Solarthermie- und Photovoltaikanlagen Leoni ist jüngstes Mitglied im Desertec-Konsortium

Redakteur: Kristin Rinortner

Leoni ist am 4. Juli 2012 dem Desertec-Konsortium als Verbund-Partner beigetreten. Damit ist das Unternehmen Teil des internationalen Firmennetzwerks der Industrieinitiative Dii, die die Vision für Wüstenstrom verwirklichen will. Das Unternehmen bringt Knowhow und Dienstleistungen bei Kabelsystemen ein.

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Strom aus der Wüste: Kabelhersteller Leoni ist heute dem Desertec-Konsortium beigetreten
Strom aus der Wüste: Kabelhersteller Leoni ist heute dem Desertec-Konsortium beigetreten
(Bild: DLR, CC-BY 3.0)

Die Industrieinitiative Dii setzt sich für die Entwicklung eines Marktes für Wüstenstrom ein, um Nordafrika, den Nahen Osten und Europa (EUMENA-Region) mit sauberer Energie zu versorgen. Als führender Anbieter von Kabeln und Kabelsystemen bringt Leoni Produkte und Dienstleistungen in die Dii ein, die dabei helfen, die Effizienz von Solarthermie- und Photovoltaik-Kraftwerken zu erhöhen.

„Wir freuen uns, dass Leoni, der größte Arbeitgeber in Tunesien, neuer assoziierter Partner unserer Initiative ist“, betont Paul van Son, Geschäftsführer der Dii. „Das Unternehmen kann einen wertvollen Beitrag dafür leisten, dass die Baukosten der geplanten Kraftwerke sinken.“ Ziel ist, für die EUMENA-Region bis 2050 ein nachhaltiges, zuverlässiges und bezahlbares Stromversorgungssystem auf Basis erneuerbarer Energien aufzubauen.

„Leoni hat mehr als drei Jahrzehnte Erfahrung mit seinen Standorten in Nordafrika und beschäftigt in der Region derzeit rund 25.000 Mitarbeiter. Nicht zuletzt deswegen sind wir sicher, dass wir uns gewinnbringend in das Desertec-Projekt einbringen können“, erklärt Dr. Klaus Probst, Vorstandsvorsitzender der Leoni AG.

75 Prozent weniger Installationskosten

Der Konzern bietet für alle Arten regenerativer Stromerzeugung die passenden Energie- und Steuerungskabel an. Seit kurzem rüstet Leoni Solarthermieanlagen aus – und zwar mit mehrheitlich konfektionierten Kabelsystemen. Deren großer Vorteil: Sie sind plug-and-play-fähig. Da sie industriell vorgefertigt werden, lassen sie sich auch von ungelernten Arbeitern zügig verbauen. Das nimmt einerseits nur halb so viel Zeit in Anspruch, die Kabel im Werk abzulängen, zu schneiden und mit Steckverbindern zu versehen, als in der meist ungemütlichen Umgebung eines Solarkraftwerkfelds. Andererseits sind die Lohnkosten in der Fabrik niedriger als bei der Installation im Feld. In Summe sinken die Konfektionierungs- und Installationskosten um rund 75 Prozent.

Auch für Photovoltaikanlagen steht eine breite Produktpalette zur Verfügung; diese reicht von Solarflachdrähten zur Verkettung einzelner Modulzellen und -strings über Anschlussboxen für komplette Panels bis zu Installationsleitungen zur Verbindung der Panels mit den Wechselrichtern.

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