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Kollaborierende Roboter für die Elektronikfertigung

Redakteur: Dr. Anna-Lena Gutberlet

Hilpert electronics etabliert die kollaborierenden Roboter von Techman Robot in der Schweizer Elektronikfertigung. Dank flexibler Integration von Greifern und Peripheriegeräten unterschiedlichster Hersteller sind die Anwendungen breit gefächert.

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Klebstoffanwendung in der Elektronikfertigung
Klebstoffanwendung in der Elektronikfertigung
(Bild: Techman)

Hilpert electronics hat mit dem taiwanesischen Roboterhersteller Techman Robot einen neuen Produktlieferanten aufgenommen. Mit diesem Schritt erweitert die führende Schweizer Vertriebsorganisation in der Elektronikindustrie das Produktportfolio um den Bereich Robotik. Erstes Ziel ist es, die kollaborierenden Roboter in der Schweizer Elektronikfertigung zu etablieren. Weitere Industriesparten werden dann im Zuge des Sommers folgen.

„Als Hilpert AG arbeiten wir konsequent an einer Zukunftsausrichtung, die klar die Herausforderungen der Elektronikindustrie in der Schweiz in den kommenden Jahren im Auge hat“, erklärt Raphael Burkart, Geschäftsführer von Hilpert electronics. Abgeleitet aus dieser Ausrichtung, war die Aufnahme einer kollaborierenden Roboterlösung in das Produktportfolio der logische Schritt. „Wir sehen den Bedarf nach einer stärkeren, intelligenten und effektiven Automatisierung in der Elektronikfertigung, die unsere Kunden für verschiedenste Aufgaben flexibel einsetzen können. Daher freuen wir uns, dass wir mit Techman Robot einen führenden Partner gewinnen konnten“, führt Burkart weiter aus.

Mobile Roboter können für unterschiedlichste Anwendungen eingesetzt werden

Hilpert bietet vier Roboter in zwei Kategorien an. Bei den Systemen TM 5-700 und -900 handelt es sich um kleinere Roboter, mit einer Reichweite von 700 mm, bzw. 900 mm und einer Traglast von 4 und 6 kg. Mit dem TM 12 und TM 14 sind zwei weitere Roboter im Portfolio, die Reichweiten von bis zu 1300 mm und eine Traglast von bis zu 14 kg ermöglichen. Alle Roboter sind mit einem integrierten Kamerasystem ausgestattet, welches ihnen erlaubt, ihre Position zu erkennen, Koordinaten selbst einzustellen und visuelle Aufgaben zu erledigen.

Des Weiteren können alle Systeme auch mobil innerhalb einer Fertigung an unterschiedlichen Positionen eingesetzt werden. Dazu werden die Roboter auf einen Transportwagen montiert und zu ihren jeweiligen Arbeitspositionen gefahren. Dank der flexiblen Integration von Greifern und Peripheriegeräten unterschiedlichster Hersteller können die kollaborierenden Roboter für unterschiedlichste Anwendungen eingesetzt werden.

Mittels der Plug&Play-Software können aufgrund der integrierten Hardware-Schnittstellen weitere Werkzeuge leicht integriert werden. Mit der Roboterprogrammiersoftware TMflow werden die jeweiligen Aufgaben des Roboters definiert. Durch die Drag-and-Drop-Handhabung lassen sich die Einzelschritte der Aufgabe leicht und intuitiv zusammenstellen.

„Für die Roboter von Techman Robot sehen wir ein breites Anwendungsfeld in der Elektronikindustrie“, erklärt Ralf Jentscher, Sales Manager und Berater Robotic bei Hilpert. So kann der Roboter mittels eines Greifers Baugruppen in ESD-Verpackungen legen, größere THT-Bauteile und Stecker in Leiterplatten einsetzen oder auch mit Saugsystemen Baugruppen in Testsysteme einlegen und herausnehmen.

Aber auch aktive Produktionsschritte sind möglich. Mit einem Schraubwerkzeug können beispielsweise Gehäuseschrauben festgedreht werden, mit einem Lötkolben Bauteile gelötet oder mittels eines Dispensers Klebstoffe oder Dichtungen appliziert werden.

„Je nach Werkzeug sind vielfältige Aufgaben umsetzbar. Hier beraten wir unsere Kunden gerne, was wie umgesetzt werden kann und wo es Sinn macht, einen kollaborierenden Roboter einzusetzen“, führt Jentscher weiter aus. Neben der Elektronikindustrie hat Hilpert aber auch weitere Industriesparten im Auge. „Wir werden die Techman Robot-Produkte auch in Branchen, wie der Uhrenindustrie, der Medizintechnik, der Automobilzulieferindustrie, der Lebensmittelindustrie, dem Maschinenbau, der Kunststoffherstellung und weiteren anbieten. Diesen Schritt werden wir im Frühsommer angehen“, blickt Burkart in die Zukunft.

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