Aufbruch 2022 Kann man eine Pandemie als Chance sehen? Oh ja, man kann!

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Hermann Püthe, der geschäftsführende Gesellschafter der inpotron Schaltnetzteile in Hilzingen, sieht die Corona-Pandemie durchaus auch als eine Chance.

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Hermann Püthe: „Am Ende muss alles gut sein. Ist es noch nicht gut, dann ist das Ende noch nicht da!“
Hermann Püthe: „Am Ende muss alles gut sein. Ist es noch nicht gut, dann ist das Ende noch nicht da!“
(Bild: inpotron)

Wann hätte sich sonst jemals eine Möglichkeit geboten unsere Gesellschaft kollektiv zu „entschleunigen“? Jeder sehnt sich nach der sogenannten „Normalität“, aber ist das denn tatsächlich so? Nein! Denn seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland mit völlig unbekannten Auswirkungen vor gut einem Jahr bis heute – ist unglaublich viel passiert.

Aus den damaligen Ängsten vor dem Verlust von Arbeitsplätzen ist ein gemeinsames Anpacken geworden. Heute beschäftigen uns Themen wie Rohmaterialengpässe bei gleichzeitigen Auftragssteigerungen. Die Inzidenzzahlen sind gerade sehr niedrig, und wir spüren die Rückkehr zu altbekannten Möglichkeiten. Sind die Gedanken noch vor kurzem darum gekreist, was denn gerade nicht geht oder welche Verluste jeder so zu tragen hat, stehen wir nun vor der Herausforderung einer Materialknappheit. Die Vereinsamung im Home-Office mit fehlenden Sozialkontakten geht immer mehr zurück. Der Gemeinschaftssport, der monatelang nicht möglich war, auch die Fitness-Studios, wie auch mein geliebtes Schwimmbad können nun endlich wieder besucht werden.

Jammern hat noch nie geholfen!

Aber mal ehrlich, jammern hat noch nie geholfen. Die Chance, eine Alternative zu ergreifen, ist immer lohnenswert. Viele haben das Wandern im eigenen Land als Bereicherung entdeckt und konnten so, neben der Verbesserung der körperlichen Belastbarkeit, Entspannung pur genießen. Mit etwas Fantasie und kleinen Hilfsmitteln war und ist auch die Trainingsmethode der Fitness mit dem eigenen Körpergewicht ein super gesundes und durchaus anspruchsvolles Pendant zur „Muckibude“. Joggen in der Natur statt auf dem Laufband, oder auch nur ein langer Spaziergang vor der Haustür. Bewegung als aktive Meditation begeistert. Klar, etwas Disziplin ist dazu notwendig, also auf geht’s.

Die fehlenden Besuche der Freunde und Verwandten konnten wir ein wenig über Videoschaltungen kompensieren, die wir ja alle aus dem beruflichen Umfeld kennenlernen durften. Viele Kilometer auf der Straße zu Messen, Kundenbesuchen, Veranstaltungen wurden stattdessen mit Freizeit oder kreativerem Wirken wertvoll und ohne Stau-Stress in Mehrwert umgewandelt. Das gute Buch ist wiederentdeckt, auch von jungen Menschen. Neue Rezepte in der eigenen Küche auszuprobieren und so die Ernährung weg vom Fastfood oder Fertiggerichten in ein Genusserlebnis zu wandeln. Aktivitäten, die Freude bringen.

Insgesamt sind wir doch alle kreativer geworden. Ganz nach der Devise: „Not macht erfinderisch.“ Diese Kreativität hilft auch, unsere Gedanken neu zu strukturieren und gewinnbringend im Unternehmen wie auch in unserer Freizeit einzusetzen. Etwas Neues probieren ist in Zeiten der Sättigung einfach zu unbequem, nun aber wurden wir dazu gezwungen oder eben auch ermuntert. Ach, behalten wir doch diese geistige und möglichst auch körperliche Beweglichkeit, so können wir proaktiv und selbstbestimmend unser Glück gestalten. Planen wir unsere Ziele mutig und geradlinig ganz nach dem Motto: „Am Ende muss alles gut sein. Ist es noch nicht gut, dann ist das Ende noch nicht da!“

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