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Klimatechnik und CO2-Reduktion in Datenzentren

| Redakteur: Gerd Kucera

Schneider Electric unterstützt den britischen Colocation-Anbieter EcoDataCenter bei der Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes am Standort Falun in Schweden.

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In Rechenzentren verbraucht die Kühlung laut Experten bis zur Hälfte der aufgenommenen Energie.
In Rechenzentren verbraucht die Kühlung laut Experten bis zur Hälfte der aufgenommenen Energie.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Zielsetzung war die Errichtung eines Datacenters, das zu den nachhaltigsten Rechenzentren in Nordeuropa zählt. Dazu kamen unter anderem die Schneider-Electric-Lösungen EcoStruxure Building Operation, das Lithium-Ionen-USV-System Galaxy VX sowie die Leistungsschalter aus der MasterPact MTZ-Serie zum Einsatz. Dies sind jedoch nur einige Lösungen von Schneider, die sicherstellen sollen, dass der Colo-Standort klimapositiv arbeitet. Ergänzend realisiert Schneider mit seinem Connected Services Hub eine Rund-um-die-Uhr-Fernüberwachung und Remote-Zugriff auf wichtige Teile der RZ-Infrastruktur.

Um einen effizienten Betrieb und eine hohe Verfügbarkeit seiner Kundenserver sicherzustellen, hat sich EcoDataCenter bei der Suche nach einem Energiemanagement für eine Zusammenarbeit mit Schneider Electric entschieden und begründet dies wie folgt: „Durch die Implementierung der verschiedenen Schneider-Electric-Lösungen wollen wir einen PUE-Wert von 1,15 erreichen. In Kombination mit dem Einsatz von erneuerbaren Energien möchten wir damit zu einem der nachhaltigsten Rechenzentren in Nordeuropa oder sogar weltweit werden“, betont Mikael Svanfeldt, Chief Technology Officer von EcoDataCenter.

PUE: Power Usage Effectiveness

Die Power Usage Effectiveness (PUE-Wert) ist eine technische Kennzahl, mit der sich die Energie-Effizienz eines Rechenzentrums darstellen lässt. Der PUE-Wert setzt die insgesamt in einem Rechenzentrum verbrauchte Energie ins Verhältnis mit der Energieaufnahme der IT-Infrastruktur.

Je leistungsfähiger Rechenzentren werden, umso energie- und kostenintensiver werden sie. Technische Lösungen wie zum Beispiel mobiles Internet, Cloud-Computing und Internet-TV fordern mit einem ebenfalls ansteigenden Datenvolumen eine immer höhere Performance. Ein Ende der Entwicklung ist noch nicht abzusehen.

Rechenzentren zählen damit zu den großen Energieverbrauchern. Experten meinen, dass alleine etwa 35% bis 50%, also quasi die Hälfte des Energiebedarfs für die Kühlung verwendet werden muss. Das heißt, vor allem bei der Klimatechnik bestehen enorme Potenziale für die Energie-Einsparung.

Digitalisierung mit EcoStruxure-Lösungen

Schneider Electric hat seine Monitoring-Lösung EcoStruxure für Cloud- und Service-Anbieter von Anfang an in die neue Erweiterung des RZ-Standorts integriert. Aufgrund der offenen Architektur von EcoStruxure war EcoDataCenter in der Lage, auch bereits bestehende Hardware, Software und Überwachungslösungen über die Analyse- und Dienste der Plattform nahtlos zu verbinden. EcoDataCenter konnte als Betreiber so alle Sensor- und Zählerdaten miteinander verknüpfen, und so zuverlässige analytische Berichte über die Betriebseffizienz des Rechenzentrums und den Nachhaltigkeitsindex des Standorts erstellen, berichtet Schneider Electric.

Der Connected Services Hub überwacht jetzt alle kritischen Sensoren via Remote-Verbindung und ermöglicht EcoDataCenter zudem eine proaktive 24/7-Fernüberwachung sowie eine reaktionsschnelle Fehlerbehebung durch das Servicetechniker-Team von Schneider Electric.

Beim Aufbau eines Rechenzentrums zählt für den britischen Colocation-Betreiber auch das Wohlergehen der umliegenden Gemeinde. Durch den Einsatz der EcoStruxure Monitoring-Plattform konnte EcoDataCenter die Abwärme seiner Anlagen an die örtlichen Versorgungsunternehmen weiterleiten. Der Betreiber nutzt den Effizienzgewinn, um Energie an das lokale Stromnetz zurückzugeben und so über Netto-Null-Emissionen hinaus einen klimapositiven Betrieb für den RZ-Standort in Falun zu erreichen.

Zwei Uniflair-Turbocor-Kühler ergänzen die Kühlsysteme am Standort, indem sie die normalerweise niedrigen nordischen Temperaturen, insbesondere während der Feuchteperiode im Sommer, ergänzen. Innerhalb der EcoStruxure-Architektur sorgen zudem vier Galaxy VX USV-Systeme mit 1250 kW Last für einen unterbrechungsfreien Betrieb. Die Galaxy-Anlagen erreichen laut Schneider im ECOnversion-Modus einen Wirkungsgrad von 99%. Das Notstromversorgungskonzept speichert Energie, die zu Kunden umgeleitet werden kann.

Der PUE-Wert ist ein nützlicher Indikator, doch darf er nie isoliert betrachtet werden, wenn es um den gesamten Energieverbrauch eines Rechenzentrums geht.

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