Cebit 2018: Huawei stellt neue IoT- und KI-Produkte vor

| Redakteur: Julia Schmidt

Qiu Heng, President of Global Marketing der Enterprise Business Group von Huawei, hielt auf der Cebit 2018 eine Grundsatzrede zum Thema "Creating Intelligence & Connectivity Genes for Enterprises' Digital Neurons".
Qiu Heng, President of Global Marketing der Enterprise Business Group von Huawei, hielt auf der Cebit 2018 eine Grundsatzrede zum Thema "Creating Intelligence & Connectivity Genes for Enterprises' Digital Neurons". (Bild: Huawei)

Auf der Cebit 2018 hat Huawei seine neuesten IoT- und KI-Produkte vorgestellt, die Unternehmen dabei helfen sollen, intelligente und vernetzende „Gene“ für den Aufbau digitaler Neuronen zu entwickeln und somit die digitale Transformation von Unternehmen zu beschleunigen.

Auf Huaweis Pressekonferenz zur Cebit hielt Qiu Heng, President of Global Marketing der Enterprise Business Group von Huawei, eine Grundsatzrede zum Thema „Creating Intelligence & Connectivity Genes for Enterprises' Digital Neurons“. In seiner Rede erklärte Qiu Heng, wie IoT Unternehmen dabei helfen kann, die physische und digitale Welt zu verbinden. IoT erzeugt einen Zyklus, in dem Sensoren, die in der physischen Welt eingebettet sind, eine kontinuierliche Rückmeldung an die digitale Welt liefern, die dann wiederum die physische Welt steuern. Mithilfe des IoT, unterstützt KI diesen Zyklus dabei effizienter und automatisierter zu werden, um die beiden Welten effektiv zu verbinden. IoT und KI werden als Intelligence- und Connectivity-Gene im Nervensystem digitaler Unternehmen dienen.

Bis 2025 soll, laut Huaweis Global Connectivity Index (GCI), der Wert der digitalen Wirtschaft auf 23 Billionen US-Dollar steigen. Intelligente Konnektivität wird sich auf Regierungen, öffentliche Versorgungsunternehmen, die Fertigungsindustrie und viele andere Sektoren auswirken und bestimmen, wie die Industrie ihre digitale Transformation steuern wird. In zukünftigen digitalen Unternehmen werden Funktionsmodule (auch Neuronen genannt) als digitale Plattformen dienen. Die Ende-zu-Ende KI- und IoT-Fähigkeiten werden die Intelligence- und Connectivity-Gene der Neuronen aktivieren.

KI-gestützte Software Defined Kamera

KI-Anwendungen sind in fast allen Industriezweigen weit verbreitet. Ob Autopilot, unbemannte Supermärkte, intelligente Sprachassistenten oder andere Anwendungen. Dabei hängt die KI-Entwicklung von Daten, Algorithmen und Rechenleistung ab. Von den drei Schlüsselelementen, kann die Rechenleistung die wohl bedeutendste Verbesserung in der Weiterentwicklung von KI hervorbringen. Eine IDC-Analyse zeigt, dass sich das Datenvolumen von 2014 bis 2020 um das 5,5-fache erhöhen wird. Algorithmen wie die der Identifizierungsgenauigkeit werden sich um vier Prozent verbessern. Dadurch wird die Rechenleistung um das 30-fache wachsen. Das bedeutet, dass eine GPU nur einen Tag benötigen würde, um eine Rechenaufgabe zu lösen, für die eine CPU 30 Tage benötigt. Laut Gartners Bericht wird der Großteil der industriellen IoT-Analytik bis 2022 an der Edge statt in der Cloud durchgeführt, und zwar ausgehend von weniger als 10 Prozent im Jahr 2017. Das verdeutlicht, dass die rasante Entwicklung der KI von der Verbesserung der Rechenleistung abhängt, insbesondere der Verbesserung der Edge-Rechenleistung.

Huawei bietet Full-Stack KI-Lösungen, um die Rechenleistung und Intelligenz von einem Ende zum anderen zu verbessern. Die Lösungen umfassen Chips, KI-Terminals, GPU-Server, Video-PaaS-Cloud-Plattformen und mehr. Auf der Cebit 2018 hat Huawei die KI-gestützte Software Defined Kamera (SDC), die M/X-Serie, präsentiert. Diese Kameraserie kann in einer Vielzahl von Szenarien eingesetzt werden und verbessert, laut Hersteller, die Bildverarbeitungsfunktionen um das 25-fache. In Umgebungen mit geringer Belichtung übersteigt die charakteristische Erfassungsrate 85 Prozent. Diese Kameras haben außerdem eine Reihe von einzigartigen Eigenschaften:

  • Anpassungsfähiger Betrieb: Die Kameras haben voreingestellte Parameter für die Tages- und Nachtzeit sowie für verschiedene Wetterbedingungen wie Wolken, Regen und Schnee. Bei der Registrierung von Veränderung der Zeit oder des Wetters werden die Parameter automatisch angepasst, um die Videoqualität zu gewährleisten. Es ist kein manueller Eingriff erforderlich, was die Effizienz des Betriebssystems signifikant verbessert.
  • Front-End-Intelligenz: Während herkömmliche Kameras nur eine einzige Anwendung ausführen können,kann eine M/X-Kamera Algorithmen dynamisch laden, um mehrere Anwendungen auszuführen.
  • Kontinuierliche Weiterentwicklung: Huawei Kameras ermöglichen Online-Upgrades, um einen kontinuierlichen Betrieb zu gewährleisten. Herkömmliche Kameras hingegen erfordern manuelle Remote-Upgrades, die normalerweise zu Betriebsunterbrechungen führen.

