Embedded-Computing-Standards

Kontron steigt ins Geschäft mit CompactPCI Serial ein

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Entwickler von CompactPCI Serial basierten Systemen profitieren zudem von der Optimierung der Interoperabilität des Standards: Es wurden für die seriellen Verbindungen deutlich mehr Pins in ihrer Bedeutung fest belegt, als es im schon bestehenden Standard mit dem recht frei nutzbaren J2 Konnektor der Fall ist. Aus diesem Grund hat sich Kontron entschieden, die Offenheit und damit Austauschbarkeit unter unterschiedlichen Herstellern mit der Unterstützung der CPCI-S.0-Spezifikation weiter zu fördern. Mehr noch: Kontron wird sich zukünftig auch für weitere Abrundungen der Spezifikation in der PICMG Gruppe aktiv einsetzen.

Erste Kunden sind zur Migration bereit

Erste Kunden aus dem Bereich der Steuerung von Fertigungsmaschinen in der metallverarbeitenden Industrie sowie im Bereich Bildverarbeitung haben bereits angekündigt, ihre Systeme auf die neue Spezifikation hin migrieren zu wollen. Weitere Anwendungsfelder sind auch im Bereich Infotainment und Sicherheit in Zügen denkbar.

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Parallel zur Ankündigung des Supports von CPCI-S.0 stellt Kontron auch mehrere Boards vor. Zu diesen zählen das Prozessorboard CPS3003-SA, der Festplattencarrier CPS3101, der XMC Carrier CPS3105 sowie die Netzwerkkarten CPS3402 mit zwei 10 GbE Schnittstellen und CPS3410 mit vier 1 GbE Schnittstellen. Kontron macht aber nicht nur diese Boards als Standardprodukte verfügbar.

Weiterhin sind auch komplette Systemintegrationen lieferbar. Dies ermöglicht es, dass sich Applikationsentwickler auf die Spezifikation der Hardware-Anforderungen beschränken können. Das modulare System wird bei Bedarf komplett integriert geliefert – inklusive aller erforderlichen Treiber. Bei den Chassis bedient sich Kontron dabei beispielsweise an Systemen der Firma Schroff oder entwickelt maßgeschneiderte Individualdesigns.

Neuvorstellungen bei CompactPCI Serial

Aber ganz gleich, ob das Leistungspaket aus Boards oder Systemen besteht: Die Funktionen und Interfaces von CompactPCI-Serial-Auslegungen werden durch die Funktionen der einzelnen Boards bestimmt. Neben Festplattencarrier und Netzwerkkarten ist Kontrons erstes Prozessorboard zu beachten: Das CPS3003-SA ist mit Intels Core-i7-Prozessoren der dritten Generation sowie dem Mobile QM77 Express PCH bestückt.

Kunden können sich dabei aus verschiedenen Varianten, vom verlustleistungsoptimierten 1,7 GHz Dual-Core bis hinauf zum 2,1 GHz Quad-Core für höchste Performanceansprüche, bedienen. Das CPS3003-SA bietet darüber hinaus einen weiteren Vorteil: Es ermöglicht, hybride Systemkonzepte zusammen mit klassischem CompactPCI umzusetzen. Anwender können ihre Systeme somit relativ einfach in eine serielle Welt überführen, ohne bestehende CompactPCI-Peripheriekarten ausmustern zu müssen.

Attraktiv ist auch der neue CompactPCI Serial Carrier für XMC-Module, der es Entwicklern ermöglicht, auf das komplette Spektrum der industriellen XMC-Karten zurückzugreifen. XMC-Module gibt es z.B. für Grafik- oder Bildverarbeitungsanwendungen, verschiedenste Legacy-I/Os, Feldbusse und spezifische Industrial Ethernet-Varianten oder auch FPGA-basierte Lösungen. Diese Vielfältigkeit und Flexibilität macht es möglich, auch anwenderspezifische Hochleistungssysteme durch bereits am Markt verfügbare Standard-Baugruppen umzusetzen.

* Peter Ahne ist Product Marketing Manager bei Kontron in Kaufbeuren

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