Gartner-Studie Internet der Dinge wird zum Game-Changer für viele Unternehmen

Redakteur: Franz Graser

Mehr als 40 Prozent der in einer Gartner-Studie befragten Unternehmen erwarten vom Internet of Things (IoT) bereits in naher Zukunft deutliche Auswirkungen auf ihre Geschäfte.

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Das Internet der Dinge wird voraussichtlich bald alle Aspekte des menschlichen Zusammenlebens durchdringen. Eine Umfrage von Gartner zeigt, dass zahlreiche Unternehmen mit dem IoT eine Fülle von geschäftlichen Chancen verbinden.
Das Internet der Dinge wird voraussichtlich bald alle Aspekte des menschlichen Zusammenlebens durchdringen. Eine Umfrage von Gartner zeigt, dass zahlreiche Unternehmen mit dem IoT eine Fülle von geschäftlichen Chancen verbinden.
(Bild: Digi-Key)

Das amerikanische Marktforschungsunternehmen befragte im Herbst des vergangenen Jahres 463 Firmenchefs und IT-Leiter nach ihren Erwartungen im Hinblick auf das IoT.

Dabei zeigte sich, dass über 40 Prozent der Befragten bereits in naher Zukunft – das heißt, in den kommenden drei Jahren – mit signifikanten Veränderungen ihres Geschäftsfeldes durch das IoT rechnen.

Längerfristig – also in den kommenden fünf Jahren – erwarten dies sogar 60 Prozent der Befragten. Mit den signifikanten Auswirkungen sind unter anderem neue Umsatzquellen oder Kosteneinsparungen aufgrund des Internets der Dinge gemeint.

Allerdings zeigte die Umfrage auch, dass viele der befragten Unternehmen noch keine eigene Organisationseinheit für die IoT-Thematik eingerichtet haben.

„Die Umfrage bestätigte, dass das IoT noch in den Kinderschuhen steckt und viele Unternehmen und Organisationen erst begonnen haben, damit zu experimentieren“, bewertet Nick Jones, Vice President und Distinguished Analyst bei Gartner, die Ergebnisse.

„Nur eine kleine Minderheit hat bereits Lösungen hervorgebracht, die produktionsreif sind. Allerdings gibt es aufgrund der fallenden Kosten für Netzwerk- und Rechenkapazität kaum wirtschaftliche Gründe, die dagegen sprächen, ein preiswertes Produkt mit Sensor- und Kommunikationsfähigkeiten auszustatten“, so Jones weiter.

„Die echte Herausforderung des IoT ist es nicht so sehr, Produkte smart zu machen, sondern die geschäftlichen Chancen zu verstehen, die sich durch smarte Produkte und neue Ökosysteme eröffnen“, schließt Analyst Jones seine Überlegungen.

Ob Unternehmen auf das IoT vorbereitet sind, zeigt sich für Gartner daran, inwieweit sie bereits eine Organisationseinheit eingerichtet haben, die sich hauptsächlich oder ausschließlich mit dem Thema befasst. Das ist in weniger als 25 Prozent der befragten Betriebe der Fall.

„Organisationen brauchen Führungspersonal und Mitarbeiter, die das Potenzial des IoT verstehen, wenn sie in das Internet der Dinge investieren wollen“, erläutert Steve Kleynhans, Vice President Research bei Gartner. Unternehmen müssten zwar keinen IoT-Leader bestimmen, der sich exklusiv um das Thema kümmere, aber das Verständnis für das Thema sollte bei den Chefs der einzelnen Geschäftsbereiche vorhanden sein, so Kleynhans.

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