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Kontaktstifte und Prüfadapter unterstützen beim Test von Medizintechnik

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Medizinische Geräte wie Beatmungsgeräte oder Defibrillatoren müssen fehlerfrei funktionieren. Das setzt einen ausgiebigen Test voraus. Hier helfen gefederte oder einlötbare Kontaktstifte für effiziente Prüfprozesse.

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Medizinische Geräte unterliegen erhöhten technischen Anforderungen und Nachweispflichten. Kontaktstifte und Prüfadapter unterstützen beim Test.
Medizinische Geräte unterliegen erhöhten technischen Anforderungen und Nachweispflichten. Kontaktstifte und Prüfadapter unterstützen beim Test.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Die Fertigung von Medizintechnik unterliegt erhöhten technischen Anforderungen und Nachweispflichten. Das betrifft einerseits die Funktionalität und Sicherheit von Produkten und Geräten, andererseits die detaillierte Dokumentation des Produktionsprozesses. Sobald in den medizintechnischen Systemen elektrische und elektronische Komponenten zum Einsatz kommen, müssen diese verlässlich auf ihre Funktionsfähigkeit geprüft werden.

Beispiele für solche komplexen Produkte sind Beatmungsgeräte und Defibrillatoren. Die verbaute Elektronik darf auf keinen Fall ausfallen, da es sich um potentiell lebensrettende und damit besonders sicherheitskritische Systeme handelt. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die eingesetzte Prüftechnik. Prüfspezialist Ingun versorgt die medizintechnische Industrie mit präzisen und langlebigen Prüfmitteln: Sämtliche Kontaktstifte und Prüfadapter sind Made in Germany und sie liefern gleichbleibend stabile Messwerte über eine lange Lebensdauer.

Kontaktstifte zum Test von Beatmungsgeräten

Was heißt das konkret? Dazu gehören beispielsweise gefederte Kontaktstifte der Baureihe GKS-364. Mit ihnen lassen sich anderem Beatmungsgeräte prüfen und sie dienen zur Kontaktierung von Leiterbahnen und Lötaugen. Als sogenannter Kurzhub-Kontaktstift mit einer Länge von 29 mm verbindet der Kontaktstift eine geringe Einbauhöhe mit hoher Federkraft. Der Stahlstift verfügt zudem über eine mit Nickel beschichtete runde (passive) Kopfform. Diese vermeidet Einstichpunkte und damit Beschädigungen auf dem Prüfling. Der Kontaktstift aus der Baureihe kann in einem weiten Temperaturbereich von 100 bis 200 °C eingesetzt werden.

Eine weitere Ausführung der Kurzhub-Kontaktstifte sind einlötbare Kontaktstifte aus der Baureihe GKS-913. Mit ihnen lassen sich ganze Baugruppen sicher und präzise kontaktieren. Beim Einlöten ist unbedingt zu beachten, dass der Kontaktstift nicht überhitzt, um eine Beschädigung der Feder im Inneren zu vermeiden. Der einlötbare Kontaktstift ist 15,1 mm lang und setzt ebenfalls auf die vergoldete, runde Kopfform. Damit wird teures medizintechnisches Equipment nicht beschädigt. Zudem verfügen die beiden Kontaktstift-Familien über folgende Eigenschaften:

  • Höhen- und Toleranzausgleich,
  • Kompensation von Parallelitätsabweichungen und Unebenheiten,
  • unempfindlich gegen Schläge und Vibrationen,
  • hohe Leitfähigkeit sowie
  • sehr gute chemische Beständigkeit.

Je nach Ausführung und Einsatzszenario lässt sich die Baureihe GKS mit Kontaktsteckhülsen verwenden, um einen schnellen Austausch zu ermöglichen. Zur Automatisierung des Prüfprozesses von Leiterplatten ist zudem die Verpackung in speziellen Bestückungsgurten möglich.

Modulare und individuelle Prüfadapter-Systeme

Ergänzend zu den gefederten Kontaktstiften kommen in der Medizintechnik Prüfadapter wie die Wechselsatz-Adapter der Serie MA-21xx zum Einsatz, mit denen ein paralleler Kontakthub manuell hergestellt werden kann. Diese Systeme eigenen sich insbesondere für FKT- und ICT-Tests in der Serienfertigung bei mittleren Stückzahlen und hoher Variantenvielfalt. Sie bieten hohe Kontaktkräfte von bis zu 2000 N und erreichen eine Lebensdauer (unter Laborbedingungen) von etwa 500.000 Lastwechseln.

Das integrierte Wechselsatzsystem ermöglicht die schnelle und werkzeuglose Entnahme sowie den Wiedereinbau des Austauschsatzes ohne Nachjustierung. Alle Prüfadapter der Serie MA-21xx sind sowohl ohne als auch mit interner Schnittstelle verfügbar. Zu deren Bestückung bietet der Hersteller Ingun verschiedene Schnittstellenblöcke für die prozesssichere Signalübertragung an. Darüber hinaus lassen sich Prüfadapter dank eines ausgeklügelten Baukastensystems auf vielfältige Weise individualisieren und ausbauen und so an spezifische Prüfanforderungen anpassen.

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