Mutmacher Interne Corona-Maßnahmen und Behelfsmasken aus dem 3D-Drucker

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Wie der EMS-Dienstleister BMK in Augsburg mit der Coronakrise umgeht, erklärt Geschäftsführerin Bärbel Götz.

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Bärbel Götz: „Basierend auf den gesetzlichen Vorgaben haben wir zusammen mit den Mitarbeitenden die Abstandsregeln umgesetzt und zusätzliche Hygienemaßnahmen definiert, kommuniziert und überwacht.“
Bärbel Götz: „Basierend auf den gesetzlichen Vorgaben haben wir zusammen mit den Mitarbeitenden die Abstandsregeln umgesetzt und zusätzliche Hygienemaßnahmen definiert, kommuniziert und überwacht.“
(Bild: BMK)

Basierend auf den gesetzlichen Vorgaben haben wir zusammen mit den Mitarbeitenden die Abstandsregeln umgesetzt und zusätzliche Hygienemaßnahmen definiert, kommuniziert und überwacht. Wir haben schnell die Basis für ein flexibles Arbeiten geschaffen. Headsets, Webcams, etc. wurden angeschafft, damit die Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten können. Mit den Kunden halten wir über Teams regelmäßig Besprechungen ab. So sieht man sich trotzdem und kann die Soft facts auch wahrnehmen.

Digitalisierter Dokumentenaustausch und gemeinsame Nutzung des Planners erleichtern die Absprache und das Tracking. Außerdem bieten wir unseren Kunden eine virtuelle Führung durch BMK an, um unser Leistungsportfolio vorzustellen und die Technik zu veranschaulichen. Nach dem Ende der strengen Kontaktbeschränkungen kam Mitte Mai als erster externer Besuch ein Kunde von mir zu BMK. Unter Einhaltung aller Hygienemaßnahmen war es schön, sich wieder persönlich gegenüber zu sitzen.

BMK hat sehr schnell reagiert und innerhalb kürzester Zeit wurde für alle Mitarbeiter die Möglichkeit zum Arbeiten im Home-Office geschaffen. Zudem wurde ein durchdachtes Hygienekonzept erstellt. Durch das Aufteilen der Büromitarbeiter in einzelne Gruppen kann das Risiko im Falle eines auftretenden Coronafalls minimiert werden, da keine Vermischung der einzelnen Gruppen stattfindet. Die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden im Homeoffice gelingt sehr gut. Regelmäßige Besprechungen bringen alle Kollegen auf den aktuellen Stand.

Ebenso wurde der regelmäßige Kontakt zum Kunden intensiviert, indem wir größtenteils wöchentliche Besprechungen via Skype, Teams oder Zoom vereinbaren, um hier immer gegenseitig auf dem Laufenden zu sein. Somit konnten wir die Kundenbeziehung weiter ausbauen und bereits einige Neuprojekte an Land ziehen. Durch unser Einkaufsbüro in China werden viele coronabedingte Herausforderungen vor Ort geklärt – was einen Wettbewerbsvorteil für BMK darstellt. Liefertermine konnten durch unser hervorragendes Lieferanten-Netzwerk weitestgehend sichergestellt werden. Die Kunden schätzen unser proaktives Handeln. BMK ist auch in turbulenten Zeiten ein verlässlicher Partner.

Neben diesen firmeninternen Corona-Maßnahmen engagiert sich BMK aber auch in der Bereitstellung von Gesichtsmasken. Gesichtsmasken sind derzeit stark nachgefragt und somit schwer zu beschaffen. Aus diesem Grund fertigt BMK im hauseigenen 3D-Druck-Center selbst Behelfsmasken.

Aktuell sind um die 120 bis 150 Masken fertig. BMK kann etwa 40 am Tag drucken – die Montage kommt dann noch dazu. Die Masken werden aus Kunststoff und Folie für die Schilde hergestellt. Selbst der Gummizug der Maske wird bei BMK gedruckt. Das Produkt ist eine Konstruktion von der Firma Prusa (Anleitung Face shields). Diese erlaubt die Vervielfältigung als Unterstützung, wenn man die Masken spendet oder zum Herstellungspreis verkauft.

Innerhalb von 48 Stunden und ca. acht Mitarbeiter aus Fertigung, Marketing und Logistik haben wir einen Ablauf zum Vertrieb mit Produktion und Dokumentenerstellung (Enthaftungserklärung, Bestellformular, Tragehinweis, Werbemail, Rechnungserstellung) einschließlich Prüfung auf die Beine gestellt. Arztpraxen, Physiocenter und Friseursalons haben bei uns Behelfsmasken eingekauft.

Diesen Beitrag lesen Sie auch in der Fachzeitschrift ELEKTRONIKPRAXIS Ausgabe 15/2020 (Download PDF)

Für 10 € kann die Behelfsmaske erworben werden. Die kompletten Einnahmen spendet BMK zu 100% an die Aktion #AugsburgHältZusammen2020 des FC Augsburg.

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