Toyota C-HR – Hallo Zukunft Japaner wollen mit neuem Modell Crossover-Markt aufmischen

Autor / Redakteur: sp-x / Christoph Seyerlein

Hätte Mr. Spock, der im Jahr 2230 geborene Vulkanier vom Raumschiff Enterprise, einen Dienstwagen gesucht: Der neue Toyota C-HR wäre wohl erste Wahl gewesen. So futuristisch sah bislang noch kein Serienauto aus.

Ab September zu haben: der Toyota C-HR.
Ab September zu haben: der Toyota C-HR.
(Bild: Toyota)

Mit dem eigenwillig gestylten C-HR will Toyota in der Crossover-Klasse ein Zeichen setzen. Der 4,36 Meter lange Fünftürer mit seiner coupéhaften Form und den Fahreigenschaften einer Kompaktlimousine verfügt zugleich über die Vorteile eines SUV.

Er teilt sich die Basis mit dem bekannten Hybrid-Modell Prius, übernimmt auch dessen Antriebstechnik mit einer Kombination aus 1,8-Liter-Benziner (72 kW/98 PS) und 53kW/72 PS starkem E-Motor. Der Allradantrieb ist der Version mit 1,2-Liter-Benzinmotor (85 kW/116 PS) vorbehalten. Die Preise des ab September erhältlichen C-HR stehen noch nicht fest, werden aber bei rund 20.000 Euro beginnen.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 10 Bildern

Schon auf dem Genfer Salon im Frühjahr sorgte die Premiere des C-HR für Aufsehen. Diese Frontpartie zum Beispiel: Riesiger Lufteinlass in Trapezform unter einer hochgezogenen Nase. Darüber ein schmallippiger Kühlergrill mit zwei Scheinwerfergehäusen, die hinten bis in die halbkreisförmigen, ausgestellten Radhäuser ragen, die ihrerseits wiederum über eigene vordere vertikale Kühlöffnungen verfügen. Die Dachlinie steigt bis zur B-Säule rasant an, um ab dann sanft gen Heck abzufallen und in einem steilen Heckfenster unter dem Dachspoiler zu enden. Blickfang von achtern gesehen sind die aufgesetzten Rückleuchten, die die Heckklappe begrenzen.

Schön oder nicht schön, das wird wohl die Frage, die sich Viele bei der ersten Begegnung mit dem Neuling stellen. Wim Iterbeke, der Produktchef für europäische Toyota-Modelle, hat dafür nur ein Lächeln übrig. „Wir wollen provozieren“, gibt er freimütig zu, „der C-HR ist auch für Menschen gedacht, die gerne auffallen und sich ein Auto wünschen, was einfach anders aussieht als der Einheitsbrei auf unseren Straßen“. Das Vorhaben scheint gelungen, auch wenn Zweifel bleiben, ob die gewöhnlich recht konservative Kundschaft schon reif ist für so einen Toyota.

Dabei kann Toyota auf Erfahrungen des Rivalen Nissan bauen. Dessen Juke, bei seinem Erscheinen ähnlich skeptisch bis ablehnend bewertet, gehört inzwischen zum normalen Straßenbild. Keiner dreht sich mehr nach ihm um. Da die Japaner jährlich gut 100.000 C-HR in Europa verkaufen wollen, könnte diese Normalität auch den Toyota treffen. Ein direkter Rivale des Juke ist der Neuling allerdings nicht. Er tritt etwa eine Klasse oberhalb an, hat eher den braven Nissan Qashqai im Visier.

(ID:44150538)