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Schaltungsträger KSG kauft österreichischen Leiterplattenhersteller Häusermann

| Redakteur: Franz Graser

Das Unternehmen KSG Leiterplatten aus Gornsdorf/Sachsen hat 100 Prozent der Geschäftsanteile des österreichischen Leiterplattenherstellers Häusermann aus Gars am Kamp erworben.

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Das Bürogebäude des niederösterreichischen Leiterplattenherstellers Häusermann in Gars am Kamp.
Das Bürogebäude des niederösterreichischen Leiterplattenherstellers Häusermann in Gars am Kamp.
(Bild: Häusermann)

In einer gemeinsamen Pressemitteilung erklärten die beiden Unternehmen: „Durch den Zusammenschluss können wir unsere Kräfte bündeln und weiter ein fachkompetenter und verlässlicher Lieferant für unsere Kunden sein. Gemeinsam werden wir die technologischen Herausforderungen der Zukunft noch besser adressieren und wollen das Wachstum unserer Kunden als strategischer Partner begleiten.“

Die beiden Hersteller sollen als selbstständige Gesellschaften weitergeführt werden. Auch die Ansprechpartner für die Kundenprojekte bleiben demnach „in gewohnter Weise“ erhalten.

Das Unternehmen KSG besteht schon fast 140 Jahre und befasst sich seit 60 Jahren mit der Fertigung von Leiterplatten. Der Fertiger aus dem sächsischen Gronsdorf beschäftigt 730 Mitarbeiter und plant für das laufende Jahr einen Umsatz von etwa 95 Millionen Euro. KSG sieht sich als Nummer drei der deutschen Leiterplattenhersteller.

Häusermann blickt auf eine 110-jährige Firmengeschichte zurück und beschäftigt etwa 200 Mitarbeiter. Der Umsatz der Niederösterreicher betrug im vergangenen Jahr über 27 Millionen Euro.

Häusermann ist unter anderem für das patentierte HSMtec-Verfahren bekannt, das es erlaubt, große Kupferquerschnitte in Standard-FR4-Leiterplatten einzubringen. Somit können Feinleiterstrukturen in Verbindung mit Hochstromverbindungen und das Wärmemanagement für Leistungsbauteile auf einem einzigen Board realisiert werden.

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