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Leiterplattenklemmen Komplettes Reihenklemmen-Angebot bis 95 mm2

| Autor / Redakteur: Renate Klebe-Klingemann* / Kristin Rinortner

Bei Industrieanwendungen und in der Elektroinstallation bieten Reihenklemmen aus dem TOPJOB-S-Programm viele Vorteile. Ausgestattet mit einem neuen Federklemmanschluss ermöglichen sie direktes Stecken von eindrähtigen Leitern und feindrähtigen Leitern mit Adervorbehandlung. Sie haben eine besonders kompakte Bauform und kontaktieren durchgängig Leiterquerschnitte von 0,25 mm2 bis 95 mm2.. Damit schließt WAGO als Erster die Lücke im Querschnittsbereich bis 95 mm2.

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( Archiv: Vogel Business Media )

WAGO entwickelte bereits in den fünfziger Jahren den schraubenlosen Anschluss und brachte vor genau 30 Jahren erstmals den CAGE-CLAMP-Anschluss auf den Markt. Um eine kompaktere Bauform zu erhalten, schuf man die CAGE CLAMP S. Ein neues CAGE CLAMP-Prinzip, das erstens eindrähtige Leiter und feindrähtige Leiter mit Adervorbehandlung direkt stecken kann und zweitens mit wesentlich weniger Platz auskommt. Die TOPJOB-S-Reihenklemmen sind mit diesem Käfigzugfeder-Prinzip ausgestatteten und wurden 2003 in den Markt eingeführt. Neben dem Anschlussprinzip CAGE CLAMP wurde 1998 das Federanschlusssystem POWER CLAMP erstmals für den Nennquerschnitt 95 mm2 vorgestellt. Zwei neue Klemmengrößen (35 mm2 und 50 mm2) mit der inzwischen bewährten POWER CLAMP schließen nun die Lücke im Querschnittsbereich bis 95 mm2.

Kompakte Bauform, schnell montiert

Um bis zu 30% ist die TOPJOB-S-Reihenklemme kleiner, als die bisher bekannten Reihenklemmen und damit die kleinste mit Federklemmanschluss auf dem Markt. Eindrähtige Leiter können bis zu einem Querschnitt über und mindestens zwei Querschnitte unter dem Nennquerschnitt direkt gesteckt werden. Für flexible Leiter mit Aderendhülse gilt das bis zum Nennquerschnitt und zwei Querschnitte unter dem Nennquerschnitt. Dass verkürzt die Montagezeit und senken dadurch die Montagekosten. Zum Anschluss feindrähtiger Leiter ohne Vorbehandlung wird die Klemmstelle wie gewohnt mit Hilfe des Schraubendrehers geöffnet. Da die Leitereinführungsöffnung um 15° geneigt ist, kann der Leiter bequem gefasst werden, während der Schraubendreher die Feder vorspannt.

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Bei den großen Querschnitten wurde ebenfalls auf gute Handhabbarkeit gesetzt, daher werden die Klemmen der Serie 285 von der Seite verdrahtet. So lassen sich auch schwer biegsame Leiter großen Querschnitts gut anschließen.

Je größer der Leiterquerschnitt ist, desto kritischer ist die Dosierung der richtigen Klemmkraft. Ob ein-, fein- oder mehrdrähtig, vorkonfektioniert oder unbehandelt, bei der 285er Serie mit POWER-CLAMP-Anschluss ist die Kraft so gewählt, dass der Leiter optimal kontaktiert wird, ohne dass es zu Kupferkaltfluss oder anderen Beschädigungen kommt. Die Klemmstellen lassen sich, durch drücken einer Taste, im geöffneten Zustand arretieren, sodass der Anwender beide Hände frei hat, um den Leiter zu positionieren – was bei 95 mm² eine Arbeitserleichterung ist. Zum Öffnen der Klemmen genügt ein gewöhnlicher Sechskantschlüssel, bzw. ein Schraubendreher bei der kleinsten Baureihe.

