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IDEA/FBDi-Trendtage 2013 Konsum 2020 – wie tickt der Kunde von morgen?

| Redakteur: Margit Kuther

Wissen, was der Kunde will, bevor er selbst es weiß! Wie sich der Traum eines jeden Verkäufers realisieren lässt, verrrät Zukunftsforscher Dr. David Bosshart im Interview mit der ELEKTRONIKPRAXIS.

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Dr. David Bosshart: „Im Konsum geht es weniger um unsere Bedürfnisse, als um unsere Wünsche und Sehnsüchte.“
Dr. David Bosshart: „Im Konsum geht es weniger um unsere Bedürfnisse, als um unsere Wünsche und Sehnsüchte.“
(Bild: David Bosshart / FBDi)

Dem Kunden immer einen Schritt voraus sein! In seiner Keynote auf den IDEA/FBDi-Trendtagen 2013 am 28./29. November in München, zeigt Dr. David Bosshart wie das Konsumverhalten der Zukunft aussieht, und was Unternehmen tun müssen, um den Kunden von Morgen für sich zu gewinnen. Der ELEKTRONIKPRAXIS verrät Dr. David Bosshart vorab einige Details.

ELEKTRONIKPRAXIS: Herr Dr. Bosshart, was sind die zentralen Bedürfnisse der Konsumenten der Zukunft und wie lassen sie sich am besten in Konzepte umsetzen?

Dr. David Bosshart: Im Konsum geht es weniger um unsere Bedürfnisse, als um unsere Wünsche und Sehnsüchte. Und diese wollen immer wieder geködert werden. Die Nachfrage nach Individualisierung, emotionaler Verbundenheit, Nachhaltigkeit und Vertrauen gegenüber dem Anbieter wird zunehmen.

Convenience entwickelt sich zum entscheidenden Kriterium. Inmitten des materiellen Überflusses etablieren sich Unternehmen mehr und mehr über relevante Dienstleistungen.

Service ist das neue Produkt. Gerade die junge Generation besteht stärker auf einen Dialog mit den Anbietern, will sich einbringen und Produkte mit entwickeln. Generell kann man sagen: Die Konsumkultur wird vernünftiger und bewusster.

Die vorherrschende "Geiz-ist-Geil"-Mentalität hat aber nichts mit Vernunft oder Nachhaltigkeit zu tun?

Das Zeitalter der großen Massenmärkte, in denen "Mehr vom selben" eine profitable Strategie darstellt, ist vorbei. In der westlichen Welt stehen wir vor dem Ende des Zahlenwachstums. Hochspezialisierte Systeme, die kontinuierlich wachsen, sind irgendwann so komplex, dass sie keinen Gewinn mehr abwerfen.

So gesehen ist Wachstum ein Problem und keine Lösung. Um unseren Wohlstand zu halten, müssen wir uns fragen: Was ist unnötig? Wie können wir das Prinzip "sharing and caring" effizient umsetzen?

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