MYNXG Gateway

IoT-Gateway-Designs, flexibel und sicher

| Autor / Redakteur: Gerhard Gilch, Bernd Möller * / Margit Kuther

conga-QA4: Qseven-Modul auf Basis von Intels Atom-Prozessortechnologie Braswell.
conga-QA4: Qseven-Modul auf Basis von Intels Atom-Prozessortechnologie Braswell. (Bild: congatec)

Ein echtes Multitalent der Kommunikation ist das auf Qseven basierende MYNXG Gateway von MyOmega System Technologies. Dafür lieferte congatec die Embedded Hardware Design & Manufacturing Services.

IoT, Industrie 4.0 und Clouds sind ein echtes Hype-Thema für industrielle Applikationen geworden. Viele neue Applikationen entstehen gerade. Enorme Potenziale verspricht man sich auch für bestehende Maschinen und Anlagen. Die Nutzenargumente sind: Kostenersparnis, optimierte Prozesse, nachhaltigeres Wirtschaften, mehr Komfort, erhöhte Verfügbarkeit und effizientere Instandhaltung oder auch Pay-per-Use-Szenarien. Um aus den neuen Möglichkeiten der Anbindung von Geräten und Sensoren ein tragfähiges Businessmodell zu machen, bedarf es einer klaren Strategie und vieler Teilkomponenten.

Besondere Bedeutung ist dabei laut VDC Research den Gateways beizumessen. Sie müssen die erforderliche Logik und Kommunikationsfähigkeit bieten, um die lokalen Sensordaten aus heterogenen Netzwerken zu empfangen und zu verarbeiten, um sie danach bedarfsgerecht an die Managementsysteme zu liefern, die in der Cloud und auf Unternehmensservern sowie auf Workstations, Tablets und Smartphones betrieben werden. Hierfür müssen sie auch entsprechend performant sein und sicher.

Industrie 4.0 und IoT sind bisher kaum umgesetzt

Dass der Weg vom Wunsch zur Realität einigen Aufwand erfordert und Zeit braucht, belegt der von IDC aktuell ermittelte Status der Umsetzung von IoT- bzw. Industrie-4.0-Applikationen . Nur 3% der befragten Unternehmen konnten ihre Industrie-4.0-Applikation bereits umfassend umsetzen und nur 12% haben erste Teillösungen umgesetzt. Die Phase der Umsetzung der breiten Masse steht uns also noch bevor. In vier Jahren sollen es aber schon bis zu 50 Mrd. IoT-angebundene Devices sein.

In diesen Projekten klemmt und hapert es oft an unterschiedlichsten Ecken. Es gibt zwar Clouds, aber keine Cloud-Lösung für den erdachten Anwendungsfall. Es gibt zwar viele isoliert durchaus anwendbare Services, aber viele davon sind nicht sicher. Sensoren und Maschinen sind zwar vernetzbar. Aber die Infrastruktur ist sehr heterogen und eine integrierte Lösung sieht bei jedem Unternehmen anders aus.

Eine Herausforderung stellt insbesondere die Auslegung des Gateways dar. Standardgateways sind nicht robust genug oder haben nicht die passende Performance bzw. Programmierflexibilität. Zudem gibt es hier vielfältigste Aufgabenstellungen in puncto Sicherheit. Zur Anbindung an die Feld- und Prozessebene gibt es oft nicht genügend Schnittstellen. Zumeist reicht auch die Kapazität nicht aus, um hunderte oder gar tausende Sensoren anzubinden und deren Kommunikation zu meistern oder aber tausende Meter Funkstrecke zu überwinden.

In dieses Umfeld, das von Herausforderungen geprägt ist, positioniert sich die MyOmega System Technologies als Problemlöser für industrielle Kunden. Das Unternehmen berät bei der Umsetzung von IoT- und Industrie-4.0-Strategien und bietet vom Requirement Engineering bis hin zur Inbetriebnahme der IoT-Applikation einen Rundum-Sorglos-Service an, sodass Kunden komplette IoT-Projekte outsourcen können.

Ein Schwerpunkt ist dabei die Softwareentwicklung sowie die Auswahl, Konfiguration und Integration der passenden Komponenten auf allen Ebenen: von den IoT-Sensoren im Feld über die IoT-Gateway-Auslegung auf Prozess-Level bis hin zur Cloud- und App-Programmierung bzw. ERP-, MES- oder Maintenance-Systemanbindung auf Management-Level. Die IoT-Applikationen, die MyOmega bedient, fallen mitunter extrem heterogen aus. So gibt es Applikationen im Bereich des Smart Farmings, bei denen es die Herausforderung ist, 3000 Meter Funkstrecke zwischen IoT-Gateway und den Sensoren im Feld zu überbrücken.

In einer Logistikapplikation, wo es um die Füllstandmessung von Kanban-Behältern über Bilderkennung auf dem Gateway geht, werden 3000 Behälter (Bins) pro Knoten angebunden. In einem weiteren Projekt ist es erforderlich, dass das Gateway selbst Zykluszeiten von 30 ms erfasst und dokumentiert, um die Kalibrierung eines Produkts beim ODM nachzuweisen und diese Daten an den OEM zu übermitteln.

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Der Artikel zeigt gut welche Themen im IoT und auch ggf. in IIoT Umfeld adressiert werden müssen....  lesen
posted am 01.03.2016 um 22:55 von Robert Tordy


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