CPUs für Embedded-Systeme

Intels Core-Prozessoren setzen Maßstäbe

| Redakteur: Holger Heller

Die Prozessorfamilien Core i3/i4/i7 von Intel sind für den Embedded-Markt von Bedeutung, da sie die Performance von Embedded-Applikationen steigern und gleichzeitig die aufgenommene Leistung reduzieren. Vorteilhaft ist auch, dass sich nun der benötigte CPU-Chipsatz von drei auf zwei ICs verkleinert.

Anfang dieses Jahres sorgte Intels Vorstellung der Prozessorfamilien Core i3, Core i4 und Core i7 insbesondere in der Embedded-Industrie für große Aufregung: Kein Wunder, sind doch zwölf der 27 angekündigten Prozessoren gezielt für Embedded-Applikationen konzipiert. Es wird erwartet, dass der Core-i7-Prozessor (Bild 1) ein deutlich verbessertes Performance/Leistungsverbrauch-Verhältnis aufweist als frühere Prozessoren.

Das heißt, dass Anwender entweder mehr Verarbeitungsleistung pro Watt oder einen geringeren Leistungsverbrauch je Rechenleistungs-Einheit erhalten werden. Und das kommt insbesondere Anwendern von Embedded-Applikationen zugute, da für letztere oft Leistungsaufnahme, physikalische Abmessungen und Wärmeabgabe Probleme darstellen.

So lässt sich beispielsweise im Einzelhandel mit einem Point-of-Sale-System, das auf einem MicroATX-Motherboard von Emerson Network Power basiert und Intels Core-i7-Mobile-Prozessor einsetzt (Bild 2), die benötigte Leistungsaufnahme um bis zu 70% reduzieren, während zugleich die Rechenleistung, im Vergleich zu Prozessoren früherer Generationen, um bis zu 100% höher ist. Das stellt eine beträchtliche Energieeinsparung dar – sowohl für den Händler als auch hinsichtlich des Klimaschutzes.

Ein weiterer, deutlicher Vorteil für Embedded-Applikationen ist die Tatsache, dass Intel in seinen Embedded-Roadmaps eine Mindest-Lebensdauer von sieben Jahren bietet. Dadurch können OEMs langfristig planen und Produkte, die auf ihren aktuellen Technologien basieren, ohne grundlegende Änderungen für viele Jahre am Markt vertreiben.

Mindest-Lebensdauer: 7 Jahre

Hohe Performance und die zugesagte lange Lebensdauer sind entscheidende Faktoren bei medizinischen Anwendungen, insbesondere bei daten- und grafikintensiven Applikationen. Bei den meisten auf Bilderfassung basierenden Diagnosegeräten muss zur Bilderstellung und -verarbeitung die entsprechende Einheit über eine sehr große Rechenleistung verfügen, um die enormen Mengen anfallender Daten zu verarbeiten. Letztere stammen, z.B. von den Sensoren in Computertomografen (CTs) oder von Ultraschall-Untersuchungsgeräten und müssen in Bilder gewandelt werden, die für den Arzt verständlich sind. Dies erfolgt in Form von PACS-Bildern (Picture Archiving and Communication System), die anschließend mit hoher Auflösung auf dem Display für die Mediziner dargestellt werden.

Welche Bedeutung eine große Rechenleistung hat, das zeigt sich besonders deutlich in dieser Arbeitsphase, in der es um die Systemfähigkeit geht, weiches Gewebe und Organe mit einer Auflösung darzustellen, die fast schon auf Molekularebene liegt. Hinzu kommt, dass die Anzahl der CT-Schnittbilder von 16 auf heute 256 und mehr zugenommen hat. Folglich muss eine gewaltige Datenmenge in Echtzeit verarbeitet werden, um ein Highend-BIldgebung zu ermöglichen.

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