Produktkennzeichnung

Lasermarkierung für Schablonen

| Redakteur: Franz Graser

Die Anlage gibt alle gängigen Barcodes und Data-Matrix-Codes aus, die mit dem Scanner schnell lesbar sind.
Die Anlage gibt alle gängigen Barcodes und Data-Matrix-Codes aus, die mit dem Scanner schnell lesbar sind. (Bild: Photocad)

Die Beschriftung von dünnen und empfindlichen Materialien birgt durch thermische Emissionen oft das Risiko von Verformungen. Die Markierung von SMD-Schablonen, die für den Lotpastendruck eingesetzt werden, ist zur Identifizierung jedoch unerlässlich.

Techniken wie Beschriften auf der Schneidanlage, Etikettieren, Gravieren oder Ätzen sind zeitaufwändig und umständlich. Der Berliner Schablonenhersteller Photocad hat deshalb für die Laserbeschriftung eine Anlage von Acsys in Betrieb genommen. Die Piranha III S FL20 versieht die Schablonen mit einer Beschriftung, die sich nicht ablöst. Die Feinpositionierung übernimmt das Live-Kamerasystem der Anlage. Die Lasertechnik verhindert zudem Deformierungen der Schablone. Mit der Lösung verkürzt sich die Dauer für das Aufbringen der Markierung um bis zu 80 Prozent.

Bereits 2005 schaffte Photocad ein erstes Laserbeschriftungssystem für das Markieren der Schablonen an. Die damaligen Laseranlagen waren mit ihrer hohen Leistung und Präzision jedoch in erster Linie dafür ausgelegt, Edelstahlbleche zu durchschneiden. „Für das Markieren musste die Leistung dann gedrosselt und die Geschwindigkeit reduziert werden. Mit der zunehmenden Fertigung von SMD-Schablonen zeigte sich, dass der zeitliche Aufwand für das Markieren einen immer höheren Stellenwert einnahm“, erklärt Meyer die Neuanschaffung der Laserbeschriftungsanlage Datronik LBS 300.

Doch auch dieses Gerät stieß in den letzten Jahren immer mehr an seine Grenzen, überschritt die Größe der SMD-Schablonen doch oft die Möglichkeiten dieses Systems. Auch die zunehmenden Anforderungen an das direct part marking – einem Verfahren, um Teile dauerhaft mit Produktinformationen zu kennzeichnen – ließen sich nicht mehr realisieren und durch das starre Beschriftungsfeld waren nicht immer alle Bereiche der Schablonen für eine Markierung geeignet.

Das Beschriftungsfeld der neuen Piranha-LBS-Anlage ist – im Gegensatz zum alten, dessen Größe sich auf 110 x 110 mm erstreckte, – jetzt 230 x 230 mm, mit programmgesteuerter Achse sogar 600 x 230 mm groß.

Nachdem eine Schablone in den Maschinen- beziehungsweise Bearbeitungsraum eingelegt worden ist, kann das Layout mithilfe eines Barcodes auf dem Laufzettel eingelesen werden. Die Feinpositionierung erfolgt dann mittels des Livebildkamerasystems, mit dem die Anlage ausgestattet ist. Das LAS-Live Adjust System stellt das Beschriftungslayout auf dem Werkstück exakt dar und minimiert somit die Einrichtzeiten. Ein Pilotlaser sorgt für eine Layoutvorschau direkt auf dem Werkstück. Anschließend wird die Laserparameterzuordnung überprüft und die Maschinentür geschlossen.

Sobald der Beschriftungsvorgang startet, wird automatisch das Absaug- beziehungsweise Filtersystem in Gang gesetzt. Zum Schluss wird die beschriftete Schablone entnommen und noch einmal kontrolliert. Der gesamte Vorgang nimmt etwa ein bis zwei Minuten in Anspruch. Durch die Acsys-Laserbeschriftungsanlage erfolgt die Direktmarkierung von 75 bis 100 Schablonen pro Tag um den Faktor 2 schneller, und die Qualität ist wesentlich höher.

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 42866644 / Leiterplattenfertigung)