Smarte Städte

LED-Straßenleuchten mit integrierter LTE/4G-Netztechnik

| Redakteur: Hendrik Härter

LED-Straßenleuchte: Neben ausreichend Licht sorgt der Lightpole Site Slim von Philips Lighting für Netzabdeckung bei LTE/4G.
LED-Straßenleuchte: Neben ausreichend Licht sorgt der Lightpole Site Slim von Philips Lighting für Netzabdeckung bei LTE/4G. (Bild: Philips Lighting)

Philips Lighting hat zusammen mit Ericsson einen Leuchtenmast entwickelt, mit dem sich nicht nur Straßen und Plätze illuminieren lassen, sondern er ist gleichzeitig Wi-Fi-Hotspot.

Mit dem Lightpole Site Slim präsentiert Philips Lighting zusammen mit Ericsson einen Leuchtenmast, der LED-Beleuchtung mit Kleinfunkzellen-Technik für Hochgeschwindigkeits-Breitband-Verbindungen kombiniert. Der Leuchtenmast dient nicht nur als Wi-Fi-Hotspot, der die mobile Netzwerkversorgung in der ganzen Stadt verbessert, sondern gleichzeitig auch als Träger vernetzter Straßenleuchten, die sich mit dem Telemanagementsystem CityTouch per Mobilfunk betreiben und verwalten lassen.

Die 2-in-1-Lösung schafft Licht zur Stadtbeleuchtung und die lückenlose Mobilfunkabdeckung im gesamten Stadtgebiet ohne zusätzlichen Platzbedarf. Dank der Kombination lassen sich vernetzte Immobilien schaffen und mit dem Internet der Dinge zu intelligenten Städten vernetzen.

Lightpole Site entspricht dem in Europa verbreiteten Design von Masten für die Außenbeleuchtung. Mit dem Mast soll sich die LTE/4G-Netzabdeckung verbessern. Möglich wurde die schlanke Mastform durch gemeinsam entwickelte kompakte Antennen für Kleinfunkzellen, die in dem Mast integriert sind, und durch die Small-Cells-Technik von Ericsson.

Neue Standorte für Kleinfunkzellen in öffentlichen Räumen

Der mobile Datenverkehr in Städten wächst rasant: Ericsson prognostiziert in einem Bericht aus dem Jahr 2016, dass sich dieser voraussichtlich bis zum Jahr 2020 verneunfachen wird. Die Netzbetreiber sind deshalb bestrebt, neue Standorte für Kleinfunkzellen in öffentlichen Räumen einzurichten.

Durch vermehrte Anmietung von Standorten für die intelligenten Masten können sie ihre Netzwerke in den Städten verdichten. Nishant Batra, Leiter der Network Infrastructure Produkte bei Ericsson: „Der Philips Lightpole Site mit integrierter Ericsson-Mobilfunktechnik erlaubt es Anbietern, kleine Funkzellen schnell und einfach einzurichten. Dadurch lassen sich große Flächen erschließen, um den Mobilfunkabonnenten eine ausgezeichnete Signalqualität und Konnektivität für mobile Applikationen bereitzustellen, ohne nennenswerte Auswirkungen auf urbane Umgebungen.“

Der Leuchtenmast von Philips ist in unterschiedlichen Längen, Farben und Ausführungen erhältlich. Leuchten lassen sich in verschiedenen Höhen und Positionen befestigen, um für eine gleichmäßige Lichtverteilung auf den Straßen und Wegen zu sorgen. Er lässt sich zudem ergänzend zu vorhandenen Lichtmasten installieren, um nicht einen ganzen Stadtbereich neu auszustatten.

Die Beleuchtung kann mit dem Cloud-basierten Lichtmanagementsystem Philips CityTouch vernetzt werden. Die Steuerung und Verwaltung der Straßenbeleuchtung erfolgt zentral per Mobilfunk. Durch die gleichmäßige Netzversorgung steht nicht nur ausreichend Licht zur Verfügung, auch Störungen werden automatisch gemeldet, Wartungsarbeiten geplant und die Betriebskosten der Anlage erheblich gesenkt.

Der Lightpole Site kann nicht nur für Breitband-Netzwerkdienste genutzt werden, sondern im Zusammenhang mit Sensoren und dem Internet der Dinge auch für andere Anwendungen. Zwei Ansichtsexemplare wurden in Zusammenarbeit mit der Gemeinde L'Hospitalet de Llobregat in der Nähe von Fira Barcelona installiert. Bereits 2016 nutzten die US-Städte Los Angeles und San Jose die Lichtmasten von Philips Lighting und Ericsson.

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