NFC-Baustein LED-Leuchten drahtlos per NFC programmieren

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Dank der drahtlosen Dual-Mode-Konfiguration per NFC und Pulsweitenmodulation lassen sich LED-Leuchten flexibler konfigurieren und programmieren. Dazu haben Osram und Infineon gemeinsam einen NFC-Chip entwickelt.

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LED-Treiber: Osram und Infineon haben gemeinsam an der Familie Optotronic Fit gearbeitet.
LED-Treiber: Osram und Infineon haben gemeinsam an der Familie Optotronic Fit gearbeitet.
(Bild: Infineon)

Hersteller von Licht- und Beleuchtungsanlagen stehen seit Jahren unter einem enormen Preisdruck. Da sind auf der einen Seite weniger komplexe LED-Leuchten und zugleich mehr Funktionen und effizienteres Licht. Allein kann das ein Leuchtenhersteller nicht stemmen, da es hier nicht mehr nur auf das reine LED-Die ankommt. Gefragt ist verstärkt auch Wissen über die Halbleitertechnik.

Jetzt haben sich Osram und Infineon zusammengeschlossen, um die NFC-Programmierung für die Beleuchtungsindustrie zu ermöglichen. Daraus entstanden ist ein erstes Produkt: Optotronic Fit. Die Produkt-Familie nutzt für eine drahtlose Dual-Mode-Konfiguration per Near Field Communication mit Pulsweitenmodulation (PWM) die integrierten Schaltkreise (ICs) NLM0011 und NLM0010 von Infineon.

Lumenausstoß und Constant Lumen Output einstellen

Die Programmierung mit NFC ist eine Technik, die sich gegenüber der zeitaufwendigen klassischen Methode immer mehr durchsetzt, um Widerstände einzustellen. Mit den integrierten CLO-Funktionen (Constant Lumen Output) sparen sie Energie ein, indem sie den Lichtstrom über einen längeren Lebenszyklus konstant halten. Gleichzeitig ist es dank der NFC-Schnittstelle möglich, kosten-effizientere, nicht dimmbare LED-Treiberprodukte zu bauen.

Insgesamt verbessert sich die Betriebseffizienz, indem während der Produktion automatisch Inline oder Batch programmiert wird. Außerdem ist die Optotronic Fit über die gesamte LED-Wertschöpfungskette flexibler und der Lebenszyklus der LED-Leuchten erhöht sich. Grund: Die Leuchtenparameter, wie Lumenausstoß und CLO-Einstellungen, lassen sich während der Installation programmieren. Außerdem ist es möglich, die gewünschten Beleuchtungsanforderungen über die Smartphone-App „Tuner4TRONIC“ von Osram lassen anzupassen.

Es profitieren LED-Treiber- und Leuchtenhersteller, Dienstleister für die Beleuchtung sowie Endanwender:

  • weniger LED-Treibervarianten,
  • vereinfachte LED-Modulauswahl,
  • End-of-Line-Konfiguration und
  • präzise Ausgangssteuerung.

Außerdem sinken die Kosten für Installation, Verkabelung und Wartung. Der Leuchtenhersteller kann diese Funktionen dank der von der App und dem neuen IC bereitgestellten Sicherheitsmerkmale selbständig steuern.

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