Die Extras: Nennstrom-Brücker und Potentialabgriffe

Reihenklemmen aus dem Programm haben ein integriertes, fremdgefedertes Brückersystem zum Aufnehmen von Kammbrückern, Prüfzubehör und Steckverbindern. Der Brücker kann, trotz kleiner Abmessungen, bis zum Nennstrom belastet werden. Durch die Fremdfederung in der Klemme sind die Kammbrücker nicht auf einen Nennquerschnitt festgelegt, sondern können auch problemlos zwischen zwei Querschnittsstufen eingesetzt werden.

Für größere Querschnittssprünge werden spezielle Reduzierbrücker angeboten. Neben vorkonfektionierten Kammbrückern kann der Installateur auch vor Ort individuelle Kammbrücker, durch Ausbrechen einzelner Stifte aus dem Brücker, herstellen. Für komplexe Schaltungen stehen besonders schmale Schachtelbrücker zur Verfügung. Von diesen können jeweils zwei in jeder Brückerspur eingesetzt werden.

Auch für die 285er gibt es sehr nützliches Zubehör. Für alle drei Baureihen sind Potenzialabgriffe, die im Brückerschlitz montiert werden, erhältlich. Damit lässt sich die Versorgungsspannung für Licht und Service-Steckdosen auch dann abgreifen, wenn der Hauptschalter hinter den Einspeiseklemmen geöffnet wird. Auch für permanent angeschlossene Messgeräte, etwa für die Batteriespannung einer Notstrom-Anlage, kann dieses Zubehör an Stelle der 4-mm-Prüfbuchse verwendet werden. Desweiteren sind Brücker, die den vollen Nennstrom tragen, sowie Warn- und einrastbare Fingerschutzabdeckungen erhältlich.

Reihenklemmen für alle Anwendungen

Die Serie deckt sowohl die Anwendungen in der Elektroinstallation als auch die des Schaltanlagenbaus ab. Leiterquerschnitte von 0,25 mm2 bis 16 mm2 (25 mm2 „f“) können angeschlossen werden. Die Klemmenbreiten der einzelnen Serien variieren von 4,2 mm für die Serie 2001 (1,5 mm2) und 5,2 mm für die Serie 2002 (2,5 mm2) bis hin zur größten mit 12 mm Breite für die Serie 2016 (16 mm2). Für jede Serie gibt es Schutzleiterklemmen mit automatischer Kontaktierung beim Aufrasten auf die Tragschiene.

Das Programm bietet 2-Leiter- und 3-Leiter-Klemmen mit den Nennquerschnitten von 1,5 bis 16 mm2. Dazu 4-Leiter-Klemmen mit 1,5 ; 2,5 ; und 4 mm2 Nennquerschnitt. Im Querschnittsbereich 2,5 mm2 gibt es 3- und 4-Leiter-Klemmen mit 35° geneigter Leitereinführungsöffnung, wodurch sehr enge Verlegeradien und damit kurze Verlegewege zum Kabelkanal erzielt werden können. Wird eine höhere Anschlussdichte pro Klemme gewünscht stehen Doppelstock- und Dreistockklemmen zur Wahl.

Viele Anwendungen erfordern neben der reinen Durchgangsschaltung zusätzliche Funktionen. Für den Einsatz beispielsweise in Steuerungsanlagen gibt es 2- und 4-Leiter-Trenn- und Messklemmen. Neu in dieser Familie sind Doppelstock-Doppeltrennklemmen sowie die zur Lampenprüfung oder Sammelstörmeldeschaltung konzipierten Doppelstock- Dioden-Klemmen. Eine weitere Variante ist die LED-Klemme, mit der beispielsweise Steuer- und Arbeitsstromkreise überwacht werden können. Sollen Module einer Anlagensteuerung oder Geräte vorverdrahtet werden, so bietet das Reihenklemmenprogramm auch modulare Steckverbinder.

