Zwei von drei Berufstätigen sind im Urlaub erreichbar

| Redakteur: Katharina Juschkat

Erholung oder nur Schein-Freizeit? 64 % aller Berufstätigen sind laut einer Bitkom-Studie im Sommerurlaub dienstlich erreichbar. Jeder Vierte liest geschäftliche Mails im Urlaub.
Erholung oder nur Schein-Freizeit? 64 % aller Berufstätigen sind laut einer Bitkom-Studie im Sommerurlaub dienstlich erreichbar. Jeder Vierte liest geschäftliche Mails im Urlaub. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Urlaub heißt für viele Entspannung, Sonne und vor allem Abschalten. Doch eine aktuelle Studie zeigt, dass zwei von drei Berufstätigen in der Urlaubszeit erreichbar bleiben.

Mails am Flughafen, Telkos beim Sightseeing und Web-Meetings am Strand: Rund zwei Drittel (64 %) der Berufstätigen sind im Sommerurlaub dienstlich erreichbar. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom. Im Vergleich zum Vorjahr (71 %) bleibt die Erreichbarkeit im Urlaub damit auf hohem Niveau, ist aber leicht zurückgegangen.

Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder erklärt: „Digitale Technologien ermöglichen ein flexibles, selbstbestimmtes Arbeiten und können Berufstätigen mehr Freiheit geben. Gerade im Urlaub sollte man sich aber erholen, durchatmen und deshalb möglichst gut funktionierende Vertretungslösungen suchen“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

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Jeder Vierte liest geschäftliche Mails im Urlaub

Sechs von zehn Berufstätigen (61 %) lesen während der freien Zeit berufliche Kurznachrichten über I-Message oder Whatsapp. 57 % bleiben telefonisch für Chef, Kollegen oder Kunden erreichbar. Und jeder Vierte (27 %) liest geschäftliche E-Mails. Vor allem jüngere Arbeitnehmer schalten im Urlaub ganz vom Job ab: Knapp vier von zehn Berufstätigen (39 %) zwischen 14 und 29 Jahren klinken sich während ihres Sommerurlaubs beruflich komplett aus. Bei den 30- bis 49-Jährigen sind es 30 %, bei den über 50-Jährigen 34 %.

Die meisten Berufstätigen sind via Kurznachrichten erreichbar, gefolgt von Anrufen.
Die meisten Berufstätigen sind via Kurznachrichten erreichbar, gefolgt von Anrufen. (Bild: Bitkom)

Im Regelfall müssen Arbeitnehmer außerhalb der Arbeitszeit, zum Beispiel im Urlaub und an Feiertagen, nicht erreichbar sein. Das Arbeitszeitgesetz gilt allerdings nicht für leitende Angestellte. In jenen Ausnahmefällen, in denen eine Erreichbarkeit doch notwendig ist, sollte eine klare und einvernehmliche Regelung zum Beispiel im Sinne eines Bereitschaftsdienstes getroffen werden. „Besonders problematisch sind Situationen, in denen eine permanente Erreichbarkeit stillschweigend vorausgesetzt wird, ohne dass dies anderweitig kompensiert wird“, sagt Rohleder.

Dieser Beitrag stammt von unserem Partnerportal Elektrotechnik.de.

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