Connected-Vehicle-Plattform und drahtlose IoT-Connectivity-Lösungen

Neben der OceanConnect IoT-Plattform umfasst die IoT-Lösung von Huawei auch kabelgebundene und drahtlose Konnektivität, Edge-Computing und Chipset-Module (LiteOS). Huawei entwickelt die Lösung kontinuierlich weiter und auf der Cebit die verbesserte OceanConnect IoT-Plattform vor, die jetzt auch Connected-Vehicle-Systeme unterstützt; die eLTE-IoT-Lösung mit neuen Funktionen zur drastischen Verbesserung der Leistung und die neue eLTE-DSA-Lösung. Diese Lösungen sollen das Konnekitivätsgen der Plattform erheblich verbessern.

Die Connected-Vehicle-Plattform soll die zentrale IKT-Infrastruktur bilden, die die digitale Transformation von Automobilunternehmen ermöglicht:

  • Konnektivität: Die Plattform bietet sichere und zuverlässige Konnektivität für Fahrzeuge und unterstützt Hunderte von Millionen Verbindungen und den gleichzeitigen Zugriff von Millionen Fahrzeugen. Die flexible Plattform lässt die Bereitstellung in Private, Public und Hybrid Clouds zu.
  • Datenaktivierung: Die Plattform erfasst und analysiert Daten zum Fahrzeugstatus und Fahrverhalten, um Profile von Fahrern und Fahrzeugen (Digital Twins) in der Cloud zu erstellen. Die genaue Analyse von Fahrverhalten und Szenarien ermöglicht intelligente Bereitstellung von Inhalten und Service-Empfehlungen.
  • Ökosystem: Durch die Trennung der Daten von den Services unterstützt die Plattform Automobilunternehmen bei der Kontrolle ihrer digitalen Vermögenswerte, dem Zusammenlaufen von Inhalten und Anwendungen von Drittanbietern.
  • Evolution: Die Connected-Vehicle-Plattform verbindet sich mit V2X. Die Zusammenarbeit umfasst Fahrzeugintelligenz und eine intelligente Synergie zwischen Fahrzeug und Straßen, um die intelligente Fahrerfahrung zu verbessern und gleichzeitig ein hohes Maß an Sicherheit und Effizienz zu bieten.

Die verbesserte eLTE-IoT-Lösung umfasst nun einen Radius von 10 Kilometern mit 10 Prozent stärkeren Signalen. Die Kommunikationslatenz wird um 50 Prozent reduziert und die maximale Standby-Zeit wird auf 10 Jahre verlängert. Sie nutzt die DSA-Technologie (Discrete Spectrum Aggregation), um ein großes Bandbreitenspektrum durch die Konvergenz kleiner Spektren zu schaffen, von denen einige zusammenhängend und andere verstreut sind. Die DSA-Technologie kann diese flexibel auswählen und sammeln. Die Lösung unterstützt die flexible Aggregation aller 280 Spektren um 230 MHz. Huawei wird zukünftig auch die Anwendung von DSA in anderen Frequenzen fördern. eLTE-DSA verbessert außerdem den gesamten Abdeckungsradius um 40 Prozent und die Latenz der Luftschnittstelle wird auf 20 ms reduziert. Darüber hinaus erreicht die Lösung eine Gesamtstabilität von fünf zu neun (99,999 Prozent).

Für Schnellentschlossene: Huaweis Messestand befindet sich in Halle 13, C01.

Sieben häufige Fehler bei der Einführung von KI

Sieben häufige Fehler bei der Einführung von KI

01.06.18 - KI liegt im Trend, aber beim Einsatz der Technologie können Unternehmen einiges falsch machen. Pegasystems warnt vor den sieben häufigsten Fehlerquellen bei der KI-Implementierung. lesen

Microsofts Projekt Brainwave: Die Suche nach der richtigen KI-Architektur

Microsofts Projekt Brainwave: Die Suche nach der richtigen KI-Architektur

11.06.18 - Mit Projekt Brainwave bietet Microsoft eine FPGA-basierte Echtzeit-KI-Plattform in der Azure Cloud, mittels der Berechnungen mit möglichst geringer Latenzzeit durchführbar sein sollen. Was war ausschlaggebend für die Hardware-Wahl, und welche KI-Strategie verfolgt Microsoft? Ein Interview mit Doug Burger, Entwickler im Brainwave-Team. lesen

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45352823 / KI/Machine Learning)