SPS IPC Drives Konjunkturentwicklung der Automatisierung leicht positiv

Redakteur: Peter Koller

Die deutschen Unternehmen der Automatisierung erwarten bis Jahresende 2014 wieder leichtes Wachstum. Dies berichtete Roland Bent, Vorstandsmitglied des ZVEI-Fachverbands Automation, auf der der Messe SPS IPC Drives.

Roland Bent, Vorstandsmitglied des ZVEI-Fachverbands Automation
Roland Bent, Vorstandsmitglied des ZVEI-Fachverbands Automation
(Phoenix Contact)

Der Umsatz der Unternehmen ist in den ersten neun Monaten 2014 mit 34,5 Milliarden Euro auf dem Niveau des Vorjahrs. Der Auftragseingang ist nach zwei rückläufigen Jahren um 2,9 Prozent gewachsen. Die Zahl der Beschäftigten in der Automation liegt stabil deutlich über einer Viertelmillion.

Trotz unterschiedlicher Nachrichten über die allgemeine Wirtschaftslage und politischer Unwägbarkeiten erwartet die Automation insgesamt bis Jahresende leichtes Wachstum, das sich im Jahr 2015 fortsetzt. „Bei den Unternehmen überwiegt der Optimismus“, so Bent.

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Die Ausfuhren sind im Zeitraum Januar bis September 2014 gegenüber dem gleichen Zeitraum im vergangenen Jahr um drei Prozent auf 25,8 Milliarden Euro angestiegen. Nach wie vor gehen mit 55 Prozent die meisten Produkte ins europäische Ausland und 23 Prozent gehen nach Südost-Asien. Bent: „Diese beiden Regionen bestimmen den Trend.“

Jürgen Amedick, Vorsitzender des Fachverbands elektrische Antriebe: „Wir konnten den Schwung aus der zweiten Jahreshälfte 2013 mitnehmen.“ Er berichtet von einer Umsatzsteigerung in seinem Segment um drei Prozent auf 6,7 Milliarden Euro in den ersten neun Monaten. Der Auftragseingang ist gegenüber den ersten neun Monaten 2013 um 3,5 Prozent gestiegen. Dieses Wachstum werde sich auch im Jahr 2015 moderat fortsetzen, so seine Erwartung.

„Nach wie vor ist Energieeffizienz eines der beherrschenden Innovations-Themen der Branche“, so Amedick. Er begrüßte, dass Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel jetzt ebenfalls Energieeffizienz als wichtigste Säule der Energiewende bezeichnet hat.

Besondere Hebelwirkung schreibt Amedick der Tatsache zu, dass mit der am 1. Januar 2015 greifenden Motorenverordnung der Systemgedanke aufgenommen wurde: „Von dieser neuen Regelung erwarten wir Wachstumsimpulse für die elektrische Antriebstechnik, die gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und zur Energiewende leisten.“

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