IoT-Leitfaden für Entwickler

| Redakteur: Hendrik Härter

Cloudbasierte Datenspeicherung, die entsprechende Analyse sowie die Möglichkeit der Ferndiagnose werden im privaten wie auch industriellen Umfeld immer wichtiger, ebenso wie die Kommunikation einzelner Geräte und Anlagen miteinander. Damit Datenaustausch, -verarbeitung und Befehlsübertragung optimal funktionieren, ist eine Anbindung der Geräte an das Internet nach Funktionsprinzipien des Internet of Things nötig.
Cloudbasierte Datenspeicherung, die entsprechende Analyse sowie die Möglichkeit der Ferndiagnose werden im privaten wie auch industriellen Umfeld immer wichtiger, ebenso wie die Kommunikation einzelner Geräte und Anlagen miteinander. Damit Datenaustausch, -verarbeitung und Befehlsübertragung optimal funktionieren, ist eine Anbindung der Geräte an das Internet nach Funktionsprinzipien des Internet of Things nötig. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Wie sich Hardware an das Internet der Dinge (IoT) anbinden lässt, zeigt eine technische IoT-Studie. Sie ist praktischer Leitfaden für den Entwickler in Form von detaillierten und standardisierten Datenblättern.

Ob Sensor, Messgerät, Informationsdisplay, Warenautomat oder Maschinensteuerung: Für den Entwickler bedeutet dies, eine Internetanbindung nach den Prinzipien des Internet of Things (IoT) zu berücksichtigen. Zusätzlich müssen spezifische Protokolle implementiert sein, wenn das Gerät in einem virtuellen Netzwerk agieren soll, das über eine cloudbasierte IoT-Plattform verwaltet wird.

Damit der Anschluss gelingen kann, braucht es die richtigen Ressourcen und Know-how, damit die Produkte auch smart werden. Die Entwickler müssen viel Zeit und Arbeit investieren, um die benötigten, passenden Hardwarekomponenten und Protokollstacks zu recherchieren und in ihre Geräte zu integrieren.

Passende Hardwarekomponenten und Protokollstacks

Nun liegt mit der IoT-Studie der Gesellschaft für intelligente technische Systeme mbH (GEFITS) ein Leitfaden vor, welcher dem Entwickler die Recherchearbeit abnimmt. Der Leitfaden ist in Form von standardisierten Datenblättern aufgebaut mit den am Markt erhältlichen Komponenten. Diese sind in sieben Produktgruppen aufgeteilt: COM-Controller, IoT-COM-Module, System-on-Chip, IoT-Smart-Module, Basisprotokoll-Stacks, IoT-Middleware und schließlich cloudbasierte IoT-Plattform.

In einem zusätzlichen Grundlagenteil werden die bei IoT-Anbindungen relevanten Techniken im Überblick dargestellt. Das unabhängige Autorenteam hat in der Studie zusammengetragen, welche Produkte bei der IoT-Integration unterstützen, welche Produkte es am Markt gibt und wie sich die Netzanbindung zuverlässig realisieren lässt.

Neben den sieben Produktgruppen sind es die umfangreichen Datenblätter, die je nach Art der Komponente beispielsweise über Gehäuse, Bauform, Funkstandard, Schnittstellen, Stromverbrauch, NET-Interface, Prozessoraufbau und weitere Merkmale informieren. Die einzelnen Elemente innerhalb einer Gruppe lassen sich über die wichtigsten, technischen Eigenschaften und Funktionalitäten vergleichen. Zusätzlich werden in einem weiteren Teil des Dokuments die zugrunde liegenden Techniken ausführlich erläutert – also die verschiedenen Kommunikationsschnittstellen, Basisprotokolle und spezielle IoT-Protokolle.

Im Zusammenspiel kann der Entwickler die optimalen Komponenten für die Anforderungen seines Gerätes finden, unabhängig davon, ob er eine Kamera oder einen Sensor IoT-fähig macht. Die Studie ist dabei sowohl geeignet für Entwickler, deren Geräte noch keinerlei Netzwerkanbindung haben und daher eine Lösung mit zusätzlichen Chips und Protokollen benötigen, als auch für solche, die bereits netzwerkfähige Geräte mittels spezifischer Protokolle nur noch an cloudbasierte Plattformen anbinden müssen.

Die Studie ist als PDF-Dokument erhältlich. Dank der integrierten Suchfunktion des PDF-Viewers kann der Entwickler über die Stichworte schnell die gewünschten Seiten aufrufen und die Recherche ist zielgerichteter. Details zur Studie finden sich hier.

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