Leistungsschub: Fujitsu-Boards für Intels Coffee-Lake-CPUs Gen.8

| Redakteur: Margit Kuther

Fujitsu D3646-S: ATX-Board mit sieben Erweiterungsslots
Fujitsu D3646-S: ATX-Board mit sieben Erweiterungsslots (Bild: Fujitsu)

Die neuen Mainboards der Fujitsu Industrial Series und Extended Lifecycle Series meistern jetzt auch Intels Prozessoren Core i3, i5 und i7-CPUs der 8. Generation („Coffee Lake“).

Fujitsus neue Modelle meistern Intels aktuelle Prozessoren der achten Generation („Coffee Lake“). Im Vergleich zu Intels siebter Generation („Kaby Lake“) stehen beim Core i7 und i5 sechs statt bisher vier und beim i3 vier statt bisher nur zwei Kerne zur Verfügung. Dank des LGA1151 CPU-Sockels sind alle neuen Fujitsu Mainboards hinsichtlich CPU-Performance, der Leistungsaufnahme und auch dem Systempreis flexibel skalierbar.

Die achte Generation der Intel Core-Technologie basiert neben den neuen CPUs auch auf einer Vielzahl neuer Chipsätze. Diese sind zwar Pin-kompatibel, weisen jedoch funktionelle Unterschiede auf. Die Fujitsu-Mainboards sind mit den Chipsätzen H310, B360, Q370 und C246 verfügbar und eignen sich ideal für professionelle Desktop- und Workstation-Hersteller sowie für Industrie-Kunden. Welche Vorzüge Intels neue Embedded-CPUs im Detail bieten, lesen Sie im Beitrag: Intel inside: Die Vorteile der Embedded-CPUs (Gen. 8) für den Industrie-Einsatz.

Extended Lifecycle Series für semi-industrielle Anwendungen

Die Extended Lifecycle Series von Fujitsu für Coffee-Lake-Prozessoren besteht aus vier Modellen. Das D3642-B mit Q370 Chipsatz, das D3643-H mit B360 Chipsatz sowie das D3644-B mit C246 Chipsatz stehen im Micro-ATX Format zur Verfügung. Hinzu kommt das D3674-B im Thin-Mini-ITX Format, das mit einem H310 bestückt ist, dem kostengünstigsten Chipsatz aus Intels achter Generation. Typische Einsatzgebiete der Mainboards aus der Extended Lifecycle Series sind Workstations, Systeme in der Medizintechnik, Bedienterminals, digitale Mischpulte sowie Panel-PCs (HMIs).

Ein Qualitätsmerkmal der Fujitsu Extended Lifecycle Series ist die erweiterte Verfügbarkeit. Alle Mainboards sind mindestens drei Jahre lang erhältlich. Zudem sind sie für den Dauerbetrieb bei Temperaturen von 50 °C ausgelegt. Damit kommen die Boards auch für den Einsatz in rauen Umgebungen in Betracht.

Industrielle Mainboards für anspruchsvolle Aufgaben

Für besonders fordernde Aufgaben im industriellen Umfeld sind vier neue Mainboards der Industrial Series von Fujitsu vorgesehen. Auch sie stehen in mehreren Formfaktoren zur Verfügung: das D3633-S mit Q370 Chipsatz und das D3634-S mit H310 Chipsatz im kompakten Mini-ITX Format, das D3641-S mit C246 Chipsatz als Micro-ATX-Version. Hinzu kommt mit dem D3646-S ein Modell im klassischen ATX-Formfaktor, welches mit sieben Erweiterungsslots zahlreiche Ausbaumöglichkeiten bietet und ebenfalls mit dem C246 Chipsatz ausgestattet ist.

Vielzahl von Zusatzfunktionen

Ebenso wie die bereits verfügbaren Mainboards für Industrie-Rechner und den semi-industriellen Einsatz hat Fujitsu auch die neuen Modelle mit einer breiten Palette von Zusatzfunktionen ausgestattet:

  • Hoch effiziente Spannungsversorgung: Das spezielle Design der Spannungswandler garantiert in allen Betriebsarten eines Rechners einen extrem niedrigen Stromverbrauch. So beträgt die Leistungsaufnahme im Ruhezustand (Idle Mode) eines Systems und bei Einsatz entsprechender Netzteile nur 8 bis 10 Watt.
  • Dreistufige Hardware-Watchdog: Sowohl der Pre-Boot- als auch der eigentliche Boot-Vorgang sowie das Betriebssystem werden über einen integrierten System-Monitoring-Controller überwacht. Bei Problemen mit einer Software führt dieser automatisch einen Neustart durch.
  • Silent Fan: Die intelligente Lüftersteuerung stellt sicher, dass die Lüfter zum einen zuverlässig funktionieren und zum anderen das Gerät so leise wie möglich effektiv gekühlt wird. Dank mehrerer Temperaturmesspunkte auf dem Mainboard werden alle zentralen Komponenten eines Industrie-Rechners wie der Prozessor und Speichermedien stets im optimalen Temperaturbereich betrieben. Auch eine mögliche Leistungsabnahme der Lüfter wird durch regelmäßige Überprüfung beim Booten erkannt und dem Nutzer mitgeteilt.
  • Umfangreiche Sicherheitsfunktionen: Die Mainboards sind mit einem Trusted Platform Module (TPM) ausgerüstet. Außerdem hat Fujitsu das BIOS um Sicherheitsfunktionen erweitert. Dazu zählen ein Schutz vor Boot-Sektor-Viren und die Möglichkeit, ein schadhaftes BIOS aus einem Backup-File wiederherzustellen. Mit dem Tool „EraseDisk“ mit Encryption-Technologie können Administratoren zudem sämtliche Speichermedien wie HDDs und SSDs auf sichere Weise zuverlässig löschen.
  • Kostenlose Tools: Zur Anpassung von BIOS-Default Settings, der LVDS-Settings und der Lüfterkennlinien sowie zur Einbindung von Kundenlogos auf dem Boot-Bildschirm bietet Fujitsu umfangreiche kostenlose Tools wie „SystemGuard“ für professionelle Nutzer.

Entwicklung und Fertigung in Deutschland

Ein Pluspunkt der Fujitsu-Mainboards der Industrial-und Extended-Lifecycle-Serie ist, dass sie in Deutschland entwickelt und gefertigt werden. Dies erfolgt im hoch modernen Werk von Fujitsu in Augsburg. Nutzer haben dadurch die Gewähr, dass sie qualitativ hochwertige Produkte erhalten, die zudem über alle relevanten Zertifizierungen und Zulassungen verfügen. Ein weiterer Vorteil sind die kurzen Wege. Benötigt ein Hersteller von Industrie-Rechnern weitere Boards oder Ersatzkomponenten, erhält er diese innerhalb kürzester Zeit.

Verfügbarkeit

Die Extended-Lifecycle-Modelle D3642-B und D3643-H sowie die Modelle D3646-S und D3641-S aus der Industrial Series von Fujitsu sind voraussichtlich ab Ende Juli erhältlich. Im Laufe des Augusts kommen drei weitere Mainboards auf den Markt: das D3644-B aus der Extended Lifecycle Series mit C246 Express-Chipsatz sowie das D3633-S und D3634-S aus der Industrial Series. Bereits verfügbar ist das D3674-B im Formfaktor Thin Mini-ITX.

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