LED-Lichtfasern lassen ein Produkt individuell leuchten

| Redakteur: Hendrik Härter

Mögliche Anwendung: Die Seitenlichtfaser als Griffbeleuchtung. Da die Fasern dünn und flexibel sind, sind auch enge Radien kein Problem und die LED-Fasern liefern eine homogene Leuchtdichte.
Mögliche Anwendung: Die Seitenlichtfaser als Griffbeleuchtung. Da die Fasern dünn und flexibel sind, sind auch enge Radien kein Problem und die LED-Fasern liefern eine homogene Leuchtdichte. (Bild: Mentor)

Mit den LED-Lichtfasern M-Fibre können Anwender ganz individuelle Lichteffekte erzielen. Auch in engen Radien ist eine homogene Leuchtdichte ohne sichtbare Farbabweichungen möglich.

Licht dient nicht nur zur Beleuchtung, sondern ist auch ein gestalterisches Element. Gerede Licht, das direkt im Produkt integriert ist, hat neben der gestalterischen Funktion oft auch einen Sicherheitsaspekt. Mit M-Fibre von Mentor bietet das Unternehmen ein Seitenlichtfasersystem, um ganz kundenspezifische Lichtanwendungen entwickeln zu können. Es besteht aus Lichtfasern, kompakten LED-Modulen und den entsprechenden LED-Treibern. Für Einzelkomponenten ist M-Fibre als schnell verfügbarer Lagerartikel oder als kundenspezifische Applikation erhältlich.

Zum Standardsortiment gehören Seitenlichtfasern mit einer Leuchtlänge von 250 bis 3000 mm. Bis zu einer Leuchtlänge von 1500 mm erfolgt die Lichteinkopplung mit einem LED-Modul, bei größeren Längen mit zwei Modulen von beiden Seiten. Bei den LED-Modulen stehen Weiße und RGB-Farblichtmodule in zwei Leistungsklassen zur Verfügung. Im Inneren des LED-Moduls sorgt eine Präzisionsoptik für die Farblichtmischung und durch Fokussierung für die Qualität des Lichts und Effizienz.

Polymeroptische Einzelfasern werden aktiviert

Die M-Fibre Seitenlichtfasern sind dünn, flexibel und ermöglichen auch in engen Radien eine homogene Leuchtdichte ohne sichtbare Farbabweichungen bei einem Abstrahlwinkel von 360°. Dazu werden in der gewünschten Länge werden polymeroptische Einzelfasern (kurz POFs) aus PMMA aktiviert, d.h. mit individuellen Licht-streuenden Oberflächenstrukturen versehen. Anschließend werden sie zu einem Faserkern gebündelt und mit einer diffusen Hülle ummantelt. Die Aktivierung der Fasern erfolgt je nach Anwendung über die gesamte Länge oder aber nur partiell. Bei einer partiellen Aktivierung werden nur bestimmte Bereiche der Seitenlichtfaser gezielt und verlustoptimiert zum Leuchten gebracht. So wird unerwünschtes Streulicht vermieden und die Effizienz des integrierten Lichtsystems optimiert. Mit dieser Technologie sind darüber hinaus auch Multicolor-Applikationen und Lauflichter oder ähnliche dynamische Lichtszenarien realisierbar.

In Verbindung mit ein- oder mehrfarbigen LED-Modulen für die ein- oder zweiseitige Einkopplung können mit M-Fibre bauraumoptimierte und flexibel zu installierende Beleuchtungslösungen über eine Länge von mehreren Metern realisiert werden. Bei M-Fibre handelt es sich nicht wie bei anderen marktverfügbaren POF-Lösungen um Rollenware oder Standardlösungen, sondern um ein Lichtsystem, das in allen Einzelkomponenten auf die jeweiligen Kundenanforderungen abgestimmt wird. Neben der Flexibilität des Systems und der Lichtqualität sind die Kosten gering und die Entwicklungszeiten kurz. Damit empfiehlt sich die weitestgehend werkzeuglose Technik.

Die Seitenlichtfaser gibt Produktgestaltern und -entwicklern ganz unterschiedliche Möglichkeiten, funktionale aber auch dekorative Linien- oder indirekte Ambientebeleuchtungen zu realisieren. Dabei ist es auch möglich, sie in Freiformflächen zu integrieren. Durch die räumliche Trennung von Lichtquelle und Lichtaustritt kann M-Fibre selbst unter Wasser, im Ex-Schutz- und in der Lebensmittel-Industrie eingesetzt werden. Die Anwendungsfelder für hochwertiges, produkt-integriertes Licht sind vielfältig. Hinzu kommen Automotive, Smart Clothing, Smart Luggage und Maschinen-/ Gerätebau, die Haus- und Gebäudetechnik, Wohn- und Arbeitsmöbel oder Haushaltsgeräte und die Sicherheitstechnik.

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