LED-Beleuchtung: Bei dieser Leuchte lässt sich jede LED einzeln per App steuern

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Die LEDs lassen sich einzeln ansteuern und auch ein- und ausschalten: Mit dem Beleuchtungssystem Vara sammeln zwei Jungunternehmer aus Dresden noch bis zum 22. März Geld.

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Designelement und über eine App steuerbare LED-Leuchte: Die Leuchte Vara wurde von zwei Jungunternehmer entwickelt.
Designelement und über eine App steuerbare LED-Leuchte: Die Leuchte Vara wurde von zwei Jungunternehmer entwickelt.
(Bild: Holy Trinity)

Wenn heute LED-Leuchten auf den Markt kommen, dann muss eine wesentliche Funktion die sein, dass sich die Leuchte per Smartphone-App steuern lässt. So auch die Leuchte des in Dresden beheimateten Start-ups Holy Trinity.

Hinter dem Namen stehen die beiden Gründer Matthias Pinkert und Karsten Reichel, die das Unternehmen 2011 gegründet hatten. Seit dem 16. Februar läuft eine Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter.com: Die beiden Jungunternehmer wollen bis zum 22. März Geld für die erste Serienfertigung ihres neuartigen Beleuchtungssystems sammeln. Bereits 340 Unterstützer, die mehr als 75.000 Euro zur Verfügung gestellt haben, konnten die beiden in der ersten Woche gewinnen.

LEDs innerhalb einer Leuchte lassen sich einzeln steuern

Die beiden Gründer haben eine Technik entwickelt die es ermöglicht, alle LEDs innerhalb einer Leuchte einzeln anzusteuern sowie ein- und auszuschalten. „Der Vorteil unseres Systems liegt darin, dass Nutzer über eine Smartphone-App den Grad der Beleuchtung steuern, einzigartige Lichteffekte erzeugen und sogar Informationen mittels einzelner LEDs darstellen können“, hebt Mitbegründer Karsten Reichel vor.

„Zusätzlich können durch das einzelne An- und Ausschalten von LEDs bis zu 80 Prozent des Energieverbrauchs gespart werden.“ Das entwickelte Lichtsystem trägt den Namen Vara und beruht auf der Idee, jede einzelne LED einzleln anzusteuern. Im Jahr 2011 wurde die Technik von Holy Trinity als Patent angemeldet.

Leuchten aus dem bestehenden Portfolio von Holy Trinity werden bereits in Büros in Berlin, Tokio und Mexiko genutzt. Das Interesse an dem neuartigen Beleuchtungssystem ist weltweit groß. Neben vielen deutschen Förderern, konnten Matthias Pinkert und Karsten Reichel unter anderem Unterstützer aus den USA, Kanada, Singapur, Hong Kong, Taiwan, Brunai und Malaysia gewinnen.

Das System ist modular gestaltet und besteht aus verschiedenen Komponenten. So kann aus einer schlanken LED-Schiene und einem runden Grundkörper eine Tischleuchte, eine Stehleuchte, eine Wandleuchte oder eine Pendelleuchte entstehen. Die LED-Schiene allein kann auch in Möbeln und im Bereich der Innenarchitektur verwendet werden.

Alle Produkte werden bei deutschen Partnerunternehmen hergestellt, die nach zertifizierten Qualitätsstandards arbeiten. Die Leuchte besteht überwiegend aus Aluminiumkomponenten und wird durch eine Pulverlackierung veredelt. Das Lichtsystem „Luxus Vara“ ist zusätzlich gold-galvanisiert.

Unterstützer sollen honoriert werden

„Natürlich soll die Unterstützung auch honoriert werden“, betont Matthias Pinkert. „Deshalb stellen wir für bestimmte Spendensummen auch kostenfrei Produkte unserer ersten Serienproduktion zur Verfügung.“ So erhalten beispielsweise die ersten 100 Unterstützer, die mindestens 99 Euro gespendet haben, bei einem erfolgreichen Abschluss der Crowdfunding-Kampagne eines der ersten in Serie gefertigten Leuchtensysteme im Wert von 249 Euro.

Hier gelangen Sie zu den Leuchten von Holy Trinity (externer Link)

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