Digital Lumens Intelligente LED-Technik wird zur Big-Data-Quelle

Redakteur: Jürgen Schreier

Vernetzte, sensor- und softwaregestützte LED-Beleuchtungstechnik senkt nicht nur die Beleuchtungskosten in erheblichem Umfang, sondern liefert auch eine Fülle von Daten, die zur Optimierung von Standorten genutzt werden können.

Die intelligenten LED-Lichtsysteme des US-Herstellers Digital Lumens sind mit Sensoren bestückt und per W-LAN vernetzt.
Die intelligenten LED-Lichtsysteme des US-Herstellers Digital Lumens sind mit Sensoren bestückt und per W-LAN vernetzt.
(Bild: Digital Lumens)

In erstaunlich kurzer Zeit hat die Big-Data-Analyse auch die Produktion erreicht und zu einer optimierten Energienutzung und verbesserten Betriebsergebnissen beigetragen. Führende Produzenten gewinnen bereits heute wertvolle Einblicke in ihre Betriebsabläufe und nutzen diese, um standortweit drastische Energieeinsparungen voranzutreiben.

Zudem profitieren sie von den generierten Daten zur Verbesserung der Raumnutzung, zur optimierten Zeitplanung und für Entscheidungen darüber, wann Investitionen in neue Anlagen basierend auf den gesammelten Daten sinnvoll sind.

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Big Data trägt dazu durch die Bereitstellung bisher nicht verfügbarer Einblicke in den Standortbetrieb bei, die auf den tatsächlichen (im Gegensatz zu beobachteten oder stichprobenartigen) Betriebsdaten beruhen.

Vernetzte LED-Beleuchtungstechnologie kann zu Energieeinsparungen von mehr als 90 % führen

In der Vergangenheit hatte die Erfassung und Verwaltung großer Datenvolumina, wie sie für eine Big Data-Analyse nötig sind, die Werksstandorte sowohl in logistischer als auch in finanzieller Hinsicht vor erhebliche Herausforderungen gestellt. Denn für Big Data muss eine große Anzahl von Sensoren installiert werden, um die physischen Systeme (z. B. Maschinen, HLK-Anlagen, Beleuchtung) und die werksweiten Präsenzmuster zu überwachen. Darüber hinaus benötigen die weit verstreut installierten Sensoren ein drahtgebundenes oder drahtloses Netzwerk für die Übertragung der Daten, Prozessoren für deren Analyse und Anwendungen für die Umwandlung der Daten in Informationen, die zur Verbesserung des Standortbetriebs genutzt werden können.

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Schahl-LED Lighting, Spezialist für LED-Technologie, baut seit 2012 monatlich mehrere Industrie- und Lagerhallen auf modernste LED-Technik um. Dabei setzt der Lichtspezialist auf die intelligente Beleuchtungstechnologie des US-Herstellers Digital Lumens.

Die Besonderheit der Digital-Lumens-Systeme besteht in der in jede Leuchte integrierten Sensorik und einer intuitiv bedienbaren, umfassenden Steuerungs- und Auswertungssoftware. Damit lassen sich, so die Erfahrung von Lichtplaner Erich Obermeier, erhebliche Energieeinsparungen realisieren.

„Im direkten Vergleich bietet das intelligente LED-Beleuchtungssystem von Digital Lumens erhebliche Vorteile gegenüber Leuchtstofflampen und einfachen LED-Alternativen – sowohl bei der Lichtqualität und Ausleuchtung als auch bei den Energieeinsparungen. Dementsprechend legt die sehr gute Investitionsrendite einen Umstieg von Leuchtstofflampen auf LED nahe“, erläutert LED-Fachmann Obermeier.

„Mithilfe der neuesten Funktionen der intelligenten LED-Infrastruktur können die Energiekosten auch in anderen Bereichen des Standortes auf den Prüfstand gestellt werden. Dabei sammelt das System umfangreiche Daten zum Energieverbrauch und zur Leistung aller überwachten Stromkreise oder Maschinen über einen bestimmten Zeitraum. Anhand der Ergebnisse können Standortmanager Ressourcen effizienter nutzen und versteckte Einsparpotenziale erkennen“, so Obermeier weiter.

Nach Erfahrungen Obermeiers hat das Digital-Lumens-System folgende Vorteile:

  • Der jährliche Energieverbrauch wird um 90 % gesenkt.
  • Es werden jährliche Energie- und Wartungskosten gespart.
  • Die CO2-Emissionen werden gesenkt.
  • Die Lichtstärke wird gesteigert.

Die Investition, so Lichtplaner Obermeier, „rechnet sich in den meisten Fällen bereits nach weniger als zwei Jahren. Damit erreichen die Standorte der Unternehmen nicht nur eine bessere und hochwertigere Beleuchtung und bis zu 90 % Energie-Einsparung im Einklang mit den jeweiligen betrieblichen Anforderungen, sondern auch tiefgreifende Einblicke in den Wert nutzbarer Daten für weitere Energieeinsparungen.“

Im Bereich der Tiefkühllogistik ist beispielsweise nicht nur die Einsparung des Stromverbrauchs für Beleuchtung relevant. So setzt Marktführer Trans-thermos auch deshalb auf intelligente LED-Beleuchtungstechnik, weil durch den deutlich geringeren Wärmeeintrag, der durch verringerte Betriebszeiten der Beleuchtung gewährleistet wird, gleichzeitig auch bei der notwendigen Kühlleistung gespart werden kann.

Die schnell steigende Anzahl von Werken, die Big Data-Analysen einsetzen, hatte zunächst zur Folge, dass aufgrund der strengen Vorgaben für den Energieverbrauch hohe Investitionen in Verbesserungen bei der Beleuchtung getätigt wurden. Diese Maßnahme resultierte aus werksweiten Energieprüfungen, die Beleuchtung routinemäßig als die am schnellsten greifende Option zur Energieeinsparung ermittelten.

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