Haptische Rückmeldung

Kyocera bringt seine Marke Haptivity ins Auto und in die Medizin

| Redakteur: Hendrik Härter

Mit der zweiten Generation von Haptivity setzt das japanische Unternehmen Kyocera auf den Automobilbau, Industrie 4.0 und der Medizin.
Mit der zweiten Generation von Haptivity setzt das japanische Unternehmen Kyocera auf den Automobilbau, Industrie 4.0 und der Medizin. (Bild: Kyocera)

Mit der zweiten Generation seiner haptischen Virtual-Reality-Technik setzt das japanische Technologieunternehmen Kyocera auf Automobilbau, Industrie 4.0 und der Medizin. Auch die Bildschirmdiagonale ist nicht mehr auf sieben Zoll begrenzt.

Im Sommer des vergangenen Jahres stellte Kyocera eine patentierte Lösung vor die es ermöglichte, bei Berührung auf dem Display eine mechanische Rückmeldung zu geben (wir berichteten). Jetzt will Kyocera das Einsatzgebiet in einer zweiten Produktgeneration für Automobile, Industrie 4.0 und Medizin erweitern.

Die patentierte Technik mit dem Namen Haptivity, ein Kofferwort aus haptic und activity, ist seit Anfang 2016 in der EU eine eingetragene Marke. Die erste Generation von Haptivity-Geräten war aus technischen Gründen auf eine Bildschirmgröße von sieben Zoll begrenzt.

Bei der jetzt vorgestellten zweiten Produktgeneration wurde die Einschränkung aufgehoben. Auch sie baut auf Piezoaktuatoren auf, nutzt jedoch ein Verfahren zur Vibrationsübertragung von den Aktuatoren auf die Touch-Oberfläche. Dadurch werden eine Aktuation größerer Massen sowie in der Folge größere Bildschirme und optisch gebondete Touchscreens möglich.

Standardmäßig einbaubare Module

Für den Einsatz von Haptivity in der Industrie plant Kyocera die Einführung standardmäßig einbaubarer Module, die aus einer LCD-Anzeige sowie einem Touchscreen mit haptischer Rückmeldung bestehen. Das erlaubt eine schnelle und einfache Montage in HMIs. Dank dieser Lösung müssen sich Kunden nicht erst ausführlich mit den technischen Details beschäftigen, bevor sie haptische Techniken einsetzen können.

Für große Märkte wie der Unterhaltungselektronik und der Automobilindustrie plant das Unternehmen einzelne Komponenten wie Aktuatoren und Steuerungs-ICs bereitzustellen. So können Kunden eine genauere Anpassung an die jeweilige Anwendung vornehmen.

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