brake Assist bewies schon vor ihrer Markteinführung im Jahr 2006 ihr enormes Sicherheitspotential. Die Bilanz eines Feldversuches mit 1000 Actros-Sattelzügen ergab nach 100 Millionen Testkilometern, dass die Unfallrate der Fahrzeuge, die mit dem neuen Sicherheitssystem ausgerüstet waren, sich um 50% reduzierte.

Die neue Generation kann noch mehr

Das aktive Sicherheitssystem der jüngsten Generation hält automatisch den vorher eingestellten Sicherheitsabstand zum Vordermann ein und bremst bei Gefahr eines Auffahrunfalles automatisch vor langsamer vorausfahrenden Hindernissen. Der Active Brake Assist 2 erkennt auch stehende Hindernisse, z.B. das Ende eines Verkehrsstaus und leitet selbstständig eine Bremsung ein, wenn der Fahrer nicht reagieren sollte.

Hinderniserkennung bis auf 150 Meter

Der Active Brake Assist 2 basiert auf einem neuen scannenden Radarsystem. Dieses tastet einen Bereich von 1 bis 150 m in der Spur vor dem Lkw ab und ermittelt fortlaufend den Abstand und die Differenzgeschwindigkeit zu einem vorausfahrenden Fahrzeug beziehungsweise zu einem stehenden Hindernis. Ist ein Unfall bei unveränderter Fahrweise unvermeidlich, wird der Fahrer zunächst optisch und dann akustisch gewarnt. Bei einer Verschärfung der Situation reagiert das System mit einer Abbremsung des Fahrzeuges.

Bewährte Rardartechnik

Der Active Brake Assist 2 arbeitet dank bewährter Radartechnik wie bisher unbeeinflusst von Witterungs- und Lichtverhältnissen. Auch ist er im ganzen Geschwindigkeitsbereich von 8 km/h bis zum Einsatz des Begrenzers bei 89 km/h aktiv. Der Active Brake Assist kann Unfälle zwar nicht immer verhindern, er verringert jedoch durch den automatischen Bremseingriff die Kollisions-geschwindigkeit und damit die Unfallfolgen ganz erheblich.

Niedrigere Versicherungsprämie

Die Verbesserung der Verkehrssicherheit durch moderne Fahrer-Assistenz-systeme bestätigen aktuelle Unfallforschungsergebnisse. So hat beispielsweise die DEKRA festgestellt, dass dadurch die Unfallhäufigkeit von Lkw in Deutschland seit 1970 um über 70% zurückgegangen ist. Der Active Brake Assist gehört dabei zu den effizientesten Sicherheitssystemen. Das honorieren inzwischen auch verschiedene Versicherungsgesellschaften und gewähren Prämiennachlässe für Nutzfahrzeuge, die mit solchen Sicherheitstechniken ausgestattet sind.

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