Power Analyzer Keysight Technologies verbessert die Leistungsmessung

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Mit dem Leistungsanalysator IntegraVision vereint Keysight Technologies hochgenaue Leistungsmessung mit den Vorteilen eines Oszilloskops.

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Über das große Touch-Display können wiederholende und einmalige Ereignisse angezeigt werden.
Über das große Touch-Display können wiederholende und einmalige Ereignisse angezeigt werden.
(Keysight)

Mit seiner IntegraVision steigt Keysight Technologies in den Markt der Power Analyzer ein. Das Gerät vereint nach eigenen Angaben Leistungsmessung und Visualisierungsmöglichkeiten eines Oszilloskops. Gerade für Entwickler an elektronischen Energiewandlersystemen sind Messgeräte notwendig, um den Wirkungsgrad zu verbessern. Solche Anwendungen finden sich beispielsweise in Wechselrichter, Umrichter, Universalstromversorgungen, Batteriesysteme, Energieversorgungssysteme für Autos/Flugzeuge und Vorschaltgeräte für Beleuchtungen.

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Obwohl der Markt für die genannten Felder verschiedene Lösungen anbietet ist die Bedienung der Geräte bisher immer der entscheidende Punkt. Denn bisher benötigte man dazu einen Leistungsanalysator und ein Oszilloskop. Letzteres dient dazu, sich wiederholende und einmalige Ereignisse zu erfassen. Dazu gehören beispielsweise Einschaltstromspitzen oder Transienten. Analysieren lassen sich außerdem Leistungsverluste im Zeit- und Frequenzbereich durch Nyquist-basierte Berechnungen. Anwender mit Erfahrungen im Umgang mit einem Oszilloskop können dank der Benutzerfreundlichkeit schneller mit dem Leistungsanalysator arbeiten. Das 12,1-Zoll-Display ist mit kapazitivem Multi-Touch ausgestattet.

Grundgenauigkeit von 0,05 Prozent

Der Leistungsanalysator misst die AC- und DC-Leistungsaufnahme oder den Spannungswandlerwirkungsgrad. Zudem analysiert er die Auswirkungen von Nennspannungsparametern wie Frequenz, Phase, Oberwellen auf das Betriebsverhalten elektronischer Produkte. Dazu bietet die Messlösung eine Grundgenauigkeit von 0,05 Prozent und eine Auflösung von 16 Bit. Die Signale lassen sich mit einer Abtastrate von 5 MSample/Sekunde abtasten und das bei einer Bandbreite von 2 MHz.

Für die unterschiedlichsten Testszenarien bietet der Leistungsanalysator erdfreie Eingänge mit einer Isolationsspannung von 1000 Veff (Cat II). Sämtliche Kanäle verfügen serienmäßig über Eingänge für externe Sensoren sowie über Gleichstromeingänge für Ströme bis 2 Aeff und bis 50 Aeff. Der Eingang für externe Sensoren unterstützt Strommesszangen und Messwandler mit einer Ausgangsspannung von maximal 10 V (Endwert).

Das Modell PA2201A kann sofort bestellt werden und bietet 2 Kanäle bei einer Phase. Der empfohlene Verkaufspreis liegt bei rund 17.000 Euro. Für Dezember 2015 ist ein zweites Modell (PA2203A) geplant, das 4 Kanäle und 3 Phasen bietet. Der Preis soll bei 25.000 Euro liegen.

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