Kooperation von Leutz Lötsysteme und Emil Otto zielt auf optimierte Lötprozesse ab

| Redakteur: Dr. Anna-Lena Gutberlet

Tin-o-vatioN: Leutz Lötsystem und Emil Otto haben kürzlich eine enge Zusammenarbeit sowie Abstimmung bei der Entwicklung von Produkt- und Prozesslösungen für optimale Lötprozesse beschlossen.
Tin-o-vatioN: Leutz Lötsystem und Emil Otto haben kürzlich eine enge Zusammenarbeit sowie Abstimmung bei der Entwicklung von Produkt- und Prozesslösungen für optimale Lötprozesse beschlossen. (Bild: Emil Otto)

Unter dem Namen Tin-o-vatioN untersuchen Emil Otto und Leutz ob und wie Kunststoffe, Flussmittel und Reinigungsmedien miteinander reagieren. Ziel der Zusammenarbeit ist eine „Null Fehler“-Ausrichtung der Lötprozessen.

Leutz Lötsystem und Emil Otto haben kürzlich eine enge Zusammenarbeit sowie Abstimmung bei der Entwicklung von Produkt- und Prozesslösungen für optimale Lötprozesse beschlossen. Ziel ist eine „Null Fehler“-Ausrichtung der Lötprozessen unter Berücksichtigung höchster Genauigkeit, Materialbeständigkeit, passender effizienter Reinigungs­medien und Flussmittellösungen.

Leutz Lötsysteme ist Hersteller von u. a. Lötrahmen und -masken, die in Wellen- und Selektivlötanlagen eingesetzt werden. Um eine hohe Reproduzierbarkeit zu erreichen, setzt das Unternehmen Hochleistungsmaterialien wie Durostone – ein Kunststoff aus Hochtemperatur-Glasfaser für spezielle Anwendungen – ein. Hierbei ist es wichtig zu wissen, wie sich Kunststoffe und die eingesetzten Flussmittel im Lötprozess verhalten.

Neben diesen eingesetzten Materialien sind aber auch die Reinigungsmedien entscheidend für einen reproduzierbaren Lötprozess. „Für uns als Maskenhersteller ist es notwendig zu verstehen, ob und wie Kunststoffe, Flussmittel und Reinigungsmedien miteinander reagieren. Aus diesem Grund arbeiten wir schon länger mit Emil Otto zusammen und vertiefen nun diese Kooperation“, erklärt Nicole Leutz, Prokuristin von Leutz Lötsystem.

Emil Otto hat in den letzten Jahren sein Reinigungsportfolio ausgebaut. Die Eigenmarke Etimol bietet verschiedenste Reiniger für industrielle Anwendungen, insbesondere für die Elektronikfertigung. „Speziell für das Reinigen von Masken und Rahmen haben wir die Reiniger Etimol PC 50 RAA und PC 55 CA entwickelt“, so Markus Geßner, Marketing- und Vertriebsleiter bei Emil Otto. Beide Reiniger sind wasserbasierend und beseitigen Flussmittelrückstände und Ausgasungen von Leiterplatten zuverlässig. Des Weiteren greifen sie das Material der Lötrahmen und Masken nicht an.

Test verschiedener Materialkombinationen

Das Verhalten von Flussmittel auf Durostone in Kombination mit Etimol-Reinigern haben Leutz und Emil Otto bereits getestet. So wurden verschiedene alkoholbasierende, alkohol- und wasserbasierende sowie rein wasserbasierende Flussmittel aus dem Hause Emil Otto auf den Kunststoff aufgebracht. Dabei wurden die Kunststoffe Durostone CHP760, Durostone CAS 761, Durostone CAG 762 und Durostone CFR 767 eingesetzt. Im Anschluss wurden die Flussmittel jeweils bei 270 °C für 5 Minuten in den Kunststoff eingebacken. Dieser Testvorgang wurde mehrfach wiederholt, um die Beanspruchung bei einem Wellenlötprozess zu simulieren. Im Anschluss an den Testvorgang wurden die Testmaterialien abgekühlt und in marktüblichen Sprüh- und Ultraschallreinigungsanlagen gereinigt. In den Ultraschallanlagen betrug die Reinigungszeit 10 Minuten bei einer Temperatur von 55 °C. Als Reinigungsmittel wurde Etimol PC 55 CA, verdünnt mit DI-Wasser, eingesetzt.

„Als Ergebnis dieser Tests lässt sich festhalten, dass alle Testmaterialien hervorragend kompatibel mit den getesteten Emil-Otto-Flussmitteln sind. Eine nachteilige Materialveränderung des Kunststoffes konnte im Test nicht beobachtet werden, die Materialkompatibilität ist ausgesprochen gut und die Flussmittelreste wurden zuverlässig entfernt“, hebt Geßner hervor. So zeigte der Reiniger Etimol PC 55 CA, in Verdünnung mit DI-Wasser, ebenfalls hervorragende Reinigungsergebnisse bei mehrfach wiederholten Test- und Reinigungszyklen in den automatischen Sprüh- und Ultraschallreinigungsanlagen.

„Wir werden die Kombinationen von Masken- und Lötrahmenmaterialien, Fluss- und Reinigungsmitteln zusammen mit Emil Otto auch in Zukunft weiter testen. Nur so können wir sicherstellen, dass unsere Produkte höchsten Kundenansprüchen Rechnung tragen. Natürlich stehen Emil Otto und wir auch gezielten Kundenanfragen offen gegenüber. Unsere Kunden können auf unsere gemeinsamen Erfahrungen zurückgreifen. Den hier vorgestellten Test, führen wir gerne auch im Rahmen eine Evaluierung für unsere Kunden mit anderen Materialkombinationen durch“, ergänzt Leutz.

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