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Industriesteckverbinder

Kunststoff-Gehäuse für leichte schwere Steckverbinder

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Einsatzbeispiele und Vorteile von Kunststoff-Gehäusen

Steckverbinder-Gehäuse für raue Einsatzbedingungen sind den meisten Maschinenherstellern ohnehin schon aus dem Umfeld der CEE-Steckvorrichtungen bekannt. Selbst bei Außenanwendungen – beispielsweise Baumaschinen, Veranstaltungstechnik oder Fahrgeschäfte – werden derartige Steckvorrichtungen aus robustem Kunststoff seit vielen Jahren erfolgreich eingesetzt (Bild 4).

Die hier angeführten Beispiele – Klemmenkästen, CEE-Steckvorrichtungen und Gehäuse der Baureihe Heavycon Evo – haben eines gemeinsam: sie schützen innenliegende elektrische Kontaktstellen vor dem Eindringen von Schmutz und Wasser und bieten dem Anwender einen hochwertigen Berührschutz. Dieser Berührschutz ist gerade bei einer Steckvorrichtung von großer Bedeutung, da das Steckverbindergehäuse beim Stecken und Lösen der Verbindung in der Hand des Anwenders liegt.

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Eine PE-Anbindung des Gehäuses ist nicht erforderlich, wenn das Gehäuse aus einem nicht leitenden Werkstoff besteht. Durch den Wegfall des PE-Kontaktes erfolgt der Anschluss schneller und mit geringerem Fehlerrisiko – auch darin liegt ein Vorteil des Kunststoffgehäuses.

Kunststoffe, die nach geeigneten Kriterien ausgewählt wurden, verbessern im Laufe des gesamten Lebenszyklus eines Produktes die Ökobilanz – ohne Kostennachteil für den Anwender. Kunststoffe verbrauchen im Herstellungsprozess weniger Energie als Stahl oder Aluminium und sie lassen sich mit einem geringen Energieeinsatz auch wieder recyceln.

Um den Ressourcen-Verbrauch während des gesamten Produktlebenszyklus quantifizierbar zu machen, wird häufig der Begriff des „ökologischen Rucksacks“ verwendet. Je nach Art der Anwendung und des Kunststoffes fallen die Vergleiche recht unterschiedlich aus. Im direkten Vergleich zum Industriekunststoff steht Aluminium als Werkstoff aber immer mit einem deutlich schwereren ökologischen Rucksack in der Bilanz dar – der Faktor liegt hier bei 15.

Allein der kumulierte Energieaufwand (KEA) für Beschaffung, Herstellung, Verwendung und Entsorgung liegt mit 193 MJ/kg bei Aluminium fast doppelt so hoch wie beim Kunststoff Polyamid. Der KEA macht jedoch nur einen kleinen Teil der Ökobilanz aus. Auch der Verbrauch an Wasser, Rohstoffen und Hilfsstoffen lässt die Schere zwischen Kunststoff und Metall weiter auseinander gehen.

Der Bedarf an Gehäusen aus Kunststoff steigt

Obwohl es vielen Konstrukteuren von Maschinen und Anlagen schwer fällt, mit alten Gewohnheiten zu brechen und in etablierten Maschinen-Modellen die metallischen Steckverbinder-Gehäuse durch Kunststoffgehäuse zu ersetzen, steigt der Bedarf an Steckverbinder-Gehäusen aus Kunststoff.

Ergänzendes zum Thema
Die Vorteile von Heavycon auf einen Blick
  • Immer die richtige Steckverbindung durch drei unterschiedliche Bauserien
  • Gehäuse sind montage- und steckkompatibel zu den Aluminiumgehäusen der bekannten Hersteller
  • Variable Anschlusstechniken bei Kontakteinsätzen und Klemmenadaptern
  • Modulare Kontakteinsätze für Signale, Daten, Leistung und Pneumatik können einfach im Snap-in-Rahmen eingerastet und im Gehäuse montiert werden
  • Alle Metallgehäuse sind „EMC ready“ ausgelegt durch leitfähige Oberflächen und Dichtungen

Hier zeigt sich, dass sich Planer und Konstrukteure von Maschinen und Anlagen zumindest bei neuen Applikationen und neuen Maschinengenerationen mit dem Thema Kunststoff für Steckverbinder intensiv auseinandersetzen.

Ein Vergleich der technischen Daten von Steckverbinder-Gehäusen aus Metall und Kunststoff verdeutlicht, dass es kaum Gründe gegen den Einsatz von Kunststoffen in den oben beschriebenen Applikationsbereichen gibt. Lediglich bei extremen Temperaturanforderungen, beispielsweise im Offshore-Bereich, oder bei Anwendungen, die aufgrund ihrer Störanfälligkeit eine vollständige Schirmung benötigen, ist unbedingt ein metallisches Gehäuse erforderlich. Bei allen anderen Anwendungen, auf die diese beiden Kriterien nicht zutreffen, ist ein Anwender immer gut damit beraten, die Kunststoffvariante in Betracht zu ziehen.

* Roberto Gilardoni arbeitet im Produkt-Marketing Schwere Industriesteckverbinder, Industrial Field Connectivity, bei Phoenix Contact in Blomberg.

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