Line Scan Bar für hohe Datenraten und geringen Montageaufwand

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Praxis-Vorzüge gegenüber konventionellen Zeilenkameras

Im Vergleich zu Zeilenkamerasystemen sind Line Scan Bars einfacher zu installieren: Sie werden aufgrund ihres exakt definierten Arbeitsabstands von 12 mm sehr nahe über der zu prüfenden Oberfläche montiert und benötigen somit erheblich weniger Platz. Die gesamte LED-Beleuchtung und die Optik sind bereits integriert, was den Installationsaufwand ebenfalls reduziert. Zudem ermöglichen diese Produkte die Aufnahme von nahezu verzerrungsfreien Bildern, da die eingesetzten langen Zeilensensoren die Prüf-objekte im Maßstab 1:1 abbilden.

Zu den Vorzügen der Line Scan Bars zählt außerdem ihr kompaktes Format, das die Anforderungen vor allem aus der Druckindustrie perfekt erfüllt. Bei größeren Materialbreiten können mehrere Sensoren nebeneinander angeordnet werden, wodurch eine nahtlose Bilderfassung über die gesamte Breite sichergestellt ist.

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Bahn-Geschwindigkeiten von über 1200 Metern pro Minute

Die aktuellen Line Scan Bars von Mitsubishi Electric stehen in zwei Serien zur Verfügung: Die Modelle der AX-Serie arbeiten mit Breiten von 309 mm, 617 mm und 926 mm mit bis zu 21.888 Bildpunkten, sind mit CameraLink-Schnittstellen ausgestattet und für viele Anwendungen hervorragend geeignet.

Für sehr hohe Prüfgeschwindigkeiten sind die Modelle der CX-Serie noch leistungsfähigere Alternativen mit Breiten von 367 mm, 587 mm und 807 mm. Auflösungen sind bis 19.008 Pixel möglich.

Die sehr schnelle Datenausgabe übernehmen ein oder zwei integrierte CoaxPress-Schnittstellen. Mit diesen Highspeed-Modellen lassen sich Oberflächen mit enormen Geschwindigkeiten bis zum Rand hin verzerrungsfrei scannen. In der maximalen Auflösung von 600 dpi erlauben die CX-Modelle die Überprüfung von Oberflächen in einem Tempo von bis zu 138 m pro Minute.

Die häufig genutzte Auflösung von 300 dpi ermöglicht zuverlässige Inspektionen bis 450 m pro Minute, bei 150 dpi sind sogar über 1200 m pro Minute realisierbar.

In beiden Serien stehen Modelle mit RGB- und Monochrom-Sensoren zur Verfügung. Für Anwendungen, die eine spezielle Beleuchtungsart oder nur ein Backlight erfordern, hat Mitsubishi Electric zudem Versionen ohne integrierte Beleuchtung entwickelt.

Vielfältige Einsatzgebiete der Line Scan Bars

Typische Anwendungsbereiche für Line Scan Bars finden sich in der Druckindustrie und im Bereich der Folien- und Filminspektion, wo sie der Erfassung von Oberflächenfehlern auf Papier, Kunststofffolien, Textilien, Banknoten und sogar der Inspektion von Hologrammen dienen.

Als einer der weltweiten Marktführer im Bereich Papierverarbeitung nutzt unter anderem das Schweizer Unternehmen Hunkeler AG die Line Scan Bars von Mitsubishi Electric für seine Produkte. Darüber hinaus eignen sie sich für die Oberflächeninspektion von Holz, Glas und anderen Werkstoffen und können auch als Herzstück automatisierter optischer Inspektionssysteme für gedruckte Schaltungen eingesetzt werden. In der Elektronikfertigung gibt es weitere Anwendungsmöglichkeiten, beispielsweise zur Leiterplattenprüfung oder in der Photovoltaik-Industrie zur Inspektion von Solarzellen.

Die Verpackungsbranche ist ebenfalls ein vielversprechender Markt für Line Scan Bars. Die dort verarbeiteten Basismaterialien für Verpackungen sind häufig bahnförmig, beispielsweise Druckbögen aus Papier, Folien oder Aluminiumbänder, und haben somit ebenfalls geeignete Formate, um mit Hilfe der hier vorgestellten Sensoren überprüft zu werden.

Diese Line Scan Bars zählen zu den wichtigsten und technisch interessantesten Produkten, die STEMMER IMAGING vertreibt. Sie stellen dennoch nur einen Ausschnitt des Angebots dar; die Bilderfassungskomponenten reichen von der Beleuchtung über Kameras und Optiken bis zur Software. Der in Europa größte Lieferant von Bildverarbeitungstechnologien unterstützt darüber hinaus auch mit allen erforderlichen Dienstleistungen, die zur Realisierung einer Bildverarbeitungslösung erforderlich sind.

* Peter Stiefenhöfer ist Fachredakteur Bildverarbeitung bei PS Marcom Services, Olching.

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