LED-Leuchten über Bluetooth Mesh vernetzen und mit Sensoren ausstatten

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Welche Vorteile Bluetooth für die Beleuchtung bringt

Eine Beleuchtung auf Basis von Bluetooth lässt sich nicht nur direkt vom Smartphone aus steuern und konfigurieren, sondern ermöglicht auch neue Beleuchtungsfunktionen. Dazu gehören die Näherungserkennung wie die sogenannte „Beacon-Technik“. Hierbei erkennt das Bluetooth-Netzwerk die Position bestimmter Bluetooth-Geräte anhand der Stärke des bei den einzelnen Knoten ankommenden Signals.

Bluetooth-basierte Netzwerke eignen sich für die Näherungserkennung, da die Funkreichweite der einzelnen Knoten – anders als bei anderen Protokollen wie dem EnOcean-Funkprotokoll – sehr gering ist. Dadurch lässt sich die Position eines Senders mithilfe einer dichten Empfängerinfrastruktur sehr präzise bestimmen.

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Die Positionsdaten können für den Aufbau näherungsgesteuerter intelligenter Beleuchtungssysteme genutzt werden. Auf diese Weise ist es beispielsweise möglich, eine voreingestellte Szene zu aktivieren, wenn jemand einen Raum betritt, oder die Beleuchtung so einzurichten, dass sie einer Person auf dem Weg durch ein Gebäude folgt. Auch andere Anwendungen sind denkbar. Wenn die Beleuchtung einer Vitrine in einem Laden oder Museum mit einem Beacon ausgestattet ist, könnten in der App des Händlers bzw. des Museums auf dem Smartphone des Betrachters Informationen zu der ausgestellten Ware oder dem Exponat angezeigt werden.

Die Stromversorgung nicht außer Acht lassen

Für jedes kabellose Gerät ist die Stromversorgung ein wichtiges Thema. Der herkömmliche Ansatz mit primären oder sekundären Batterien ist in großen kommerziellen Gebäuden nicht sinnvoll, in denen Wartung und Ausfallzeiten einen entscheidenden Kostenfaktor darstellen. Das wird rasch deutlich, wenn man bedenkt, dass in großen Bürogebäuden mehr als 10.000 einzelne Sensoren oder Schaltknoten installiert sind, deren Wartung, wie beispielsweise der Batteriewechsel, einen enormen Aufwand bedeuten würde. Batterielose Sensoren und Schalter haben sich seit vielen Jahren als ideale Lösung für dieses Problem bewährt.

Technische Möglichkeiten, wie die Energy Harvesting von EnOcean, ermöglichen bereits seit 2003 den Einsatz von kabel- und batterielosen Geräten. Im Oktober 2016 wurde mit PTM 215B das erste batterielose Schaltmodul für Bluetooth-Low-Energy-Systeme veröffentlicht. Zuletzt hat EnOcean kabel- und batterielose Easyfit-Wandschalter für Bluetooth-Beleuchtungssysteme für den weltweiten Einsatz auf den Markt gebracht.

In Verbindung mit batterielosen Bluetooth-Beleuchtungssystemen von Casambi bieten Easyfit-Wandschalter Beleuchtungsinstallateuren die Vorteile wartungsfreier, frei positionierbarer und gebrauchsfertiger Lösungen mit flexibler Steuerung und intuitiver Bedienung. Die batterielosen Schalter nutzen die kinetische Energie der Tastenbetätigung, um ein Funksignal für das Ein-/Ausschalten und Dimmen der Beleuchtung zu generieren. Zusätzlich können batterielose Sensoren überall dort angebracht werden, wo an der gewünschten Sensorposition kein Stromanschluss zur Verfügung steht.

Einen tieferen Einblick in Gebäudeparameter

Neue Beleuchtungslösungen auf der Grundlage von Bluetooth-Mesh-Netzwerken erlauben eine neue Infrastruktur für IoT-Anwendungen. Mit ihnen lassen sich verschiedene Sensordaten integrieren und visualisieren und bieten auf diese Weise einen wesentlich tieferen Einblick in Gebäudeparameter. Diese Lösungen können mühelos über Mobiltelefone und Tablets gesteuert und konfiguriert werden und lassen sich deshalb sehr intuitiv bedienen. Dank batterieloser Schalter und Sensoren ist ein wartungsfreier Betrieb mit freier Positionierung und einfacher Aufrüstung möglich. Damit ist die Grundlage gelegt, dass sich die LED-Beleuchtung weiterentwickeln kann.

* Matthias Kassner ist Vice President Product Marketing bei EnOcean. Saara Guastella ist Product Marketing Manager bei Casambi.

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