Jetzt muss die Smart-Home-Branche liefern

| Redakteur: Hendrik Härter

Resümee des Smart-Home-Kongresses: Die Branche muss sich jetzt mit der konkreten Umsetzung beschäftigen.
Resümee des Smart-Home-Kongresses: Die Branche muss sich jetzt mit der konkreten Umsetzung beschäftigen. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Der Smart-Home-Kongress 2018 hat laut den Veranstaltern entscheidende Impulse für den Markterfolg geliefert. Dabei geht es nicht mehr darum, herauszufinden, was technisch möglich ist, sondern um konkrete Anwendungen.

Eine durchweg gelungene Kooperation: Die vier Smart Home Akteure SmartHome Initiative Deutschland e. V., Bayern Innovativ, Kotschi Consulting und Vogel Communications Group haben durch gut genutzte Synergien einen Kongress auf die Beine gestellt, der die Teilnehmer sowohl durch die Fülle hochkarätiger Referenten als auch eine abwechslungsreiche Agenda mit hohem Praxisbezug und rege genutzte Netzwerkplattformen begeistert hat: Während der Fokus in den vorangegangenen Jahren eher auf der Identifizierung technischer Möglichkeiten und deren Potenzial lag, konnten die Teilnehmer aus den verschiedenen Smart-Home-Branchen beim Kongress in Nürnberg konkrete Umsetzungsvorschläge und Ideen mitnehmen, wie sie mit ihren Produkten und Dienstleistungen heute schon Kunden adressieren können.

Denn diejenigen, die diesen Schritt bereits geschafft haben und am Markt erfolgreich sind, erlaubten in ihren Vorträgen ungewohnt tiefe und spannende Einblicke in die eigenen Erfolgsstrategien. „Zu sehen, wie weit viele bereits in den Markt eingedrungen und wie ausgefeilt die Ideen und Ansätze sind, wie von tink, Fibaro, Mila, NonPlusUltra und Medisana, hat die Besucher sichtbar beeindruckt und beflügelt,“ stellt Jürgen Frickinger von Bayern Innovativ fest.

Energieeffizienz und Nachhaltigkeit im Smart Home

Günther Ohland von der SmartHome Initiative Deutschland: „Jetzt ist die Smart-Home-Branchen an der Reihe, sich mit der konkreten Umsetzung zu beschäftigen, um den letzten Schritt zum Eintritt in den Breitenmarkt zu meistern.“
Günther Ohland von der SmartHome Initiative Deutschland: „Jetzt ist die Smart-Home-Branchen an der Reihe, sich mit der konkreten Umsetzung zu beschäftigen, um den letzten Schritt zum Eintritt in den Breitenmarkt zu meistern.“ (Bild: Stefan Wisbereit / Smart Home Initiative)

Der unmittelbare Realitätsbezug der in den parallelen Sessions vorgestellten Geschäftsmodelle wurde von den Teilnehmern in den Pausen und beim Abendprogramm aufgegriffen, um neue Kontakte für vielversprechende Kooperationen zu knüpfen. Somit entstand über beide Tage eine erfrischend motivierende Atmosphäre, die alle Besucher begeistert hat. Thomas Jäger von Jäger Direkt bringt es auf den Punkt: „Ich habe selten einen Kongress erlebt, der derart inspiriert hat, ins TUN zu kommen, die Marktbearbeitung neu zu denken und Grenzen zu verschieben.“

Aktiv mit dabei waren in diesem Jahr auch Branchen, die bislang eher im Schatten der Smart-Home-Marktentwicklungen geblieben sind, wie beispielsweise Versicherungen. Rolf Mertens von Ergo zeigte an konkreten Umsetzungsbeispielen auf, welche enormen Chancen der Smart-Home-Markt für Versicherungen bietet und wie durch Partnerschaften völlig neue Mehrwertdienste entstehen können. Zudem zeigte sich, dass auch die Themen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit eine besondere Rolle im Smart-Home-Kontext spielen. „Unternehmen wie Vaillant, Bosch oder SMA erkennen zunehmend, dass ihre Geräte nicht nur Sektor-übergreifend im Smart Home vernetzt, sondern auch deren Daten in den Energiemanagement Apps zu neuen Services gebündelt werden können,“ bestätigt Dr. Bernd Kotschi, Kotschi Consulting.

Der Smart-Home-Kongress 2018 hat gezeigt, dass die Lösungswelt bei allen Marktbeteiligten angekommen ist. Jetzt sind alle Branchen an der Reihe, sich mit der konkreten Umsetzung zu beschäftigen, um den letzten Schritt zum Eintritt in den Breitenmarkt zu meistern. „Oberste Priorität wird sein, immer den konkreten Nutzen für den Kunden im Fokus zu haben, die Produkte und Services im Smart Home technisch vernetzbar zu machen und hierfür gezielt Partnerschaften einzugehen“, rät Günther Ohland von der SmartHome Initiative Deutschland.

Smart Home: Kunden wollen einfachere Produkte und mehr Emotionen

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