Da wo TOPJOB S aufhört, fängt die Serie 285 an, bei großen Leistungen. Die kleinste Baureihe mit dem Nennquerschnitt 35 mm2 ist für 125 A, die 50 mm2 für 150 A und die 95 mm2 bis 232 A Nennstrom zugelassen. Sie decken zusammen einen Querschnittsbereich von 6 mm2 bis 95 mm2 ab. Die kleinste kann mit TOPJOB S kombiniert werden. Alle drei sind für eine Nennspannung von 1000 V EN ausgelegt.

Komfortabel Beschriften

Da bei den TOPJOB-S-Reihenklemmen die mittigen Beschriftungsaufnahmen für alle Klemmen bis 6 mm² und wieder für 10 mm² und 16 mm² Klemmen auf gleicher Höhe fluchten, kann durchgängig beschriftet werden. Mit dem Softwaretool Smart Designer und dem Thermotransferdrucker TP298 des Herstellers ist eine besonders kostensparende und schnelle Beschriftungsfolge möglich. Der Drucker erhält dazu die Daten aus der Klemmenkonfiguration des Programms und verwendet Beschriftungsstreifen oder die bekannten WMB-Inline-Schilder von der Rolle. Auf diese Weise kann eine ganze Reihenklemmenschiene im Handumdrehen beschriftet werden.

Genauso komfortabel können auch die Reihenklemmen der Serie 285 innerhalb einer Baureihe gekennzeichnet werden.

30 Jahre CAGE CLAMP

Vor 30 Jahren erfand WAGO die Käfigzugfeder, den CAGE CLAMP-Anschluss. Ein schraubenloser und damit besonders sicherer Anschluss für ein- und feindrähtige Leiter. Er ist inzwischen zum weltweiter Industrie-Standard geworden und aus der Verbindungstechnik nicht mehr wegzudenken.

Die Idee, elektrische Leiter mit einer Feder statt mit einer Schraube zu verbinden, wurde anfangs belächelt, später attackiert und schließlich kopiert – anders gesagt, sie hat sich durchgesetzt. Und sie hat den Erfinder zum Markt- und Technologieführer der CAGE CLAMP-Anschlusstechnik gemacht. Über 11 Milliarden mal ist die patentierte Feder inzwischen weltweit im Einsatz, z.B. in Reihenklemmen, Steckverbindern und elektronischen Komponenten.

Die Anwender schätzen sie als universelle Verbindung für alle Leiterarten, die auch unter härtesten Bedingungen, wie Stoß-, Schock- und Vibrationsbelastungen oder in aggressiver Atmosphäre dauerhaft wartungsfreien und sicheren Kontakt bietet. Der Einsatz in zahllosen industriellen Anwendungen, in der Prozesstechnik, im Anlagenbau, im Energiesektor, Schienenverkehr sowie in der Gebäudetechnik belegen dies.

Dabei wird das Anschluss-Prinzip ständig weiterentwickelt. Varianten wie die CAGE CLAMP Compact oder die CAGE CLAMP Super Compact tragen dem Trend zu immer stärkerer Miniaturisierung Rechnung. Die neueste Entwicklung aus dem Hause WAGO, die CAGE CLAMP S, vereint die Universalität der klassischen CAGE CLAMP mit dem Vorzug, eindrähtige Leiter und feindrähtige Leiter mit Adervorbehandlung direkt stecken zu können. Diese Anschlusstechnik ist in TOPJOB S, dem kompakten Reihenklemmen-Programm, und in WINSTA, dem neuen Steckverbindersystem für die Gebäudeinstallation, eingesetzt. Ziel ist es, durch die Entwicklung weiterer innovativer Anschlusstechniken, die Markt- und Technologieführerschaft in der Federklemm-Anschlusstechnik weiter auszubauen.

*Renate Klebe-Klingemann arbeitet in der technischen Redaktion Printmedien bei der WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG ind Minden.

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