FPGA und PXIe

Keysight treibt seine modulare Messtechnik voran

| Redakteur: Hendrik Härter

Das PXIe-Oszilloskop M9243A mit einer Bandbreite von 1 GHz. Preislich liegen die Module auf Höhe der Bench-Top-Geräte.
Das PXIe-Oszilloskop M9243A mit einer Bandbreite von 1 GHz. Preislich liegen die Module auf Höhe der Bench-Top-Geräte. (Bild: Keysight)

Gleich 10 Modelle von PXIe-Messgeräten für 5G oder der Luft- und Raumfahrt präsentiert Keysight: Zu den Modulen gehören Arbiträrsignalgeneratoren, Digitizer und Oszilloskope.

Mit dem Ausbau der PIXe-Produkte treibt Keysight Technologies das Angebot seiner modularen Mess- und Testlösungen weiter voran. Das ist auch Teil der neuen Strategie, nicht nur als reiner Hardwarehersteller auf dem Markt aufzutreten, sondern als Lösungsanbieter aus Hard- und Software. Damit sind Kunden in der Lage, schnell auf den Markt zu reagieren und ihre Entwicklungen individuell anzupassen. Dabei sind FPGAs aus der Messtechnik kaum noch wegzudenken.

Auf den Markt kommen zehn PXIe-Messgeräte, um die Forschung bei 5G, der Luft- und Raumfahrt/Wehrtechnik sowie der Quantentechnik zu forcieren. Darunter befindet sich ein Arbiträrsignalgenerator (AWG) mit drei hochsynchronen Kanälen für sogenanntes IQ-Signaltuning und Envelope Tracking. Interessant für Entwickler dürfte das erste vollwertige PXI-Oszilloskop, das auf der 3000er Serie von Keysight basiert. Sowohl AWG als auch Oszilloskop bieten eine Bandbreite bis 1 GHz. Zudem verfügt das Oszilloskop M9243A zwei analoge Eingangskanäle und eine Sample-Rate von 5 GS/s. Dank einer Signalaktualisierungsrate von 1.000.000 Signalen/s und entsprechenden Tastköpfen erfasst und analysiert das Scope zufällige oder intermittierende Signale, die mit einem Digitizer entgehen würden. Preislich identisch ist das Modell mit der Bench-Top-Serie.

Das Modul bietet Funktionen wie Cursor und Marker, Triggerfunktionen, Signalmittelung, Signalmasken und 31 automatische Messfunktionen. Da sämtliche Module mit einem FPGA arbeiten, kann der Anwender kundenspezifische Algorithmen implementieren. Keysight vereinfacht es dem Entwickler, die Module zu programmieren: Ablaufdiagramme helfen, einzelne Tasks zu verbinden. Als Programmiersprachen lassen sich C, C++, C#, VS, LabVIEW, DLLs, Matlab und Python verwenden.

Bei der Arbeit unterstützt das Tool M3602A: Hier handelt es sich um eine grafische Programmierumgebung, um die in den Modulen verbauten FPGAs zu programmieren. So lassen sich beispielsweise Signale verschlechtern, um das Verhalten zu analysieren. Für das Programm muss kein Quellcode erstellt werden.

Um digital modulierte Signale zu erzeugen, bietet sich das Modul PXIe-AWG M9336A an. Es verfügt über mehrere Signalausgänge, die sich unabhängig voneinander nutzen und synchronisieren lassen. Damit hat der Anwender die Möglichkeit, hochauflösende Signale von Radar- und Satellitensystemen zu testen. Seine Amplitudenauflösung beträgt 16 Bit und die Modulationsbandbreite reicht bis 1 GHz. Offset, Verstärkung und Zeitversatz (Skew) lassen sich jeden Kanal einstellen.

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