Investition in Printed Electronics für Medizingeräte

| Redakteur: Peter Reinhardt

Am Hauptsitz der Cicor-Gruppe im Schweizer Bronschhofen kümmern sich Anwendungstechniker künftig in einem neuen Technologiezentrum verstärkt um Printed Electronics.
Am Hauptsitz der Cicor-Gruppe im Schweizer Bronschhofen kümmern sich Anwendungstechniker künftig in einem neuen Technologiezentrum verstärkt um Printed Electronics. (Bild: Cicor)

Die in den Bereichen Leiterplatten, Mikroelektronik und EMS (Electronic Manufacturing Services) tätige Cicor-Gruppe investiert einmal mehr in neue Technologien. Printed Electronics unterstreichen den Anspruch auf Technologieführerschaft.

Der Elektronikfertiger Cicor gibt wichtige Maßnahmen zur Stärkung der weltweiten Wettbewerbsfähigkeit bekannt:

  • In Bronschhofen (Schweiz) wird ein neues Technologiezentrum für Printed Electronics eröffnet.
  • Additive Fertigungstechnologie ermöglicht die Herstellung anspruchsvoller Leiterplatten mit integrierter Elektronik und unterstützt die voranschreitende Miniaturisierung von Geräten.

Einzigartige Drucktechnologie für biokompatible Materialien

Die Cicor-Gruppe eröffnet im ersten Quartal 2019 am Schweizer Standort Bronschhofen ein Technologiezentrum für Printed Electronics und investiert in den nächsten zwei Jahren rund 1,5 Mio. CHF in dessen weiteren Ausbau. In dem neuen Technologiezentrum soll sich ein Team von Anwendungstechnikern um die Applikationsentwicklung kümmern. Treiber hierfür ist, dass eine steigende Anzahl an elektronischen Geräten in immer mehr Anwendungsbereichen die Entwicklung und Industrialisierung neuer Fertigungstechnologien erfordert. Flexible additive Fertigungsverfahren spielen hier für Cicor eine zentrale Rolle in der Substratfertigung und der Verbindungstechnik.

Die dafür eingesetzte, nach Unternehmensangaben einzigartige Drucktechnologie ermöglicht das Drucken verschiedenster leitfähiger, nicht leitfähiger und biokompatibler Materialien auf vielfältigsten Trägermaterialien und -formen. Zusätzlich bieten sich neue Möglichkeiten von Verbindungstechnologien, die zu Performanceverbesserungen und Kostenoptimierungen führen können.

Durch die Integration der Schaltkreise in dreidimensionale Oberflächen entfällt vielfach die Notwendigkeit der Verwendung eines zusätzlichen Substrates. Verglichen mit den heute eingesetzten Verfahren zur Herstellung solch dreidimensionaler Schaltungsträger, bietet die von Cicor gewählte Technologie eine deutlich größere Vielfalt an gedruckten und bedruckbaren Materialien. Geräte für die Medizintechnik, Luft- und Raumfahrt sowie IoT-Anwendungen können durch Einsatz dieser Technologie wesentlich verkleinert werden. Mit der Eröffnung eines Technologiezentrums für Printed Electronics in Bronschhofen unterstreicht die Cicor-Gruppe ihr Streben nach Technologieführerschaft

Konsolidierung der Kunststoffspritzguss Aktivitäten in Indonesien

Anfang 2019 werden zudem die Kunststoffspritzguss-Aktivitäten der Cicor-Gruppe in Singapur mit den Kunststoffspritzguss-Aktivitäten in Batam, Indonesien, zusammengelegt. Die Konsolidierung der Aktivitäten am Standort in Batam bedeute eine weitere Vereinfachung der operativen Strukturen, erweitere das dort angebotene Dienstleistungsportfolio und ermögliche zusätzliche Effizienzsteigerungen durch Skaleneffekte.

Durch diese Konsolidierung wird nicht nur eine solide Ausgangslage geschaffen, um die künftigen Herausforderungen im technologisch anspruchsvollen Kunststoffspritzguss-Geschäft zu meistern, sondern der Produktionsstandort Batam wird mit diesem Schritt auch zu einer „best-in-class-Fertigung für Hochpräzisionskomponenten inklusive Beschichtung aufgewertet“, heißt es dazu in einer Pressemeldung. Schon heute werden in Batam verschiedene Komponenten und insbesondere sterile Medizinprodukte unter Reinraumbedingungen hergestellt.

Weiterhin in Singapur bestehen bleibt das Kompetenzzentrum für den Bau von komplexen Werkzeugen und Formen zur Verarbeitung von thermoplastischen Kunststoffen. Mit der im Sommer 2018 getätigten Anschaffung einer neuen EDM-Senkerosionsmaschine wurden die Fabrikationsmöglichkeiten des Kompetenzzentrums in Bezug auf Werkstückgenauigkeit, Oberflächenqualität, Schneidgeschwindigkeit und Prozesszuverlässigkeit nochmals erhöht. Die Kunden von Cicor profitieren somit auch weiterhin aus zentraler Stelle in Singapur von der langjährigen Erfahrung der Cicor-Konstrukteure und den qualifizierten Polymechanikern im Bereich Werkzeugbau und Kunststofftechnologien.

Dieser Beitrag stammt von unserem Partnerportal Devicemed.de.

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