Energieversorgung Smart Grid: Künstliche Intelligenz optimiert Energie-Ökosysteme

Redakteur: Alina Hailer

Normungs- und Experten für Künstliche Intelligenz (KI) arbeiten eng zusammen, um die Versorgungssicherheit im Energie-Ökosystem zu optimieren. Ihre Erkenntnisse haben sie in einem kostenlosen Whitepaper zusammengefasst.

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In dem Whitepaper werden mögliche Anwendungen aus dem Energiesektor in Beziehung zu KI gestellt und mögliche Einsatzfelder diskutiert.
In dem Whitepaper werden mögliche Anwendungen aus dem Energiesektor in Beziehung zu KI gestellt und mögliche Einsatzfelder diskutiert.
(Bild: gemeinfrei / Unsplash)

Systeme mit KI-Unterstützung können beim Energiemanagement, in Verteilnetzen, bei Energie-Erzeugern und Endverbrauchern die Effizienz steigern, die Resilienz erhöhen und die Versorgungssicherheit optimieren.

Bislang ist Künstliche Intelligenz im Energiesektor allerdings eine noch sehr neue, wenig genutzte Technologie. Daher stellt sich die Frage: Wie lässt sich diese in ein etabliertes Energie-Ökosystem mit seinen bewährten Systemansätzen integrieren?

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Antworten darauf gibt das neue Whitepaper KI-Energy der vom VDE getragenen Normungsorganisation DKE. Für die Erstellung des Whitepapers brachte die DKE Normungs- und KI-Experten zusammen. Sie identifizierten und klassifizierten über 300 Normen, die für KI-Lösungen in der Energiebranche relevant sein könnten. Die Normungsexperten erstellten daraufhin eine Architektur, in der Normen und Standards die Interoperabilität der Systeme und Prozesse sicherstellen. Die KI-Entwickler brachten ihre Ideen und Anwendungen ein, um die Architekturen zu erweitern.

Grundlage für neue Projekte

Das Whitepaper soll laut Dr. Matthias Uslar – stellvertretender Vorsitzender und deutscher Sprecher des DKE System Komitees „Smart Energy“ – die Grundlage für Industrie und Forschung bieten, gemeinsame Projekte zu starten, die die Normungslücken zwischen KI und Energy füllen oder ganz neue Anwendungen beschreiben.

Mit dem Whitepaper wolle die DKE außerdem die Vernetzung von Interessensgruppen unterstützen, um die sichere digitale Transformation des Energiesektors zu fördern. Erst mit Normen könnten die Entwicklung und Anwendung von KI-Lösungen transparent und skalierbar gemacht werden und so die allgemeine Akzeptanz gefördert werden. Ein Bestandteil von Normen sei beispielsweise die Beschreibung von Use-Cases. Mit dieser Methode lassen sich Prozesse abbilden und vergleichen.

Neuinterpretation der Sektorkopplung

Das Whitepaper ist in vier Teile gegliedert und stellt mögliche Anwendungen aus dem Energiesektor in Beziehung zur KI. Im ersten Teil geht das Whitepaper auf die Einsatzmöglichkeiten der KI in Bezug auf die Energietechnik ein.

Im zweiten Teil werden die Expertenteams der Normung sowie der Stand der Technik, insbesondere das Themenfeld digitale Architekturen, vorgestellt. Im dritten Teil werden dann die bereits existierenden Normen und Standards im Hinblick auf ihre potenzielle Relevanz für künstliche Intelligenz präsentiert.

„Der letzte Teil gibt einen Ausblick auf nächste mögliche Schritte, um die bessere Koordination von künstlicher Intelligenz und Energie voranzutreiben. Die Sektorkopplung wird hiermit einmal neu interpretiert“, erklärt Normungsexperte Uslar.

Hier geht es zum Whitepaper „KI-Energy“

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