Leuchtensystem Hue Licht mit App steuern – von Nachrichten-Funktion bis standortbasierte Beleuchtung

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Philips macht sein Leuchtensystem Hue intelligenter: In der Version 1.1 lässt sich das Licht nicht nur als Nachrichtenfunktion nutzen, sondern auch für eine standortbasierte Beleuchtung verwenden.

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Licht via App steuern: Philps präsentiert die Version 1.1 seines Leuchtensystems Hue
Licht via App steuern: Philps präsentiert die Version 1.1 seines Leuchtensystems Hue
(Philips)

Apps nehmen immer mehr Einfluss auf unser Leben. Mit ihnen lassen sich nicht nur messtechnische Aufgaben lösen, sondern auch das Licht in unserer Wohnung steuern. Der niederländische Elektronikkonzern Philips verspricht in seiner neuen Version 1.1 seiner digitalen Lichtlösung Hue noch mehr Verbesserungen. So kann Hue beispielsweise auf Wetterumschwünge reagieren, auf wichtige E-Mails hinweisen oder Torstimmung verbreiten.

Das kostenlose Update der Hue App auf Version 1.1 bringt zudem praktische Automatisierungsfunktionen, mit denen Nutzer ihr Beleuchtungssystem orts- und zeitabhängig in den Alltag integrieren können. Viele der Neuerungen basieren auf Wünschen und Vorschlägen aus der wachsenden Fan- und Entwickler-Gemeinschaft. Das vernetzte LED-Beleuchtungssystem kontrolliert, gestaltet und macht Licht erlebbar.

Was ist neu in Hue 1.1?

Wenn das Licht auf Nachrichten reagiert

Die Hue App in der Version 1.1 kann per Smartphone oder Tablet mit selbst ausgewählten Internetdiensten interagieren. Zum Beispiel kann Hue das Farbambiente bei aufkommendem Regen ändern und per Blinkzeichen auf dringliche E-Mails, Facebook-Nachrichten oder Tweets von bestimmten Personen hinweisen. Sportfans können ihr Wohnzimmer in Vereinsfarben erstrahlen lassen, sobald ihre Mannschaft ein Tor schießt. Auch die Veränderung von Aktienkursen ist visualisierbar. Ermöglicht werden die neuen Funktionen durch eine Partnerschaft mit dem Internet-Automatisierungsdienst IFTTT (If This Then That).

Dank Zeitplanfunktion und automatisierten Programmen kann Hue sich ab sofort noch besser auf den individuellen Tagesablauf einstellen – ohne, dass man Einstellungen täglich neu vornehmen müsste. Morgens erleichtert ein sanft aufdimmender Sonnenaufgang das Aufstehen. Im Büro oder während der Hausaufgaben fördert ein entsprechendes Lichtrezept die Konzentration. Bei einsetzender Dämmerung kann Hue das Licht automatisch heller dimmen und mit einer warmen Entspannungsbeleuchtung zu später Stunde Ruhe einkehren lassen. Während des Urlaubs lässt die automatische Regelung das Haus bewohnt erscheinen.

Weitere Apps dank eines offenen Systems

Integriert wurde eine Geofencing-Funktion. Damit lässt sich der Standort des Smartphones oder Tablets erkennen, beispielsweise um die Beleuchtung automatisch an- oder auszuschalten, sobald man sein Zuhause verlässt beziehungsweise heimkehrt. Dazu muss man nicht einmal das Smartphone aus der Tasche nehmen. Ebenfalls automatisch anpassbar ist das Farbambiente.

Nicht nur Philips, sondern eine weltweite Entwicklergemeinde erweitert das Funktionsspektrum des Lichtsystems kontinuierlich weiter. Neben der Integration von Hue in andere Produkte und Dienstleistungen sind bereits über dreißig Drittentwickler-Apps erschienen, seit Philips am 11. März offene Schnittstellen und ein Software-Entwicklungs-Programm veröffentlicht hat. Das Spektrum reicht von einer Hue-Disco über eine Sprachsteuerung bis zur Visualisierung des eigenen Pulses beim Heimsport .Eine App, die die Filmstimmung vom TV-Schirm auf den gesamten Raum erweitert, gibt es bereits. Die weiteren für Hue entwickelten Apps sind über den App-Store oder meetHue.com erhältlich. In den nächsten Monaten ist geplant, das Hue-System um weitere Lampentypen zu vergrößern.

ZigBee lässt Leuchten mit anderen Geräten kommunizieren

Über den ZigBee LightLink-Standard können Hue-Leuchten nicht nur miteinander, sondern auch mit anderen Geräten auf ZigBee-Basis interagieren. Zum Beispiel mit Philips Living Colors ab der zweiten Generation oder mit Bewegungsmeldern und Thermostaten. Dabei bieten sie eine breite Signalpalette und verbrauchen im Standby-Modus erheblich weniger Energie als herkömmliche WiFi-Systeme.

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