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Dienstleistungen Kunden und Zulieferer begrüßen den 2. Norddeutschen ATP-Dialog

| Redakteur: Franz Graser

Nahezu 100 Gäste haben sich sich Ende Mai zum 2. Norddeutschen ATP-Dialog auf dem Areal von ATP Elektronik in Halstenbek bei Hamburg getroffen. Die 2014 aus der Taufe gehobene Veranstaltungsreihe dient dem Austausch unter EMS-Experten.

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Gruppenbild mit heißem Wagen: ATP-Geschäftsführer Uwe Tews (vierter von links) stellt zusammen mit dem Betreuerteam des 2. Norddeutschen ATP-Dialogs den Gästen das E-Rennwagenprojekt der angehenden Ingenieure an der TU Hamburg vor.
Gruppenbild mit heißem Wagen: ATP-Geschäftsführer Uwe Tews (vierter von links) stellt zusammen mit dem Betreuerteam des 2. Norddeutschen ATP-Dialogs den Gästen das E-Rennwagenprojekt der angehenden Ingenieure an der TU Hamburg vor.
(Bild: APT Elektronik)

Der ATP-Dialog zielt darauf, die Elektronik-Dienstleistungen an Bedarfsveränderungen im Markt anzupassen. Anders als bei der Premiere im Vorjahr waren heuer nicht nur Kunden, sondern auch Zulieferer zu der Veranstaltung geladen.

Dass EMS-Unternehmen und ihre Zulieferer mit ihren betriebsinternen Abläufen und Arbeitsprozessen unter Kostendruck geraten, erläuterte Gast-Referent Oliver Dietz, Unternehmensberater aus Garbsen. In anschaulichen Beispielen verdeutlichte er, dass das von Toyota entwickelte Lean Management nicht nur bei Großunternehmen zu effizienteren Ergebnissen und intelligenterem Arbeiten und damit zu einer erfolgreicheren Unternehmensentwicklung führen kann.

Die Reduzierung von Verlusten und Verschwendung von Arbeitszeiten und Materialien, so konnte Dietz den Reaktionen des Auditoriums zufolge schlüssig vermitteln, sei auch in der EMS-Branche ein Mittel, sich künftig besser am Markt behaupten zu können.

Wie der Elektronikfertiger ATP Elektronik auch jungen, innovativen Gedanken den Weg zum Erfolg zu ebnen hilft, wurde an dem Vortrag von Lukas Hardt deutlich. Der rennsportbegeisterte Student der Informatik an der Technischen Universität Hamburg ist Mitglied des Vereins „e-gnition“. Hier, wie in Vereinen anderer Universitäten, wird der Traum elektrisch getriebene Rennfahrzeuge zu entwickeln, zur Realität. Das Ziel: sie in nationalen und internationalen Wett-bewerben gegeneinander antreten zu lassen.

Die Aufgabe ist nicht, das schnellste Auto zu bauen. Vielmehr geht es um das beste Gesamtpaket aus Konstruktion, Renn-Performance, Finanzplanung und Verkaufsargumentation. Höhepunkt ist der Abschlusstest mit dem Rennen einer Teilstrecke auf dem Hockenheim-Ring.

Die ATP Elektronik steuert hier die Bauteilfertigung nach den Plänen der Hamburger Jungingenieure bei. Während gerade an dem Rennwagen der diesjährigen Saison gefeilt wird, wurde den Gästen des ATP-Dialogs das Vorgängermodell im Original vorgeführt, das in gerade mal 3,1 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt.

Reger Austausch kennzeichnete die Atmosphäre in den Pausen zwischen den Vorträgen unter den Gästen der ATP Elektronik. „Interessant waren die Gespräche um das Bestreben der Umstellung auf bleifreie Lötstoffe in den noch bis 2017 verbleibenden Bereichen“, meinte ATP-Vertriebschef Peter Storm.

Auch der zunehmende Trend von kleinen zu kleinsten SMD-Bauteilen der 01005er-Dimension war Anlass zum Austausch unter den dialogfreudigen Gästen und förderte den noch bestehenden Nachholbedarf mancher bauteil-verarbeitenden Unternehmen zutage. Hier habe sich ATP mit der Investition in die Umrüstung ihres Geräteparks gut für die Zukunft aufgestellt. So setzt das Unternehmen seit Kurzem auf die Jet-Print-Anlage My600 des schwedischen Geräteherstellers Mycronic. Sie ist die erste Anlage ihrer Art in Norddeutschland und wird von ATP für den Lotpastenauftrag eingesetzt.

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