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Kamerasensor von Sony mit integrierter KI

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Sony hat zwei neue Kamerasensoren vorgestellt. Zum einen einen reinen Bildsensor und eine komplette Ausstattung aus Bildsensor und Künstlicher Intelligenz. Die Kameradaten werden vor Ort auf dem Chip verarbeitet und der Datenschutz bleibt gewahrt.

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Die beiden Kamerasensoren IMX500 und IMX501. Das größere Modell IMX501 besteht aus dem Bildsensor IMX500 und zusätzlich aus einer zweiten Schicht für die KI.
Die beiden Kamerasensoren IMX500 und IMX501. Das größere Modell IMX501 besteht aus dem Bildsensor IMX500 und zusätzlich aus einer zweiten Schicht für die KI.
(Bild: Sony)

Bei Smartphones und Kameras ging es viele Jahre darum, die Anzahl der Pixel bei den Bildsensoren in die Höhe zu schrauben und dabei gleichzeitig ihre Größe zu reduzieren. Doch jetzt geht es bei den Sensorherstellern darum, eine gewissen Intelligenz in die Chips zu packen. So auch der japanische Hersteller Sony, der jetzt die beiden Kamerasensoren IMX500 und IMX501 vorgestellt hat.

Bei beiden Sensoren soll ein Algorithmus die erfassten Informationen verarbeiten und auswerten können. Bei dem Modell IMX500 handelt es sich um einen reinen Bildsensor. Beim IMX501 ist der Bildsensor IMX500 integriert. Hier ist zudem die Datenverarbeitung für die Künstliche Intelligenz (KI) in einer zweiten Schicht unter dem Bildsensor montiert.

Der Bildsensor IMX500 bietet eine Auflösung von 12,3 Megapixel. Die nach Angaben von Sony integrierte Künstliche Intelligenz (KI) soll in der Lage sein, leichte, maschinelle Lernaufgaben zu ermöglichen. Die notwendige Berechnung wird nicht in die Cloud ausgelagert, sondern erfolgt direkt auf der Hardware. Das hätte auch aus Sicht des Datenschutzes den Vorteil, dass die Daten in der Kamera bleiben.

Daten in Echtzeit verarbeiten

Die Kamerasensoren lassen dank eines beschreibbaren Speichers beispielsweise im Einzelhandel einsetzen, damit Inhaber die Kundenbewegungen überwachen und analysieren können. Es ist möglich, die Kunden zu zählen oder auch, ob Waren im Regal fehlen und nachgefüllt werden müssen. Sony betont ausdrücklich, dass mit den Chips es nicht möglich ist, spezifische Gesichter wiederzuerkennen (Face Recognition). Möglich ist allerdings, ein Gesicht im Bild zu lokalisieren (Face Detection).

Mit den Bildsensoren werden keine komplexen Bilderkennungssysteme ersetzt. Doch Sony zeigt mit seiner Entwicklung einen Weg hin zu Kameras als eigenständige Computer. Damit könnten die Bildsensoren genau solche komplexen Computer-Vision-Systeme unterstützen.

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