Welcome2Work

KIT-Studenten starten mehrsprachiges Jobportal für Flüchtlinge

| Redakteur: Johann Wiesböck

Welcome2Work bringt interessierte Flüchtlinge und Unternehmen zusammen, Paten unterstützen die Flüchtlinge bei der Integration in den Arbeitsmarkt.
Welcome2Work bringt interessierte Flüchtlinge und Unternehmen zusammen, Paten unterstützen die Flüchtlinge bei der Integration in den Arbeitsmarkt. (Bild: Simon Jobst)

Studierende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) wollen die Situation der nach Deutschland geflüchteten Menschen nachhaltig verbessern. Dazu haben sie Welcome2Work ins Leben gerufen – eine Job-Vermittlungsplattform, die sich speziell an Geflüchtete richtet.

Die Job-Vermittlungsplattform Welcome2Work basiert auf einem internetbasierten mehrsprachigen Jobportal, das durch ein Patenkonzept ergänzt wird. Ziel ist es, die Arbeitssuche für Geflüchtete in Deutschland zu erleichtern und Unternehmen Zugang zu einem bisher wenig beachteten Bewerberpool zu bieten. Welcome2Work ist ein Projekt des gemeinnützigen studentischen Vereins Enactus KIT e.V.

„Das Jobportal ist deutschlandweit verfügbar, die ersten Vermittlungen finden aber gerade im Karlsruher Raum statt“, sagt Julian Treichel, Projektleiter von Welcome2Work. „Wir suchen nun gezielt nach Unternehmen, Flüchtlingen und Ehrenamtlichen, die Interesse haben, bei unserem Projekt mitzumachen.“ Flüchtlinge können sich auf der Online-Plattform kostenlos registrieren und ein Bewerberprofil erstellen oder sich direkt auf offene Stellenausschreibungen bewerben.

Jobportal in Deutsch, Englisch, Französisch und Arabisch

Die Profile sind geschützt und nur für registrierte Unternehmen sichtbar, die wiederum passende Bewerber direkt anschreiben können. Zudem wird es ein Info-Wiki geben, das grundlegende rechtliche Fragen beantwortet. Verfügbar ist das Jobportal bereits auf Deutsch, Englisch, Französisch und Arabisch, weitere Sprachen sollen noch dazu kommen.

Sofern die Bewerberinnen und Bewerber das wünschen, vermittelt Welcome2Work auch ehrenamtliche Paten. „Diese stehen ihnen dann als Ansprechpartner bei kulturellen, rechtlichen und sprachlichen Fragen zur Seite und unterstützen – angeleitet durch Leitfäden und Schulungen – bei der Arbeitsmarktintegration“, so Treichel.

Kooperationspartner wie Weiterbildungseinrichtungen, Sprachschulen, Rechtsberatungen oder Unternehmensberater für interkulturelle Kommunikation helfen mit ihrer Expertise Bewerbern, Paten und Arbeitgebern.

Ergänzendes zum Thema
 
Hintergrund: Das Karlsruher Institut für Technologie

Crowdfunding – Unterstützer gesucht

„Über Unterstützung würden wir uns sehr freuen. Außerdem sind wir offen für weitere Anregungen und Ideen“, sagt Julian Treichel. Um das Projekt besser vorantreiben zu können, hat Welcome2Work eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, die noch bis zum 29. Februar 2016 über die Plattform des KIT – KITcrowd – läuft.

Das Projektteam „Welcome2Work“
Das Projektteam „Welcome2Work“ (Bild: Hongfei Huang)

Hier geht’s zu Welcome2Work auf KITcrowd: http://www.kitcrowd.de. Weitere Informationen finden Sie unter www.welcome2work.de. Die Kontaktadresse des Projektteams ist info@welcome2work.de.

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