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Elektronische Schutzschalter Lastkreise schnell und selektiv mit galvanischer Trennung sichern

Autor / Redakteur: Tobias Prem * / Gerd Kucera

Beim Überschreiten der zulässigen Strombelastbarkeit eines Leiters trennt der elektronische Schutzschalter ESS30S beim 1,2-fachen Nennstrom innerhalb 500 ms und innerhalb 150 ms bei Kurzschluss.

Bild 1: Der steckbare, elektronische Schutzschalter ESS30-S (Modul oben links) mit galvanischer Trennung auf dem Stromverteilersystem Modul 18plus.
Bild 1: Der steckbare, elektronische Schutzschalter ESS30-S (Modul oben links) mit galvanischer Trennung auf dem Stromverteilersystem Modul 18plus.
(Bild: E-T-A/Fotolia)

Den selektiven Überstromschutz regeln zahlreiche internationale Normen. So fordern die derzeit anwendbaren Vorschriften für Schalt- und Steuerschränke im Maschinen- und Anlagebau Überstrom-Schutzgeräte mit galvanischer Trennung. Der elektronische Schutzschalter vom Typ ESS30-S ist ein neuartiger „Low Energy Breaker“. Er präsentiert sich als normenkonforme Kombination aus mechanischem Schutzschalter und elektronischer Überstromsicherung. Gleichzeitig tragen auch Anschluss- und Verdrahtungstechnik allen Anwenderforderungen Rechnung.

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Als Nachfolger des bestehenden Schutzschalters ESS20 besitzt der Typ ESS30-S über komplett neue Schaltungskonzepte. Diese reduzieren bei nur 2/3 der bisherigen Einbauhöhe die Stromaufnahme und die Gesamt-Verlustleistung um ca. 30%. Damit ist er qualifiziert für den Einbau in kleine, dezentrale Energieverteiler. Die niedrige Verlustleistung aller eingebauten Komponenten bei gleichzeitig hoher Packungsdichte sorgt für eine reibungslose Funktion, auch dann, wenn die Umgebungstemperaturen außerhalb des Energieverteilers bis auf 45 °C steigen.

ESS30-S sorgt für zusätzliche Sicherheit bei der Absicherung von 24-VDC-Komponenten in der Automatisierungstechnik. Gleichzeitig verhindert er gefährliche Anlagenzustände. Durch umfassende Zulassungen eignet er sich für den Einsatz in Werkzeugmaschinen oder verketteten Bearbeitungszentren sowie allen international eingesetzten Maschinen der Verpackungstechnik.

Als Schutzschalter erfüllt das Gerät eine zentrale Forderung der Factory Automation; dies gilt für die Fahrzeug-Produktion ebenso wie für die Prozess-Automatisierung von Chemieanlagen und Stahlwerken oder die Feldebene des Kraftwerksbereichs.

Galvanische Trennung verhindert Rückspeisung

Die galvanische Trennung verhindert nach Handabschaltung oder Auslösung jegliche Rückspeisung von der Lastebene auf die 24-VDC-Steuerspannung. Im ESS30-S ist die Trennung durch die Integration eines elektromechanischen Schutzschalters realisiert. Im Fehlerfall schaltet der Typ ESS30-S den Überlaststrom beim 1,2-fachen Nennstrom innerhalb von 500 ms ab, im Kurzschlussfall sogar innerhalb von 150 ms.

Die galvanische Trennung erfolgt nach 5 s. Eventuelle gefährliche Anlagenzustände sind dadurch vollkommen ausgeschlossen und eine fehlerbedingte Rückspeisung auf die 24-VDC-Steuerspannung damit unterbunden. Das 12,5 mm breite Gerät besitzt über integrierte Signalkontakte wie Öffner, Schließer oder Wechsler. Diese melden bei Überstromabschaltung zuverlässig den Zustand des Lastkreises an die Steuerung, was die Fehlersuche erleichtert und für kürzere Stillstandzeiten sorgt.

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