IoT-Start-ups gesucht: Neues Gründerzentrum fördert innovative IT-Security-Ideen

| Redakteur: Michael Eckstein

Expertenwissen gefragt: Das Internet of Things bietet enorme Möglichkeiten, birgt aber auch viele Gefahren. Daher sind Security-Lösungen stark nachgefragt.
Expertenwissen gefragt: Das Internet of Things bietet enorme Möglichkeiten, birgt aber auch viele Gefahren. Daher sind Security-Lösungen stark nachgefragt. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Ein neues, von der IAR Systems Group gefördertes Gründerzentrum im schwedischen Stockholm will innovativen, im Bereich IoT-Security aktiven jungen Firmen unter die Arme greifen – nicht ganz uneigennützig.

Die IT-Sicherheit ihrer Produkte ist für viele Hersteller elektronischer Geräte ein entscheidender Erfolgsfaktor. Das gilt nicht zuletzt für IoT-Produkte, die per Definition mit dem Internet verbunden sind und darüber Daten austauschen. Deshalb bringen derzeit etliche Start-up-Unternehmen neue Lösungen auf den Markt, die eine Vereinfachung und Verbesserung der benötigten Sicherheitsimplementierung für IoT-Applikationen versprechen. Mit einem Investmentfond und weiteren Leistungen will die IAR Systems Group ebensolche Start-up-Unternehmen fördern. Im „Ymir“-Gründerzentrum unterstützt die Firmengruppe Unternehmen, die neue Geschäftsideen und Wachstumspotenzial zu bieten haben.

Marktbeobachter prognostizieren dem IoT eine glänzende Zukunft. Ein Beispiel: Nach Angaben des „IoT Global Forecast & Analysis 2015-2025“-Reports von Machina Research sollen im Jahr 2025 27 Milliarden Geräte mit dem Internet verbunden sein. Dieser schnell wachsende Markt steht beim Thema Sicherheit vor großen Herausforderungen, sowohl bei der Herstellung von Komponenten als auch beim Betrieb von IoT-Infrastrukturen.

Mit der Zahl der IoT-Knoten wachsen die Herausforderungen an die IT-Sicherheit

Mit zunehmender Anzahl und Vernetzung von Internet-fähigen Geräten gewinnen Themen wie der Schutz geistigen Eigentums, Plagiate, Überproduktion sowie der Schutz sicherheitskritischer Betriebsdaten und das Verhindern von Sabotageakten stark an Bedeutung.

Trotz dieser Bedrohungen sind laut der ABI-Studie „IoT Perspective – From Design to Life Cycle Management“ heute nur rund vier Prozent aller IoT-Produkte sicher. Gemäß der Studie könnte das Marktvolumen sicherer IoT-Mikrocontroller 1,2 Milliarden US-Dollar im Jahr 2022 erreichen. Voraussichtlich bieten auch dann lediglich 20 Prozent aller neuen IoT-Komponenten eine Basis-Sicherheit.

IoT-Start-up aufbauen, verkaufen oder übernehmen

„Durch die Investitionen in neue Technologien erhalten wir umfangreiche Kenntnisse und könne uns gut positionieren, um unsere Security-Kompetenz weiter auszubauen“, sagt Stefan Skarin, CEO der IAR Systems Group im schwedischen Stockholm. „Im Rahmen des Ymir-Gründerzentrums werden wir uns an den Start-up-Unternehmen anfänglich beteiligen und später darüber entscheiden, ob wir sie weiter aufbauen, veräußern oder akquirieren.“

„Beim Thema IoT-Sicherheit nehmen wir bereits eine Führungsrolle ein und dies ist nun der nächste logische Schritt“, sagt Haydn Povey, CEO von Secure Thingz. Sein Unternehmen entwickelt selbst IoT-Secuity-Lösungen und wurde 2018 Mitglied der IAR Systems Group. Mit Expertenwissen in den Bereichen Gerätesicherheit, Embedded Systems und Lifecycle-Management verstärkt das Unternehmen, das von Sicherheitsexperten gegründet wurde und geleitet wird, die IAR Systems Group.

„Durch die Investitionen in Start-up-Technologieunternehmen können wir zusätzlich zu unserem bereits bestehenden Security-Angebot weitere innovative Lösungen anbieten und haben einen guten Stand, um unsere Position als Vorreiter in dieser Wachstumsbranche zu verteidigen.“ Laut Skarin ist IAR Systems bereits mit ersten Unternehmen im Gespräch. Weitere Kandidaten können sich hier bewerben.

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