KYOCERA beginnt Bau einer neuen Fabrik für keramische Mikroelektronik-Komponenten

| Redakteur: Dr. Anna-Lena Gutberlet

So soll die neue Fabrik für keramische Mikroelektronik-Komponenten in Kagoshima, Japan aussehen.
So soll die neue Fabrik für keramische Mikroelektronik-Komponenten in Kagoshima, Japan aussehen. (Bild: Kyocera)

Die neue Anlage in Kagoshima wird keramische Komponenten für elektronische und Halbleiter-Bauteile wie beispielsweise SMD- und CMOS-Baugruppen produzieren, und soll so zum Wachstum des Internet of Things beizutragen.

Big Data, künstliche Intelligenz und das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) erweisen sich heute als neue Wachstumstreiber für die Elektronikindustrie. Auch Entwicklungen wie fortgeschrittene Fahrerassistenzsysteme oder Technologien für minimalinvasive medizinische Eingriffe werden künftig Wachstum bringen.

Die neue Anlage soll maßgeblich dazu beitragen, die Produktionskapazitäten für zwei wichtige Anwendungen zu erhöhen: SMD-Keramik­komponenten und Bauteile für den Aufbau von CMOS- Bildsensoren. Auch Keramikkomponenten für Lösungen im Automobil- und Medizinbereich sollen davon profitieren.

Die Eröffnung ist für August 2019 geplant

Das Unternehmen hat eine Vereinbarung zur Nutzung der betreffenden Fläche mit den Behörden von Kagoshima getroffen. Es handelt sich um die 22. Fabrikationseinheit auf dem Fabrikgelände von Kyocera in Sendai, Japan. Mit der neuen Fabrik, deren Eröffnung Kyocera für den August 2019 plant, wächst die gesamte Produktionskapazität für keramische Komponenten um 25 Prozent.

Diese Investition von Kyocera soll die lokale Wirtschaft in Kagoshima stärken, Arbeitsplätze vor Ort schaffen und die Verfügbarkeit von Halbleiter-Bauteilen verbessern. Das Investitionsvolumen beträgt circa 5,5 Milliarden Yen (rund 42 Millionen Euro).

Die Geschichte von Kyocera ist eng mit der Keramik-Technologie verbunden – der Firmenname leistet sich von Kyoto und Ceramic ab. Im Jahr 1959 begann Kyocera mit der Herstellung von keramischen Isolatoren für TV-Bildröhren und entwickelte sich im Lauf der Zeit zu einem führenden Anbieter von anspruchsvollen Keramik-Lösungen wie Elektronikbauteilen, Halbleiter-Prozess-Komponenten, Bauelementen für LCD- und LED-Bildschirme und weitere Anwendungen.

Die erste Sendai-Fabrik von Kyocera in Kagoshima begann im Jahr 1969 mit der Produktion von Mehrschicht-Keramik-Komponenten für IC-Chips, die in elektronischen Taschenrechnern verwendet wurden.

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