Laborausstattung, die Techniker begeistert

Adrian Stirn an seinem Arbeitsplatz
Adrian Stirn an seinem Arbeitsplatz (Bild: Würth Elektronik eiSos)

Die Möglichkeit mit dem modernsten Equipment zu arbeiten, ist für die Techniker im Labor entscheidend beim Lösen von spannenden Aufgaben und hat einen großen Einfluss auf die Arbeitsergebnisse – wie in den Laboren der Würth Elektronik eiSos.

So gibt es am Hauptstandort Waldenburg ein großes Prozesslabor zur Untersuchung der Bestück- und Lötbarkeit von Bauteilen des Herstellers. Zur üppigen Ausstattung gehören: Bestückungsautomat, Reflow-Öfen, Dampfphase, Wellenlötanlage, Gravierlaser zur Markierung der Bauelemente und eine Benetzungswaage zur qualitativen Beurteilung der Bauteiloberflächen. Ein anderes Beispiel ist das Analyselabor mit 3D-Computertomografie, Infrarot- und Röntgenanalyse. Beim Blick in diese Labore geht einem als Ingenieur das Herz auf.

Für einen der führenden Hersteller elektronischer und elektromechanischer Bauelemente besonders wichtig: Das EMV-Labor. Schließlich steht eiSos für emc & inductive Solutions und Würth Elektronik eiSos verkauft nicht nur die Bauelemente, sondern schult und unterstützt, wo immer Entwickler und Kunden Fragen zur Anwendung der Bauelemente haben.

Vom Praktikant zum verantwortlichen Laboringenieur

Prüfung der gestrahlten Störaussendung eines Netzteils
Prüfung der gestrahlten Störaussendung eines Netzteils (Bild: Würth Elektronik eiSos)

„Im Studium war EMV kaum ein Thema. Alles, was ich darüber in Theorie und Praxis weiß, habe ich hier gelernt“, sagt Adrian Stirn, verantwortlicher EMV-Laboringenieur in Waldenburg. „Elektromagnetische Störung und die Entstörung von Baugruppen und Geräten sind für viele Entwickler eine Art schwarze Magie, die ihnen fremd ist. Das rächt sich, wenn man mit seinem Produkt die EMV-Prüfung nicht besteht. Unser Labor ist extrem gut ausgestattet und wir bieten Unternehmen aus dem süddeutschen Raum die Durchführung entwicklungsbegleitender EMV-Prüfungen an, um Fehler und Risiken früher zu erkennen.“ Das Labor, an dessen Ausbau Adrian Stirn maßgeblich beteiligt war, ist heute mit zwei Schirmkabinen und einem Vollabsorberraum ausgestattet.

Der Computertomograf dient der 3D-Röntgenanalyse von Bauelementen und Baugruppen
Der Computertomograf dient der 3D-Röntgenanalyse von Bauelementen und Baugruppen (Bild: Würth Elektronik eiSos)

Adrian Stirn, B. Sc., hat für seinen persönlichen Karriereweg die Möglichkeit des kooperativen Studiums mit Elektrotechnikausbildung und einem Studium der Elektrotechnik an der Hochschule Heilbronn genutzt. „In den Semesterferien ist man im Unternehmen tätig. Ich habe mich in dieser Zeit mit Messtechnik und Schaltungstechnik beschäftigt, weil ich das theoretische mathematische Wissen von der FH auf nachvollziehbare und praktische Projekte anwenden wollte. Zu dieser Zeit wurde hier das Messsystem des Absorberraums eingerichtet“, erinnert sich Stirn. Sein Interesse für Messtechnik war geweckt und Stirn betreute das hochmoderne Messsystem in seinen Semesterferien. Auch bei der Prüfung brachte ihm das einen Riesenerfolg: „Als Abschlussprojekt für das Fachgespräch habe ich damals den Prototyp für einen Stromimpulstest gebaut, der dann auch für erste Tests unserer pulsfesten SMD-Ferrite WE-MPSB genutzt wurde. Eine bessere Wertschätzung seiner Arbeit kann man sich nicht wünschen.“

Der 27jährige, der als Bassist der Firmenband auch private Interessen mit Kollegen teilt, betreut heute die EMV-Prüfungen lokaler externer Kunden sowie interne Projekte – auch für das große, firmeneigene Design Center in München. „Meine Aufgabe hier ist wirklich interessant und abwechslungsreich. Es ist ein schöner Mix aus persönlichen Kontakten zu Entwicklern aus vielen verschiedenen Wirtschaftszweigen, technischen Herausforderungen und der messtechnischen Arbeit mit Normen.“

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